Was haben Grafikdesigner und Programmierer gemeinsam? Die Antwort lautet: viel und doch wenig. So verwirrend das im ersten Moment klingen mag, trifft es doch eine spezielle Problematik ziemlich genau auf den Punkt. Viele Freiberufler und Selbständige sind Einzelkämpfer. Das heißt, sie sind oftmals Kreativer, Dienstleister, Buchhalter, Vertriebler und Kundenbetreuer in einer Person. Wenn Angestellte längst Feierabend machen, geht es für Selbständige mit vielen organisatorischen Aufgaben weiter: Rechnungen müssen geschrieben, neue Kunden akquiriert und Bürobedarf organsiert werden. Keine Frage, es hat auch viele Vorteile, selbstbestimmt und frei arbeiten zu können – sonst würden sich nicht so viele freiwillig für diesen Weg entscheiden. Der Punkt ist aber vielmehr, dass Freie und Selbständige oft 200 Prozent und mehr geben müssen – vor allem dann, wenn Aufträge zeitkritisch sind oder besonders viele Kunden gleichzeitig ihre Dienste eigentlich schon gestern gebraucht hätten. Jeder Selbständige und Freiberufler kennt dieses Szenario und weiß genau, dass sich sein Job aus den Worten selbst und ständig ableitet.

Und genau in solchen Momenten passieren auch mal Fehler – womit wir bei den eigentlich wenigen Gemeinsamkeiten der unzähligen freien Berufsgruppen wären. Denn wenn tatsächlich mal etwas schief läuft, können die Folgen ganz individuelle Ausmaße und auch Dimensionen annehmen.

Oder nehmen Sie einen Grafikdesigner als Beispiel: Wenn in Deutschland etwas kompliziert ist, dann sind es wohl Bild- und Urheberrechte. Ein Bild, das in einer Printbroschüre mit definierter Auflage noch funktioniert, kann im World Wide Web schon eine Verletzung darstellen. Das Interessante dabei: Abmahnungen können von überall erfolgen, es muss nicht der Fotograf oder die Person auf dem Bild sein, die eine Verletzung der Rechte geltend macht. Die Schadenersatzansprüche hingegen können schnell existenzbedrohend sein.

Über die Risiken eines Programmierers allein beim Thema Datensicherheit müssen wir an dieser Stelle wohl kaum sprechen. Eines wird aber deutlich: Während sich die Grundbedürfnisse von Freiberuflern und Selbständigen sehr ähneln, sind die Risiken innerhalb der zahlreichen Berufsfelder und Branchen doch sehr speziell und vor allem individuell. Deshalb ist es auch so wichtig, die eigenen Arbeiten und Dienstleistungen nicht nur grundsätzlich mit einer Berufshaftpflicht abzusichern, sondern diese Absicherung auch mit einem branchenspezifischen Schutz zu versehen. Denn Fehler mit verheerenden Auswirkungen schleichen sich schneller ein, als einem lieb ist. Lehrreich sind sie sicher auch allemal. Wichtig ist aber, dass mit einem einzigen Fehler nicht plötzlich eine komplette Existenz vor dem Aus steht. Und nur, wenn ein Versicherer die speziellen Risiken meiner Berufsgruppe auch kennt, kann er mir einen individuellen, maßgeschneiderten Schutz anbieten – ganz so, wie es meinen Bedürfnissen entspricht und vielleicht sogar mit Bausteinen für Eventualitäten, an die ich noch gar nicht gedacht habe.