Hiscox IT-Versicherungsindex ▷ Hiscox
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Keine Police, kein Auftrag – IT-Dienstleister müssen immer häufiger adäquaten Versicherungsschutz vorweisen, um bei der Projektvergabe berücksichtigt zu werden. Denn die Mehrheit der deutschen Unternehmen besteht auf eine Spezialversicherung bei IT-Projekte, wie die Hiscox Studie zum IT-Versicherungsindex zeigt. 

Für die repräsentative Studie „Hiscox IT-Versicherungsindex“ befragte Bitkom Research in unserem Auftrag 304 für den IT-Bereich verantwortliche Personen (u.a. (Haupt-)Abteilungsleiter oder Fachbereichsleiter Informationstechnik (IT), IT-Vorstände, CIOs, Geschäftsführer) von IT-Dienstleistungs-Unternehmen bis 499 Mitarbeiter bzw. 50 Mio. Euro Umsatz in Deutschland.

Die Ergebnisse sind eindeutig:

Immer mehr Unternehmen vergeben IT-Projekte an externe Dienstleister und legen dabei großen Wert auf deren Absicherung. Nach Angaben von deutschen IT-Dienstleistern fordern:

  • 72% ihrer Auftraggeber einen Nachweis über eine IT-Berufshaftpflicht,
  • 82% bestehen auf eine IT-Betriebshaftpflicht,
  • 34% wurde im Vorfeld der Projektvergabe nach einer Cyber-Police gefragt.

Hoher IT-Versicherungsindex

Der errechnete IT-Versicherungsindex belegt: IT-Versicherungen haben eine hohe Relevanz für IT-Dienstleister. Der Index-Wert liegt im Gesamtdurchschnitt aller befragten IT-Dienstleistungsunternehmen bis 499 Mitarbeiter bei 72,2 Punkten von maximal 100 Punkten. Bei größeren Dienstleistern (200-199 Mitarbeiter) liegt der Index mit 75,8 Punkten sogar noch darüber.

Der Index basiert sowohl auf der Bekanntheit von IT-Versicherungen für Dienstleister sowie deren Interesse daran. Auch die tatsächliche Nutzung und Relevanz der Spezialversicherung für IT-Dienstleister wurde bei der Berechnung des Index‘ berücksichtigt.

IT-Dienstleister wichtig für Geschäftserfolg ihrer Auftraggeber

IT-Dienstleister übernehmen in Unternehmen immer wichtigere Aufgaben:

  • 71% unterstützen ihre Auftraggeber bei der Produktentwicklung,
  • 57% sind im Consulting tätig,
  • 52% sind für IT-Support-Aufgaben engagiert und
  • 47% übernehmen die Server- und Netzwerkwartung beim Auftraggeber.

Von den befragten IT-Dienstleistern geben sieben von zehn an, dass ihre Arbeit maßgeblich zum Geschäftserfolg ihres Auftraggebers beiträgt. Auch vor diesem Hintergrund wird adäquater Versicherungsschutz für sie immer relevanter.

Häufig kommen IT-Dienstleister zum Zug, weil ein Unternehmen selbst kein geeignetes Personal findet (66%), die Unternehmens-IT keine Kapazitäten hat (53%) oder weil im Betrieb die Expertise für das Projekt fehlt (46%). 41% der IT-Dienstleister sind zudem der Ansicht, Unternehmen wollten mit der Auftragsvergabe Verantwortung abgeben.

Kritische Projektfaktoren bei IT-Dienstleistern bekannt

Welche Aspekte die Projektabwicklung kritisch beeinflussen können, ist IT-Dienstleistern durchaus bewusst:

  • Für 80% der Befragten sind ungenügende bzw. nicht eindeutige Absprachen mit dem Auftraggeber ein Risikofaktor.
  • 74% der Befragten sehen Zeitdruck seitens des Unternehmens kritisch.
  • 60% sorgen sich bei einer unsicheren Vertragslage.

9 von 10 IT-Dienstleistern geben an, sich über enge Abstimmung mit dem Auftraggeber abzusichern. Deutlich weniger relevant sind hingegen die vertragliche Dokumentation des Arbeitsfortschritts und die AGBs lediglich 49% bzw. 62% sind diese beiden Vorsorgemaßnahmen wichtig. Ähnlich sieht es mit Blick auf die prozessuale Absicherung aus: Nur 23% achten auf definierte Freigabeprozesse und 61% auf die genaue Dokumentation des Arbeitsfortschritts.

Über alle Unternehmensgrößen bis 499 Mitarbeiter hinweg setzen durchschnittlich 51% der Befragten zur Absicherung der Risiken auf Versicherungsschutz. Bei größeren IT-Dienstleistern (200-499 Mitarbeiter) zeigt sich ein anderes Bild: Hier sichern sich 81% der Studienteilnehmer mit einer Versicherung gegen die täglichen Risiken ab.

Es ist eine Kernaufgabe der Versicherungsbranche, Unternehmen auf dem Weg in das digitale Zeitalter zu begleiten – mit Lösungen, die maßgeschneidert für die Risiken der Digitalwirtschaft sind. IT-Berufshaftpflicht und IT-Betriebshaftpflicht sind heute Standard und werden von dem großen Teil der Auftraggeber vorausgesetzt. Für den Cyber-Versicherungsschutz erwarten wir in den kommenden Jahren eine ähnliche Entwicklung, denn Cyber-Schäden können sowohl für Unternehmen als auch für IT-Dienstleister existenzbedrohend werden“, erläutert Marc Thamm, Underwriting Manager Technology, Media & Communications.

IT-Versicherungen sind in der Branche ein Begriff

Neun von zehn IT-Dienstleistern sind IT-Berufshaftpflicht (94%) und IT-Betriebshaftpflicht (90%) bekannt. 79% ist die Versicherung von Elektronik und Büroinhalt bekannt und 69% wissen, dass es Versicherungsschutz für Cyber- und Datenrisiken gibt.

Hoch sind auch die Abschlussquoten: 82% der Befragten verfügen über eine IT-Berufshaftpflicht, 79% haben eine IT-Betriebshaftpflicht und 65% eine Elektronik- und Büroinhaltsversicherung. Bereits 22% haben zudem eine Cyber-Versicherung.

Unter den nicht versicherten IT-Dienstleistern herrscht großes Interesse an berufsspezifischen Policen:

  • 83% halten eine IT-Berufshaftpflicht für relevant,
  • für 74% ist eine IT-Betriebshaftpflicht wichtig,
  • 52% interessieren sich für eine Elektronik- und Büroinhaltsversicherung und
  • 42% für Cyber-Policen.

Bei der Wahl einer passenden Versicherung legen IT-Dienstleister größten Wert auf ein Produkt mit einzeln abschließbaren Versicherungsbestandteilen (72%).

„IT-Dienstleister bewegen sich in einem sehr dynamischen Umfeld. IT-Policen sollten deshalb ebenso dynamisch, flexibel und zeitgemäß sein wie die Digitalwirtschaft. Versicherer müssen die Dienstleister im täglichen Geschäft mit Services und Zusatzleistungen unterstützen, damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Das erfordert, die Branche zu verstehen, Marktentwicklungen zu antizipieren, Time-to-Market und Produktzyklen dramatisch zu verkürzen. Für uns bedeutet das, planvoll aber mutig voranzugehen, wie wir es seit über 20 Jahren mit unseren Versicherungslösungen im IT-Bereich tun“ so Marc Thamm.

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