IT-Dienstleister können ihr Haftungsrisiko durch klare Verträge, strukturierte Projektprozesse und organisatorische Maßnahmen deutlich reduzieren. Die folgenden Maßnahmen zeigen, worauf es dabei besonders ankommt.
Leistungsbeschreibung
Beschreiben Sie möglichst genau, welche Leistungen Sie erbringen und welches Ergebnis der Kunde erwarten kann.
Klare Leistungsbeschreibungen verringern den Interpretationsspielraum und erleichtern den Nachweis, ob die geschuldete Leistung erbracht wurde.
Verantwortlichkeiten
Legen Sie fest, welche Aufgaben Sie übernehmen und welche Mitwirkungspflichten der Kunde hat.
Eindeutig geregelte Verantwortlichkeiten helfen, Fehlerursachen zuzuordnen und die eigene Verantwortung von Versäumnissen des Kunden abzugrenzen.
Änderungen dokumentieren
Halten Sie neue Anforderungen, zusätzliche Leistungen und Änderungen am Projektumfang schriftlich fest.
Eine nachvollziehbare Änderungsdokumentation zeigt, welche Leistungen ursprünglich vereinbart und später ergänzt oder angepasst wurden.
Qualitätssicherung
Prüfen und testen Sie Software, Updates, Schnittstellen und Konfigurationen vor der Übergabe oder dem Produktivbetrieb.
Sorgfältige Tests und Prüfprozesse helfen, Fehler frühzeitig zu erkennen und Schäden beim Kunden zu vermeiden.
Projektdokumentation
Dokumentieren Sie wichtige Entscheidungen, Hinweise, Freigaben und den Projektverlauf nachvollziehbar.
Eine vollständige Projektdokumentation erleichtert im Streitfall den Nachweis, welche Leistungen erbracht, welche Risiken angesprochen und welche Entscheidungen getroffen wurden.
Haftungsregelungen
Vereinbaren Sie rechtlich wirksame Haftungsregelungen, die zum Projekt und zum übernommenen Risiko passen.
Wirksame Haftungsbeschränkungen können die Höhe möglicher Ansprüche im rechtlich zulässigen Rahmen begrenzen. Pauschale Haftungsausschlüsse sind jedoch nicht immer wirksam. Haftungsklauseln sollten deshalb rechtlich geprüft werden.