Der Schnee ist weggetaut und der Regen wäscht das Streusalz von den Straßen. Auch sind es nur noch knapp drei Wochen bis zum 1. April – dem Datum, das viele Oldtimer-Besitzer als Saisonstart sehen und ab dem sie ihr Fahrzeug zulassen. Können Sie es wie ich auch nicht erwarten, Ihren Oldtimer aus dem Winterschlaf zu holen?

Oldtimer-InbetriebnahmeIn der Regel geht die Oldtimer-Inbetriebnahme reibungslos und schnell über die Bühne, vor allem wenn Sie Ihren Oldtimer gut auf die Winterruhe vorbereitet haben.

Trotzdem ist es empfehlenswert, sich Zeit zu nehmen und auf Nummer sicher zu gehen, um böse Überraschungen und Konsequenzen beim Starten und der ersten Ausfahrt zu vermeiden. Ich hoffe, meine Erfahrungen mit Oldtimer-Inbetriebnahmen und Tipps helfen Ihnen dabei!

Eines vorweg: Für die Winterpause baue ich die Batterie aus und lade diese mit einem Batterie-Frischhaltegerät. Doch wie fit ist sie jetzt für die neue Saison? Um das herauszufinden, teste ich die Batterie vor dem Einbau mit einem Batterietester. Wenn sie schwach ist, tausche ich sie aus.

Mein 1. Rundum-Check vor der Oldtimer-Inbetriebnahme

Den Saisonstart nehme ich gerne zum Anlass, eine komplette Durchsicht zu machen: von außen und soweit zugänglich von innen. Wenn die Technik vor der Ruhepause in Ordnung war, stehen die Chancen sehr gut, Schwachstellen gleich zu entdecken.

Sind verräterische Flecken auf dem Garagenboden? Sie weisen darauf hin, dass es poröse Stellen gibt oder dass Flüssigkeitsrückstände – wie Bremsflüssigkeit, Kühlwasser oder Öl – einen Rostschaden verursacht haben. Auch wenn nichts darauf hindeutet, kontrolliere ich zur Sicherheit, ob Leitungen und Anschlüsse beschädigt und undicht sind.

Außerdem prüfe ich den Öl-, Kühlwasser- und Bremsflüssigkeitsstand (auch den Stand des Wischwassers, soweit vorhanden) und bin sehr entspannt, wenn hier alles in bester Ordnung ist und nicht erst eine Reparatur gemacht werden muss.

Haben die Reifen des Oldtimers keine Schäden und ausreichend Profil oder brauche ich neue? Und wie sieht es mit dem Reifendruck aus? Da ich diesen vor der Winterruhe erhöhe, um einen Standplatten zu vermeiden, muss ich den Druck jetzt wieder auf den Normalwert bringen.

Gibt es noch Lack, Leder oder Bauteile zu reinigen? Häufig nutze ich die Zeit, in der mein Oldtimer überwintert, um ein Pflege-/Schmiermittel einwirken zu lassen. Vor der Inbetriebnahme reinige ich also fleißig und versuche auch, den Staub, der sich trotz Schutzhülle durchgemogelt haben kann, von den Scheiben und Spiegeln wegzuwischen.

Weitere Vorbereitungen an der Technik für die Inbetriebnahme

Einen genauen Blick werfe ich auf die Zündkerzen, -kabel und -spulen. Mitunter muss ich sie reinigen oder sogar tauschen. Wenn ich meinen Oldtimer für längere Zeit als einige Monate ruhen lasse, ist es wichtig, zusätzlich zum Ölwechsel auch die Ölwanne auszubauen. (Das erledige ich aber vor der Einlagerung.)

Sind die Pedale frei? Ich betätige sie mehrmals und teste sie auf Gängigkeit. Denn es kann sein, dass sie schwergängig sind oder sogar hängen bleiben und somit nicht so funktionieren, wie sie sollen. Einige Spritzer Öl können hier bereits sehr helfen.

Jetzt kommt der spannende Teil der Oldtimer-Inbetriebnahme – der Start des Motors. Tipps dazu finden Sie in unserem nächsten Blogbeitrag zum 1. Motorstart nach einer längeren Standzeit.

Wir wünschen Ihnen eine reibungslose Inbetriebnahme!

Wenn Sie Ihren Oldtimer jetzt für die neue Saison vorbereiten – denken Sie auch an Ihre Versicherung. Ist Ihr Oldtimer umfassend geschützt? Wir von Hiscox bieten Ihnen eine maßgeschneiderte Oldtimerversicherung mit vielen Highlights, kurzen, verständlichen Bedingungen und einer fairen Schadenregulierung.

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Autor Rainer PeukertAutor dieses Beitrags:

Rainer Peukert hat sich schon in jungen Jahren in die Technik und das Design von Oldtimern verliebt – vor allem in die Schätze der Vorkriegszeit.