Egal ob intelligente Jalousien, per Smartphone steuerbare Kaffeemaschinen oder WiFi in der Bausubstanz – das Smart Home ist auf dem Vormarsch. Doch in welche Richtung wird es gehen? Wie sieht unsere Wohnzukunft aus?

Die Hiscox Zukunftsstudie über das Wohnverhalten der Deutschen, Franzosen und Briten (durchgeführt von der Future Foundation) befragte Trendspotter und Experten zum Thema. Zudem wurden jeweils 1000 Männer und Frauen ab 18 Jahren aus den jeweiligen Ländern dazu eingeladen, zu erzählen, wie sie sich das Wohnen in der Zukunft vorstellen. Besonders das Fortschreiten der Digitalisierung wird sich laut Experten weiter durchsetzen. Weitere Ergebnisse sind, dass sich auch das generationenübergreifende Zusammenleben, sowie stärkeres Gesundheitsbewusstsein und mehr Nachhaltigkeit im Haushalt weiter etablieren werden:

Weniger Besitz, mehr digitaler Stauraum

Die zunehmende Urbanisierung Europas geht mit weniger Besitz im Haushalt einher. In den vergangenen Jahren haben bereits 51 Prozent der Deutschen ihren Hausrat vermindert. Da zukünftig noch mehr Menschen auf weniger Raum in den Städten leben werden, nimmt der Trend zum Minimalismus weiter zu und der digitale Stauraum wird somit vermehrt beansprucht. Insbesondere neue Modelle für geschützte Privaträume in der Cloud werden entwickelt und automatische Updates des digitalen Eigentums an der Tagesordnung stehen.

Alle unter einem Dach

Zukünftig wird sich auch das Mehrgenerationenkonzept wieder durchsetzen. So lebten früher mehrere Generationen auf Bauernhöfen und Gütern zusammen, welche nun durch städtischen Wohnraum ersetzt werden. Laut der Umfrage gab jeder fünfte Deutsche (19%) zwischen 18 und 24 Jahren an, sich vorstellen zu können, seine Eltern zukünftig bei sich aufzunehmen. 40 Prozent der Teilnehmer der Studie im Alter zwischen 25 und 44 Jahren erwarten außerdem, dass ihre Kinder öfter als früher über die Volljährigkeit hinaus zuhause wohnen werden.

Nachhaltigkeit: „Energie-positive“ Wohngegenden

Das Haus der Zukunft denkt mit; Waschmaschinen könnten zukünftig durch Umdrehungen ihren eigenen Strom erzeugen, und Kühlschränke ihre Bestände automatisch prüfen. 73% der Befragten können sich vorstellen, Ihren Energiebedarf zukünftig selbst zu decken. Trendforscher prognostizieren „energie-positive“ Wohngegenden, die unabhängig vom Stromnetz funktionieren, und durch Solarzellen eigenen Strom erzeugen und ins Netz einspeisen werden.

Gesundheitsschonendes und natürliches Wohnen

Der Gesundheitstrend, der sich derzeit unter anderem im abnehmenden Fleisch- und Alkoholkonsum, sowie dem riesigen Interesse an Fitness Apps und Wearables wie der Apple Watch zeigt, wird sich auch im Wohnraum durchsetzen. So werden einerseits die Baumaterialien gesundheitsschonender, und andererseits Technologien für den Hausbau verwendet, die zum Beispiel vor Elektrosmog schützen.

Um das individuelle Wohlbefinden zu steigern, wünschen sich 30 Prozent der Befragten, dass sich zum Beispiel die Beleuchtung im Haus automatisch dem Stresspegel anpasst.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Hiscox Zukunftsstudie ist auch, dass die Wichtigkeit des Zuhauses als Rückzugsort und der Besitz von Eigenheim unverändert hoch bleibt.

Das Konzept „Home Office“ wird sich jedoch nicht weiter durchsetzen, dafür jedoch die Vermischung des Privat- und Berufslebens. Bereits heutzutage liest einer von drei Befragten seine Arbeitsmails auch zuhause.

Die Zukunft interessiert uns nicht nur, um zu sehen, ob sich Prognosen bewahrheiten, sondern viel mehr, damit wir unser Produktportfolio anpassen können. „Die Studie liefert uns als Versicherer wichtige Hinweise, wie wir unsere Angebote an veränderte Bedingungen anpassen können. Denn Versicherungen rund um die eigenen vier Wände gehören bei 84 Prozent der Deutschen zur Grundausstattung“ so Tobias Wenhart (Manager Products and Underwriting bei Hiscox).