Das Umsatzsteuergesetz (§ 14 UStG) legt fest, welche Angaben bei  einer Rechnung aufgeführt sein müssen. Diese Regeln stellen sicher, dass das Finanzamt im Fall einer Prüfung die Rechnungen auch nachvollziehen kann.

Bei Abweichungen kann es zu Problemen kommen. Sowohl für den Rechnungssteller als auch für den Rechnungsempfänger. Wenn Sie Rechnungen bezahlen, die nicht korrekt ausgestellt sind, können Sie diese ggfl. nicht von der Steuer absetzen. Um Ärger für beide Seiten zu vermeiden, sind hier ein paar nützliche Tipps, was eine Rechnung enthalten sollte:

  • den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Auftraggebers und des Auftragnehmers
  • das Ausstellungsdatum der Rechnung
  • den Leistungszeitraum
  • eine fortlaufende Rechnungsnummer mit einer Zahlenreihe, die nur einmalig vergeben wird
  • die Vergütung für die gelieferte Ware oder erbrachte Leistung (§ 10)
  • vereinbarte Abzüge wie z.B. Rabatte, Skonti, etc.
  • die Menge und Artikelbezeichnung der gelieferten Ware oder den Umfang und die Art der erbrachten Leistung
  • den gültigen Steuersatz
  • den Steuerbetrag
  • die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-ID des Auftragnehmers
  • im Falle einer Steuerbefreiung die Angabe des Grundes
  • bei Bauleistungen einen Hinweis zur Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers

Es ist zudem sinnvoll, ein Zahlungsziel und unerlässlich ist natürlich die Bankverbindungen auf der Rechnung zu vermerken.

Rechnung für Dienstleistungen ins EU-Ausland (B2B)

Bei einer Rechnung ins Ausland gilt das Recht des Staates, in dem der Auftragnehmer seinen Sitz hat. Trotzdem gibt es einige Abweichungen zu Rechnungen im Inland:

  • Wenn Sie eine Leistung an ein Unternehmen im EU-Ausland abrechnen, müssen Sie keine Mehrwertsteuer berechnen. Die Versteuerung erfolgt durch den Auftraggeber selbst
  • Auf Ihrer Rechnung sollte sich der Grund für die Steuerbefreiung wiederfinden: „Steuerschuldnerschaft beim Leistungsempfänger“
  • Sie benötigen für eine Rechnung ins Ausland eine Umsatzsteueridentifikationsnummer (Ust-ID), die auf der Rechnung erscheint. Ebenso muss die Ust-ID des Leistungsempfängers angegeben werden

Dieser Artikel dient lediglich der Orientierung und ersetzt keine fach­männische Beratung durch Rechts­experten oder Steuerberater.