Frau Pfundmeier, welches Problem löst Ihr Startup?

Secomba liefert die Antwort auf die Frage nach Sicherheit im Bereich Cloud Storage, also der Speicherung von Dateien im Internet. Unser Produkt Boxcryptor ist eine Verschlüsselungssoftware die für die Speicherung von Dateien in der Cloud optimiert ist. Dank unserer Software ist die sichere Nutzung von Cloudspeicheranbietern wie z.B. Dropbox, Google Drive, SugarSync und Microsoft OneDrive ohne Verzicht auf Komfort möglich. Mit Boxcryptor werden Daten verschlüsselt und sind somit geschützt bevor diese das Gerät des Nutzers überhaupt verlassen.

Was ist das häufigste Versäumnis, das Unternehmen im Bereich (Cloud-)Sicherheit begehen?

Unternehmen sowie auch Privatpersonen setzen sich nicht genug, möglicherweise sogar überhaupt nicht mit dem Thema Cloudsicherheit auseinander – trotz der Medienpräsenz dieser Thematik aufgrund des NSA Skandals vor zwei Jahren. Ein naives Vertrauen, alles wird gut laufen ist in diesem Bereich unvernünftig, sogar fahrlässig. Denn werden Daten nicht geschützt, kann der Schaden enorm sein. Wir leben im 21. Jahrhundert und dürfen Probleme unseres Zeitalters, zu denen eben auch Cloudsicherheit gehört, nicht ignorieren, zumal es doch so einfach sein kann, wie wir mit Boxcryptor zeigen wollen. Unternehmen sollten sich verstärkt mit diesen Themen auseinandersetzen und ihre Daten vor internen oder externen Bedrohungen schützen.

Wohin wird sich das Thema Datensicherheit in Deutschland in den nächsten Jahren entwickeln?

Obwohl das Thema Cloud in Deutschland relativ frisch ist, werden Clouds im Business-Alltag immer präsenter und werden selbstverständlich genutzt. Um dem Wettbewerb standhalten zu können, muss man sich aber auch mit dem Thema Datensicherheit beschäftigen, welches gerade für deutsche Kunden und Unternehmen sehr wichtig ist. Daher sollte man sich mit dem Thema Datensicherheit auskennen und immer informiert bleiben. Wir denken, dass es auch in den kommenden Monaten und Jahren mehr und mehr Datenlecks, Hacks oder Angriffe auf Daten geben wird. Jeder Skandal zeigt uns neue Schwachstellen auf und unser Ziel sollte es sein, in Zukunft unser heutzutage wichtigstes Gut – unsere Daten – adäquat schützen zu können.

Gibt es überhaupt absolute Sicherheit im Netz? Welche vorbeugenden Maßnahmen müssen Unternehmen zusätzlich treffen?

Absolut ist ein gewagtes Wort. 100%ige Sicherheit gibt es nie, und das kann auch kein seriöser Anbieter von Sicherheits- und Verschlüsselungstechnologien versprechen. Vorbeugende Maßnahmen müssen Unternehmen und Privatpersonen heutzutage definitiv treffen, aber es kann auch schon mit kleinen, einfachen und kostengünstigen Maßnahmen ein relativ hoher Schutz gewährleistet werden. Dazu gehört zum einen die Verschlüsselung wichtiger Daten, aber auch die Nutzung von sicheren Passwörtern. Wenn Mitarbeiter hier sensibilisiert werden und das notwendige Know-How besitzen, sind Unternehmen oft schon auf der sicheren Seite.

Ihr Tipp in Sachen Sicherheit im Netz?

Cloud Security sollte nicht nur auf Grund der kürzlich mediatisierten Nacktfotoskandale an oberster Stelle stehen, ob nun im Business oder auch im privaten Bereich. Dies ist insbesondere wichtig, wenn sensible Unternehmensdaten oder persönliche Daten gespeichert werden sollen, die niemals in falsche Hände geraten sollen.
Ein Tipp von meiner Seite ist, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen. Sicherheit ist essentiell. Dabei sollte jeder Nutzer nicht nur ein Universalpasswort für all seine Dienste (Email, Facebook, etc.) nutzen, sondern verschiedene, ausreichend sichere Passwörter. Dazu empfiehlt sich die Verwendung eines Passwort Managers wie z.B. LastPass. Ich würde grundsätzlich niemandem davon abraten, Daten im Netz zu speichern. Aber wenn es sich dabei um sensible Daten handelt, dann am besten nur verschlüsselt.

Über Secomba

Das deutsche IT- Sicherheitsunternehmen Secomba GmbH wurde 2011 in Augsburg von Andrea Pfundmeier und Robert Freudenreich gegründet. 2012 zeichnete unter anderem die Telekom Secomba mit dem zweiten Platz des Telekom Innovationspreises aus. 2014 erhielt die Secomba GmbH den Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Start Up“.