Welche Kosten sind entstanden?
Unmittelbarer Schaden (Sachschaden)
- Kamera-Body (Vollformat): 10.000 €
- Hochwertiges Objektiv: 8.000 €
Sachschaden gesamt: 18.000 €
Folge:
Der Kunde ist professioneller Hochzeitsfotograf und wollte direkt vom Laden zur Hochzeit fahren. Es handelt sich um eine exklusive Ganztagsreportage, die er seit Monaten vorbereitet.
Die eigentliche Eskalation: Der Hochzeitstag
Die Hochzeit findet am selben Nachmittag statt. Der Fotograf ist allein gebucht. Ein Ersatzgerät lässt sich kurzfristig nicht beschaffen. Die Trauung beginnt ohne Fotografen.
Es gibt keine Bilder vom Ja-Wort, keine Aufnahmen der Gäste, keine Dokumentation des Tages. Für das Brautpaar ist der Schaden emotional nicht mehr rückgängig zu machen.
Vermögensfolgeschäden als Folge des Sachschadens
Der Fotograf ist vertraglich zur Leistung verpflichtet. Er muss:
- das vereinbarte Honorar vollständig zurückerstatten
- zusätzliche Kulanzzahlungen leisten
- Folgekosten übernehmen, um den Imageschaden zu begrenzen
Kosten im Einzelnen:
- Rückerstattung Honorar (Ganztagsreportage): 3.500 €
- Kulanzzahlung / Preisnachlass für Folgeleistungen: 1.000 €
- Kosten für nachträgliches Paarshooting (Location, Reise, Zeit): 1.500 €
Vermögensfolgeschaden gesamt: 6.000 €
Gesamtschadenübersicht
- Sachschaden: 18.000 €
- Vermögensfolgeschaden: 6.000 €
Gesamtschaden: 24.000 €
Was übernimmt die Betriebshaftpflicht?
Der Schaden ist über die Hiscox Betriebshaftpflichtversicherung des Shops abgedeckt, da es sich um einen Sachschaden eines Dritten handelt, aus dem ein Vermögensfolgeschaden entstanden ist.
Versichert sind:
- Sachschaden: Zerstörung der Digitalkamera des Kunden (Kamera-Body und Objektiv)
- Vermögensfolgeschaden: Entgangenes Honorar, Kulanzleistungen und Zusatzkosten des Fotografen, sofern sie unmittelbare Folge des versicherten Sachschadens sind
Zusätzlich enthalten:
- Prüfung der Haftungsfrage
- Abwehr unberechtigter oder überhöhter Forderungen (passiver Rechtsschutz)
Was können Unternehmen daraus lernen?
Ein scheinbar harmloser Fehler im Verkaufsraum kann zu einem kombinierten Schaden aus Sach- und Vermögensfolgeschäden führen. Die Hiscox Betriebshaftpflichtversicherung schützte den Shopbetreiber vor den finanziellen Folgen dieses Gesamtschadens von 24.000 €.