Auf der Google Blacklist gelandet?Mit der eigenen Website kann man auf der Blacklist von Google landen! Und das ohne eigenes Zutun. Wenn beim Aufruf der Website eine Warnmeldung erscheint, ist das peinlich und geschäftsschädigend, und leider mit negativen Folgen die Reputation. Was ist passiert, wenn man auf einer Blacklist gelandet ist? Eine Möglichkeit: Ihre Website wurde Angriffsziel eines Hackers.

Google bemerkt dies und warnt beim Aufruf via Google-Suche, weil sonst beispielsweise schädlicher Code verbreitet werden würde.

Sowohl der Browser Chrome als auch Firefox warnen beim Aufruf möglicherweise schädlicher Websites. Das soll Nutzer vor Seiten schützen, die etwa wegen schädlicher Software oder Phishing aufgefallen sind. Diese zugrunde liegenden Listen werden alle 30 Minuten automatisch aktualisiert. In der Standardeinstellung ist die Schutzfunktion aktiviert. Den Nutzern wird empfohlen, an dieser Einstellung nichts zu ändern.

Blacklist-Warnmeldungen

Es gibt unterschiedliche Meldungen, die allesamt bedeuten: „Besuchen Sie diese Website nicht.“

  • „Malware auf nachfolgender Website: Die Website, die Sie aufrufen möchten, installiert möglicherweise schädliche Software, als Malware bezeichnet, auf Ihrem Computer.“
  • „Bei der aufgerufenen Website besteht Phishing-Verdacht: Die Website, die Sie aufrufen möchten, steht unter Verdacht, eine Phishingwebsite zu sein.“
  • „Die Website, die Sie aufrufen möchten, enthält schädliche Programme: Die Website, die Sie aufrufen möchten, fordert Sie möglicherweise zur Installation von Programmen auf, die beim Surfen im Internet Probleme verursachen können.“

Doch was ist zu tun, wenn Sie Opfer eines Hackers geworden sind und Ihre eigene Website solch eine Meldung anzeigt?

Admins von verseuchten Webseiten werden über die Hacks informiert, wenn sie beispielsweise ihre Website in den „Google Webmaster Tools“, die jetzt „Search Console“ heißt, angemeldet haben. Dann ist schnelles Handeln angesagt, sobald Sie die Information erhalten, dass Sie einem Hack aufgesessen sind.

Wie kommt man wieder von der Blacklist herunter?

Indem man die „Störung“ behebt. Anschließend kann man via Google Search Console die Entfernung der Warnmeldung beantragen – doch das kann dauern.

Im ersten Schritt stellt sich jedoch die Frage: Wie findet man den Hack, wie spürt man den Schadcode auf? Bei einigen Hacks findet man die Antwort sehr schnell, andere Hacks sind sehr gut versteckt. Wer es erstmal selbst probieren möchte, kann sich den Artikel Security für Corporate Blogs – Erste Hilfe und Sicherheitsmaßnahmen durchlesen. Google bietet auch einen „Troubleshooter“ an und stellt Informationen zur Fehlerbehebung für gehackte Websites zur Verfügung.

Wer sich selber nicht helfen kann, braucht nun einen Experten an seiner Seite. Sollten Sie eine Cyberversicherung abgeschlossen haben, erhalten Sie dort Informationen und sofort Hilfe.

Hiscox gehört zu den ersten Anbietern für Versicherungslösungen gegen Cyber Risks, Hackerangriffe und Datenverluste. Die Cyber-Versicherung bietet Ihrem Unternehmen umfangreichen Schutz vor finanziellen Verlusten durch Hackerangriffe und Datenverluste. Hiscox übernimmt dabei nicht nur Fremd-, sondern auch Eigenschäden.

Wie kann man Hackerangriffe und damit das Erscheinen auf einer Blacklist verhindern?

Halten Sie die Software auf Ihrer Website aktuell. Damit meine ich die Installation an sich und sämtliche Plugins oder Extensions. Viele Einfallstore sind nur vorhanden, weil keine Updates eingepflegt wurden. Ein aktuelles Beispiel finden Sie im Beitrag Magento: Veraltete Onlineshop Software macht Hacking möglich. Sorgen Sie zudem für serverseitige Sicherheit durch eine Firewall und weitere Maßnahmen. Für das verbreitete Content Management WordPress haben wir viele Sicherheitstipps zusammengestellt.

Ganz verhindern lassen sich Hackerangriffe nicht. Denn es gibt den Zeitraum zwischen dem Entdecken und dem Beseitigen einer Sicherheitslücke mittels Update. Darum ist eine zeitnahe Aktualisierung der Software umso wichtiger. Denn wenn die Sicherheitslücke erstmal bekannt geworden ist, werden viele Hacker ihr Handwerkszeug auspacken und loslegen – auf der Suche nach ungepflegten Installationen.

Hacking wird immer schlimmer

Google hat berichtet, dass (im Vergleich 2015 zu 2016) die Anzahl der Websites, die Hackerangriffen zum Opfer gefallen sind, um 32% gestiegen ist. Erwartungsgemäß wird die Zahl weiter steigen. Das heißt für uns, dass wir noch sorgfältiger abschätzen müssen, was geschäftlich passiert, sollte unsere Website durch einen Hackerangriff nicht verfügbar sein. Umsatzeinbußen, Reputationsschäden und vieles mehr – wie wertvoll ist Ihre Website? Schützen Sie sie und Ihr Unternehmen bitte besonders gut – eine Cyber-Versicherung hilft dabei!

 

Nicole Y. JodeleitAutorin dieses Beitrags:

Nicole Y. Jodeleit ist Freiberuflerin für Online-Kommunikation und schreibt auf verschiedenen Corporate Blogs über unterschiedliche Themen. Auf dem eigenen Blog Auto-Diva hat sie ihr Interesse für Autos und Technik zur Passion gemacht.