Großbritannien, Regen, ein Traum-Oldtimer: Ich möchte einen Jaguar Mk X aus dem Jahr 1964 kaufen und ihn für die Überführung verladen. Ärgerlicherweise nimmt der Jaguar dabei erheblichen Schaden – durch die Verkettung unglücklicher Umstände.

161121-oldtimer-transportschadenDer Jaguar Mk X, der hier vor mir steht, lässt mein Herz höher schlagen. Klar, an dem Schmuckstück von 1964 muss einiges ausgebessert werden, zum Beispiel laufen nur fünf der sechs Zylinder. Aber der Wagen ist gut in Schuss und ich möchte ihn unbedingt erwerben. Da nehme ich die Reise nach Großbritannien und die Umstände, die ein Transport nach Deutschland machen, gerne in Kauf.

Unglückliche Umstände machen das Verladen zur Herausforderung

Es regnet an diesem Tag im Spätherbst, es ist kalt und nass. Und leider ist es nicht zu vermeiden: Wir müssen das Transportgespann auf einer abschüssigen Straße abstellen, sodass der Anhänger aus Metall leicht nach hinten kippt. Ein weiterer unglücklicher Umstand: Die beiden circa zweieinhalb Meter langen Rampen – aus Holz und in Stahl eingefasst – sind nass und deshalb rutschig wie Schmierseife. Zudem hat der Wagen ein Automatikgetriebe und ich kann nicht mit der Kupplung den Schwung dosieren.

Trotz allem bleibe ich ruhig. Schließlich transportiere ich als begeisterter Rallye-Fahrer regelmäßig meine Oldtimer und meistere erfolgreich schwierige Verlade-Situationen. Diese hier ist allerdings eine Ausnahme und endet unglücklich:

Mein Verladeversuch misslingt

Ich fahre den Jaguar vorsichtig mit den Vorderreifen auf die rutschige Rampe und merke gleich, dass der relativ schwere Wagen nicht rund läuft. Ich steige nochmals kurz aus, um zu überprüfen, ob der Jaguar gut positioniert ist. Nun möchte ich komplett auf den Anhänger fahren, doch im ersten Anlauf klappt es nicht. Sondern ich komme nur so weit, dass die Vorderreifen auf dem Anhänger stehen, die Hinterreifen jedoch kaum mehr auf der Rampe aufliegen. Auch stirbt mir der Motor beinahe ab und ich muss den Gang herausnehmen, um den Wagen wieder auf Drehzahl zu bringen.

Aber auch der neue Anfahrversuch misslingt: Ich lege den Gang wieder ein, aber die Hinterreifen drehen auf dem rutschigen Untergrund durch. Das Fahrzeug macht einen Satz nach links und sitzt mit dem Unterboden auf der Anhängerkante auf.

So schnell ist ein Transportschaden passiert

Wir müssen den Jaguar mit einem Wagenheber wieder anheben und mit Gurten gesichert wieder auf die Rampen bugsieren. Eine Stunde später haben wir es geschafft und sehen uns den Schaden genauer an: Der Schweller meines Jaguars ist eingedrückt und Teile des Unterbodens sind stark beschädigt. Mehr als 2.500 Euro kostet mich die Reparatur dieses Transportschadens, wie sich später herausstellt.

Gut, wenn hier eine Oldtimerversicherung einspringt, die auch Transportschäden übernimmt. In der Hiscox Spezialversicherung für Oldtimer und Youngtimer sind Transportschäden automatisch mitversichert.

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Autor: Rainer Peukert