Ob Hochzeit, Studio, Immobilien oder Naturfotografie: Jede Spezialisierung stellt eigene Anforderungen an die Ausrüstung und bringt unterschiedliche Risiken mit sich.
Hochzeits- und Eventfotografen sind häufig unterwegs
Fotografen, die sich auf Events spezialisiert haben, transportieren ihre Ausrüstung regelmäßig zwischen verschiedenen Veranstaltungsorten.
Ein Hochzeitsfotograf wird für eine Feier in einem Restaurant gebucht. Neben mehreren Kameras und Objektiven bringt er Blitzgeräte, Stative und weiteres Zubehör mit. Nach dem Aufbau bewegt er sich zwischen Tanzfläche, Tischen und Außenbereich, um das Brautpaar und die Gäste zu fotografieren. Dabei navigiert er mit seiner Ausrüstung durch enge Wege, volle Tischreihen und dichtes Gedränge.
Typische Risiken:
- Transportschäden
- Diebstahl bei Veranstaltungen
- Sturz- und Beschädigungsschäden
- Schäden durch Gedränge oder Hektik
Immobilienfotografen arbeiten häufig mit umfangreicher Spezialtechnik
Immobilienfotografen fotografieren Wohnungen, Häuser oder Gewerbeobjekte häufig an wechselnden Standorten.
Praxisbeispiel: Für ein Exposé soll ein Immobilienfotograf eine hochwertige Villa fotografieren. Dafür transportiert er mehrere Kameras, Spezialobjektive, Stative, Lichttechnik und eine Drohne durch das Gebäude und über das Grundstück. Während des Termins wechselt er regelmäßig zwischen Innen- und Außenaufnahmen, baut Technik auf und ab und bewegt seine Ausrüstung durch unterschiedliche Räume.
Typische Risiken:
- Transportschäden
- Beschädigungen beim Auf- und Abbau der Ausrüstung
- Schäden an der Drohne
- Diebstahl während eines Ortstermins
- Schäden durch Stürze oder Unachtsamkeiten
Natur- und Reisefotografen arbeiten unter anspruchsvollen Bedingungen
Natur- und Reisefotografen setzen ihre Ausrüstung häufig unter Bedingungen ein, die für Kameras und Zubehör besonders herausfordernd sein können.
Praxisbeispiel: Ein Naturfotograf fotografiert Tiere in einem tropischen Nationalpark. Dafür trägt er Kameras, Teleobjektive, Stative, Akkus und weiteres Zubehör über mehrere Stunden durch unwegsames Gelände. Während des Einsatzes ist die Ausrüstung Regen, Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt.
Typische Risiken:
- Schäden durch Regen, Feuchtigkeit oder Nässe
- Staub- und Schmutzeinwirkungen
- Transportschäden auf Reisen
- Diebstahl unterwegs
- Beschädigungen durch Stürze oder schwierige Geländebedingungen
Studio- und Produktfotografen arbeiten mit umfangreicher Technik
Studio- und Produktfotografen arbeiten häufig mit einer umfangreichen technischen Ausstattung.
Für einen Online-Händler erstellt ein Produktfotograf Aufnahmen einer neuen Kollektion. Dafür richtet er verschiedene Sets ein, positioniert Lichttechnik, Kameras und Hintergründe und kontrolliert die Ergebnisse direkt am Computer. Während der Produktion baut er Lichtquellen um, verschiebt Stative und passt die Szenerie immer wieder an. So entstehen große Mengen an Bilddaten, die gespeichert, bearbeitet und archiviert werden müssen.
Typische Risiken:
- Beschädigungen von Blitzanlagen und Lichttechnik
- Schäden am Studioinventar
- Technische Defekte an Computern oder Monitoren
- Datenverluste bei Bildbearbeitung und Archivierung
- Beschädigungen beim Umbau von Sets und Arbeitsbereichen
Die tatsächlichen Risiken hängen von der Arbeitsweise ab
Viele Fotografen arbeiten heute in mehreren Bereichen gleichzeitig. Ein Hochzeitsfotograf erstellt beispielsweise auch Business-Porträts, ein Immobilienfotograf übernimmt zusätzlich Drohnenaufnahmen.
Deshalb ist es entscheidend, welche Ausrüstung regelmäßig eingesetzt wird, wie häufig Transporte stattfinden und unter welchen Bedingungen die Technik genutzt wird.
Von der gestohlenen Kamera über beschädigte Lichttechnik bis hin zu Schäden bei Kunden: Wie typische Schadenfälle von Fotografen in der Praxis aussehen, erfahren Sie in unserem Beitrag "Wenn Fotos teuer werden: Typische Schadenfälle von Fotografen aus der Praxis".