Damit es im IT-Projekt entspannt zugeht benötigen IT-Dienstleister Referenzen und Versicherungsschutz

IT-Dienstleister profitieren davon: Die Digitalisierung schreitet voran. Innovationszyklen werden immer kürzer. Unternehmen in Deutschland setzt das unter erheblichen Druck. In Situationen, in denen es eng wird, liegt dann oft eine Lösung auf der Hand:

IT-Dienstleister übernehmen zentrale Aufgaben in Projekten.

Aufgrund des IT-Fachkräftemangels können Unternehmen in Deutschland ohne IT-Dienstleister wichtige Aufgaben im IT-Bereich nicht umsetzen. Nicht nur bei der Entwicklung neuer IT-Produkte werden externe Dienstleister häufig eingesetzt.

Externe IT-Dienstleister kommen ins Spiel bei:

  • 71% – IT-Produktentwicklung
  • 57% – IT Consulting
  • 52% – IT Support
  • 47% – Server- und Netzwerk-Wartung.

Welche Faktoren dabei vertrauensbildend sind, hat die Bitkom Research GmbH jetzt im Auftrag von Hiscox untersucht. Detaillierte Daten finden sich in der Studie „Hiscox IT-Versicherungsindex“. Sie ist als repräsentative Langzeitanalyse angelegt. Im Rahmen der Studie werden jährlich (Haupt-) Abteilungsleiter oder Fachbereichsleiter Informationstechnik (IT), IT-Vorstände, CIOs und Geschäftsführer / CEOs von IT-Dienstleistern bis 499 Mitarbeiter in Deutschland befragt.

Was halten beide Seiten in der Zusammenarbeit für entscheidend? Es zeigt sich:

IT-Dienstleister müssen hohe Sicherheitsbedürfnisse erfüllen.

Die Auftraggeber achten auf Referenzen, bereits bestehende Kundenbeziehungen, Empfehlungen und ausreichenden Versicherungsschutz.

Kein Wunder, denn was die Studie auch zeigt: IT-Dienstleister greifen ihren Auftraggebern an neuralgischen Punkten unter die Arme. Der Auftraggeber muss sich also unbedingt auf den IT-Dienstleister verlassen können. Sonst geht buchstäblich nichts mehr. Dann drohen empfindliche Störungen im Kerngeschäft.

Schließlich werden IT-Spezialisten von außerhalb oft beauftragt, weil des innerhalb der Unternehmen an entsprechenden Ressourcen fehlt. Gründe für die externe Beauftragung von IT-Projekten sind, dass

  • der Auftraggeber selbst kein geeignetes Personal findet (66%)
  • die eigenen Mitarbeiter keine Kapazitäten für das Projekt haben (53%)
  • die interne Expertise beim Auftraggeber fehlt (46%)
  • Verantwortung abgegeben werden soll (41%).

Es darf also nichts schief gehen. Falls doch, muss das Risiko entsprechend abgesichert sein. Schlagen Projekte fehl, sind die Konsequenzen dramatisch.

Dies deckt sich mit dem Selbstbild der IT-Dienstleister. In der Befragung gaben 72% an, dass ihrer Meinung nach ihre Arbeit als IT-Dienstleister maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Auftraggeber habe.

IT-Dienstleister kompensieren häufig Ressourcen-Lücken, die es beim Auftraggeber gibt.

Entsprechend vorsichtig gehen die Unternehmen an die Vergabe von Aufträgen. Was sind die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl? Bevorzugt werden IT-Projekte vergeben, wenn der IT-Dienstleister entsprechende Referenzen vorweisen kann (66%) oder wenn es bereits eine bestehende Geschäftsbeziehung gibt (57%). Das Sicherheitsbedürfnis ist also hoch. Ein vorhandener adäquater Versicherungsschutz des IT-Dienstleisters liegt mit 37% noch vor dem Kriterium „Weiterempfehlung von anderen Auftraggebern“ (35%) sowie „klaren Haftungsregelungen“ (27%). Dies zeigt das ausgeprägte Risikobewusstsein der Auftraggeber.

IT-Dienstleister müssen in 82 Prozent der Fälle Versicherungen nachweisen

Folgerichtig werden viele IT-Dienstleister vor dem Abschluss neuer Projekte nach geeigneten Versicherungen gefragt. Nach Angaben der IT-Dienstleister verlangen aktuell 82% der Auftraggeber den Nachweis einer IT-Betriebshaftpflichtversicherung. Die IT-Berufshaftpflicht folgt mit 72%, Elektronik und Büroinhalt mit 44% und die Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken mit 34%.

Ein ausreichender Versicherungsschutz ist für IT-Dienstleister daher besonders wichtig, um bei der Vergabe von neuen Projekten zum Zug zu kommen.

Darauf stellen sich die IT-Dienstleister auch zunehmend ein:

  • 82% der Dienstleister haben eine IT-Berufshaftpflicht
  • 79% verfügen über eine IT-Betriebshaftpflicht
  • 65% eine Elektronik- und Büroinhaltsversicherung
  • 22% eine Versicherung gegen Cyber- und Datenrisiken.

IT-Dienstleistern sind klare Zielsetzungen und Briefings wichtig

Bezüglich der Faktoren, die Projekte gefährden können, liegt das Augenmerk auf Seiten der IT-Dienstleister auf kommunikativen und prozessualen Problemen.

Nicht eindeutige oder ungenügende Absprachen mit dem Auftraggeber halten 80% für kritisch, gefolgt von Zeitdruck seitens des Auftraggebers (74%), eigener Ressourcenknappheit (66%), fehlendem Wissen über IT-Vorgänge beim Auftraggeber (62%) und einer unsicheren Vertragslage (60%).

Und was wünschen sich IT-Dienstleister von ihren Auftraggebern? Auf der Positivseite gehören zu den Voraussetzungen für einen erfolgreichen Projektablauf aus Sicht der externen IT-ler: klare Zielsetzung (71%), die Bereitschaft, internes Wissen weiterzugeben (66%), ein klares Briefing (48%), zugewiesene Ansprechpartner (43%), realistisches Timing (42%) und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Externen (37%).

Fest steht als Fazit der Studie:

  • Geeignete IT-Dienstleister sind aktuell unerlässlich für die deutsche Wirtschaft, damit die Herausforderungen der Digitalisierung gemeistert werden können.
  • IT-Dienstleister übernehmen immer mehr und immer wichtigere Aufgaben in der deutschen Wirtschaft.
  • Die Unternehmen achten bei der Auswahl ihrer IT-Dienstleister sehr stark auf Sicherheit in Form von Referenzen, bestehenden Kundenbeziehungen und angemessenen Versicherungsschutz.

 

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