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Regress

In Regress nehmen, Regressansprüche, Regressforderung: Mit derartigen
Formulierungen werden – sofern der Versicherer in Bezug genommen wird –
Ansprüche der Versicherung auf Rückzahlungen beschrieben.

Was bedeutet Regress?

Regress-Bedeutung: Das Wort Regress leitet sich vom lateinischen „regressus“ ab, was „Rückkehr“ bedeutet. Besteht ein Regressanspruch, kann sich der Versicherer geleistete Zahlungen zurückholen.

Was bedeutet es, wenn die Versicherung Regress anmeldet?

Regress kann kurz und bündig folgendermaßen erklärt werden: Die eigene oder gegnerische Versicherung will Geld zurück für etwas, was sie geleistet hat. Und ja: Eine Versicherung kann in bestimmten Konstellationen Geld zurückverlangen. Dies wird auch als Rückgriff bezeichnet. Es gibt verschiedene Gründe für Regressansprüche: Geltend machen können Versicherer Regressforderungen in der Regel gegenüber einem für den Schaden haftenden Hauptverursacher. Diesen hauptsächlichen Verursacher nehmen unter anderem Versicherer von beruflichen Haftpflichten sowie Kfz-Versicherer in Regress.

In welchen Konstellationen können zum Beispiel Regressansprüche des Versicherers bestehen?

  • Regressansprüche gegen unseren Versicherungsnehmer: Der Versicherer eines Dritten reguliert dessen Schaden. Später stellt sich eine Verantwortlichkeit unseres Versicherungsnehmers für diesen Schaden heraus. In diesem Fall kann der Versicherer des Dritten unseren Versicherungsnehmer in Regress nehmen und die geleisteten Zahlungen zurückverlangen.
  • Regressforderung an einen Dritten: Regresspflichtig kann auch ein Dritter sein, der einen Schaden verursacht hat, den wir für unseren Versicherungsnehmer regulieren, weil dieser primär haftet. Dann nehmen wir den Dritten als Hauptverursacher in Regress.
Mensch mit Handy und Computer

Wann ist Regress zum Beispiel möglich?

Regress-Beispiel 1: Regresspflichtiges Subunternehmen

Ein Selbstständiger beauftragt zur Durchführung eines Auftrags unseren Versicherungsnehmer als Subunternehmer. Bei dem Projekt kommt es zum Schadenfall beim Kunden des Selbstständigen, dessen Versicherung diesen zunächst von der Schadenersatzforderung freistellt. Daraufhin kann die Versicherung allerdings unseren Versicherungsnehmer in Regress nehmen, wenn er als Subunternehmer für den Schaden verantwortlich ist.

Regress-Beispiel 2: Regressansprüche an Reparatur-Dienstleister

Unser Versicherungsnehmer, ein freiberuflicher Fotograf, beauftragt einen Dienstleister mit der Reparatur seiner Fotoanlage und Leuchten. Dieser führt die Arbeiten allerdings mangelhaft aus und verbaut unter anderem falsche Teile. Dadurch kommt es bei einem wichtigen Foto-Shooting zu Ausfällen von Kamera und Licht. Der Shooting-Termin mit aufwändigem Setting muss wiederholt werden. Der Kunde unseres Versicherungsnehmers verlangt Schadenersatz, den zunächst wir als Haftpflicht-Versicherer des Fotografen zahlen. Wir nehmen dann jedoch die Reparaturfirma in Regress, sofern dies wirtschaftlich und erfolgversprechend ist und halten damit die Schadenbilanz unseres Versicherungsnehmers neutral.