Ja, in Deutschland ist es möglich, auch ohne Ausbildung Buchhalter zu werden. Fachkenntnisse und praktische Berufserfahrung erleichtern jedoch den Berufseinstieg.
„Buchhalter“ ist nicht geschützt
Die Berufsbezeichnung „Buchhalter“ ist in Deutschland nicht geschützt. Daher gibt es keinen vorgeschriebenen Bildungsweg, um den Beruf zu erlernen.
Ausnahme: Als „Geprüfter Bilanzbuchhalter – Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung“ darf sich nur bezeichnen, wer die öffentlich-rechtliche Prüfung auf der Basis des Berufsbildungsgesetzes bestanden hat (in § 2 Abs. 5 der Bilanzbuchhalter-Fortbildungsprüfungsverordnung geregelt).
Kann man Buchhalter ohne Berufserfahrung werden?
Wer Buchhalter ohne Berufserfahrung und ohne Ausbildung werden möchte, wird es schwer haben, sich in diesem Beruf durchzusetzen. Entscheidend sind die jeweiligen Fachkenntnisse. Diese spezifischen Qualifikationen kann man sich entweder über eine Ausbildung oder langjährige Berufspraxis erwerben.
Beispiel: Die IHK nennt als eine mögliche Voraussetzung zur Prüfungszulassung als Geprüfter Bilanzbuchhalter neben der Fachausbildung eine „mindestens fünfjährige Berufspraxis im betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen“.
Das Beispiel zeigt, dass entweder eine Fachausbildung oder mehrjährige Berufspraxis wichtig sind, um als angestellter oder selbstständiger Buchhalter erfolgreich arbeiten zu können.