Projekt-Risiken: Risikofaktoren und TippsWie bei vielen Selbstständigen bereiten schwierige Kundenprojekte auch IT-Freelancern oft schlaflose Nächte. Um den Kunden zufriedenzustellen, möglichst gewinnbringend zu arbeiten und im Idealfall gleich ein Anschlussprojekt zu erhalten, sollte alles reibungslos laufen. Doch die Zusammenarbeit kann aus verschiedensten Gründen kompliziert werden und Projekt-Risiken bergen, wie der aktuelle IT-Versicherungsindex von Hiscox zeigt.

Nachgefragt: Welche Risiken birgt ein Projekt?

Die befragten deutschen IT-Dienstleister benannten diese sieben Projekt-Risiken, die besonders kritisch für die erfolgreiche Abwicklung sind:

Die Zahlen verdeutlichen, dass IT-Projekte nicht nur an der technischen Umsetzung scheitern können, sondern vielmehr an vermeintlich soften Risikofaktoren wie der Kommunikation zwischen beiden Vertragspartnern. Diese Projekt-Risiken haben IT-Dienstleister nicht immer in der Hand. Doch richtig vorbereitet können sie ihr Risiko im Optimalfall minimieren:

Gute Vorbereitung im Projektmanagement ist die halbe Miete

Wichtig ist, dass die Beteiligten eines Projekts – sowohl Auftraggeber als auch Freelancer – die Projekt-Risiken rechtzeitig erkennen, einordnen und mit vorab festgelegten Maßnahmen gegensteuern können.

Projekt-Risiken erkennen

  • Stärken-Schwächen-Analyse im Projektteam erstellen
  • Dokumente, Pläne und Verträge analysieren
  • Rechtliche und vertragliche Rahmenbedingungen besprechen, z. B. Fragen zur Freelancer-Haftung klären
  • Projektpläne wie Zeit- und Ressourcenpläne erstellen und mit dem Projektteam diskutieren
  • Vor-Ort-Analyse und Planung durchführen
  • Fachwissen einholen

Projekt-Risiken managen

  • Risiken definieren und einschätzen
  • Gegenmaßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung bzw. einen Notfallplan entwickeln
  • Checklisten und Arbeitsanweisungen für wiederkehrende Arbeitsabläufe erstellen
  • Kontrolle und Anpassung der Pläne während des gesamten Projektes vorantreiben
  • Ausreichende Vorbereitungs-, Test- und Roll-Out-Phasen einplanen
  • Realistische Zeit- und Ressourcenplanung (im Team, durch Gespräche mit Experten, durch Recherchen)
  • Klare schriftliche Abstimmung der zu erbringenden Leistung zwischen den Vertragspartnern

Tipp für ein erfolgreiches Projektmanagement: Für den Ernstfall vorsorgen

Doch auch die sauberste Vorbereitung kann nicht alle Fehler verhindern. Um auch gegen die nicht kalkulierbaren Risiken abgesichert zu sein, sollten IT-Dienstleister eine Versicherung abschließen, die genau auf die Gefahren der Branche zugeschnitten ist. Eine IT-Haftpflichtversicherung schützt Freelancer in der IT-Branche bei Schadenersatzansprüchen, die an sie gestellt werden – inklusive Rechtsschutz, wenn diese ungerechtfertigt sind.

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Sie interessieren Sie für mehr Facts rund um die IT-Branche & Versicherung? Auf unserer Webseite Hiscox IT-Versicherungsindex 2020 finden Sie alle Ergebnisse im Überblick und in unserem Blogbeitrag Neue Studie zur IT-Branche: Trends der 2020.

Zum Beispiel ist dieses Ergebnis besonders spannend: 64% der IT-Dienstleister haben Angst, dass auf einen verursachten Schaden auch finanzielle Konsequenzen folgen. Lesen Sie in unserem Beitrag Freelancer-Haftung mehr über die Unsicherheiten in Haftungsfragen und wie sie sich vermeiden lassen.

Business Blog Autor Marc Thamm, Hiscox

Autor: Marc Thamm

ist seit 1992 in der Versicherungsbranche – seit 2014 mit Fokus auf IT Risiken – tätig. Er arbeitet seit 2013 bei Hiscox. Als Underwriting Manager Technology, Media & Communications bei Hiscox entwickelt er Versicherungslösungen für die IT-, Media- und weitere Branchen der Digitalwirtschaft. Hier schreibt er über das spannende Thema Projekt-Risiken.