Der berufliche Einsatz von Drohnen bringt verschiedene Risiken mit sich. Besonders relevant sind Schäden an fremdem Eigentum, Personenschäden sowie Schäden an der eigenen Drohne. Je nach Schadenhöhe können daraus erhebliche finanzielle Belastungen entstehen.
Einen Überblick über weitere typische Berufsrisiken von Fotografen finden Sie im Beitrag „Welche Risiken Fotografen wirklich tragen – von Technik bis Haftung“.
Haftungsrisiko: Schäden an Gebäuden und fremdem Eigentum
Drohnen werden häufig in der Nähe von Gebäuden, Grundstücken oder anderen Einrichtungen eingesetzt. Bereits eine unerwartete Windböe, ein Bedienfehler oder ein technischer Defekt können dazu führen, dass die Drohne von ihrer geplanten Flugbahn abweicht.
Praxisbeispiel: Beschädigte Glasfassade
Ein Immobilienfotograf erstellt Luftaufnahmen eines Mehrfamilienhauses. Während des Fluges verliert die Drohne kurzzeitig an Stabilität und prallt gegen eine Glasfassade. Mehrere Scheiben werden beschädigt. Der Eigentümer verlangt vom Fotografen die Reparaturkosten.
Haftungsrisiko: Personenschäden
Bei Hochzeiten, Events oder anderen öffentlichen Veranstaltungen befinden sich häufig zahlreiche Personen im Umfeld der Drohne. Dadurch steigen die Anforderungen an Durchführung und Sicherheit des Fluges.
Kommt es zu einem technischen Defekt oder dem Verlust der Flugkontrolle, können Personen verletzt werden.
Praxisbeispiel: Zwischenfall auf einer Veranstaltung
Während einer Hochzeitsfeier soll die Drohne Gruppenaufnahmen aus der Luft erstellen. Bei der Landung kommt es zu einem Zwischenfall, bei dem ein Gast verletzt wird.
Folge: Zusätzlich zu den Behandlungskosten macht der verletzte Gast Schadenersatzansprüche geltend.
Eigenschaden: Schäden an der Drohne
Neben möglichen Ansprüchen Dritter stellt auch die Drohne selbst einen wichtigen Vermögenswert dar. Professionelle Drohnen inklusive Kamera, Objektiven und Zubehör erreichen schnell Werte von mehreren Tausend Euro und gehören bei vielen Fotografen zur täglichen Arbeitsausrüstung.
Die Technik wird regelmäßig transportiert und unter wechselnden Bedingungen eingesetzt. Dadurch entstehen zusätzliche Risiken, die unabhängig von möglichen Haftungsansprüchen betrachtet werden sollten.
Praxisbeispiel: Kollision während eines Shootings
Während eines Fotoauftrags kollidiert die Drohne mit einem Baum. Die Drohne und die daran befestigte Kamera werden beschädigt und müssen repariert oder ersetzt werden.
Typische finanzielle Folgen verschiedener Drohnenrisiken
| Risikobereich | Betrifft | Mögliche finanzielle Folgen |
| Sachschäden | Gebäude, Fahrzeuge oder sonstiges fremdes Eigentum | Reparatur- und Schadenersatzkosten |
| Personenschäden | Personen im Umfeld des Drohneneinsatzes | Behandlungs- und Schadenersatzkosten |
| Eigenschäden | Drohne, Kamera und Zubehör | Reparatur-, Ersatz- und Wiederbeschaffungskosten |
Schäden durch die Drohne und Schäden an der Drohne selbst betreffen unterschiedliche Risikobereiche. Sach- und Personenschäden können Ansprüche Dritter auslösen, Eigenschäden betreffen die eigene Technik. Beide sollten bei der Planung und Absicherung berücksichtigt werden.
Hinweis: Je größer und schwerer eine Drohne ist, desto höher kann das Schadenpotenzial sein. Entscheidend für das tatsächliche Risiko sind jedoch nicht nur Größe und Gewicht, sondern insbesondere der Einsatzort, die Flugumgebung und die Erfahrung des Piloten.