Corporate Blog Autorin mit DurchblickVerflixt, der Artikel für das Corporate Blog muss heute noch fertig werden. Die Deadline ist in ein paar Stunden und es ist noch nicht eine Zeile geschrieben. Das Thema ist schon klar, aber nun fehlen noch Informationen, weiterführende Links, Illustrationen und Fotos. Corporate Blogging ist gar nicht mal so einfach. Einfach – technisch gesehen – nur ein Blog zu haben, genügt nicht. Wenn man geschäftlich bloggen möchte, dann findet das meistens „neben der regulären Arbeit“ statt.

Es klingelt das Telefon, das E-Mail-Programm offen und die E-Mails purzeln nur so ins Postfach. Es läuft ein Browser-Fenster mit Facebook und zusätzlich einem oder gar mehreren Messenger-Tools (WhatsApp, Slack und Facebook Messenger). Meistens sind dann noch weitere Social Networks am Start und es laufen ständig irgendwelche Benachrichtigungen herein. Da kann man durchdrehen. Was tun, wenn tausend Dinge auf einen einprasseln? Hier sind ein paar Ideen, wie man konzentrierter und effektiver für das Corporate Blog arbeiten kann.

Wichtig beim Corporate Blogging ist ein ablenkungsfreies Zeitfenster. Damit man eben nicht durchdreht, sondern konzentriert die Zeit, die man hat, genau dafür verwenden kann. Doch wie kommt man in den Flow, was hilft? Als erstes versuche ich die „Störenfriede“ zu eleminieren. Benachrichtigungen werden abgestellt. Nix brummt, summt oder pingt. Am besten, man schließt die Anwendungen, die einen ablenken. Das Telefon hat Pause. Damit das Setup richtig passt. Dann stimmt auch die Motivation und das Ergebnis.

Der Timetracker hilft bei der Zeiteinteilung fürs Corporate Blog

Corporate Blog Timetracker1140334Interessanterweise leisten viele Menschen besser, wenn sie eine bestimmte Zeitvorgabe oder eine fixe Deadline haben. Wer sich kein Zeitfenster vornimmt, wird eventuell weniger schaffen – da die Störungen den nötigen Workflow ständig unterbrechen. Und Zeit haben wir ja eigentlich nie genug. Allerdings sollte einen das Bloggen auch nicht unnötig stressen. Es ist also eine Typfrage. Ich habe schon mal etwas darüber (in einem anderen Kontext) für Freiberufler geschrieben: Warum ich mir für Zeiterfassung Zeit nehme. Hier sind Tools und Tipps zu finden. Mich motiviert eine (auch selbstgesteckte) Zeitvorgabe – solange sie realistisch ist.

Zurück zum Corporate Blog. Was brauche ich noch?

Ablenkungsfreies Schreiben

Ich öffne also einen Editor meiner Wahl oder benutze direkt WordPress im ablenkungsfreien Modus. Dort gibt es einen Umschalter, ein unscheinbares Zeichen mit vier Pfeilen, das sich unter den Reitern „Visuell“ und „Text“ befindet. Geklickt! Damit konzentriere ich mich besser auf das Eigentliche. Wenn ich schon Ideen habe, was ich schreiben möchte, dann bremse ich mich nicht, sondern schreibe schon ein paar Sätze oder sogar Absätze einfach ungeordnet in den Editor. Weitere Tipps zum ablenkungsfreien Editor, der Schreibmotivation durch Farbe, Wörterzählen und einer Lesezeitanzeige gibt es bei Sven Lennartz: Entspannter Texten & Schreiben mit den richtigen WordPress Plugins.

Wichtig für mich ist dabei, dass ich mich erstmal nicht aufhalten lasse. Es darf, es soll sogar sprudeln. Es wird nicht Korrektur gelesen, Tippfehler werden nur beim sofortigen Bemerken ausgebessert – und die Grammatik sowie den Satzbau schau ich mir erst später an und korrigiere. Daher konzentriere ich mich auch erstmal nicht auf eines der schwierigsten Sachen bei einem Artikel …

Die Überschrift beziehungsweise Titelfindung

Es gibt natürlich einen Arbeitstitel, den tippe ich schon mal ein. Das beruhigt sogar ein bisschen, denn so hat man den „Leere-Blatt-Effekt“ vermieden. Aber den eigentlichen Titel suche ich erst zum Schluss. Warum sollte ich mich auch vorher festlegen? Wenn ich die 50 besten Tools ankündige und finde dann nur 15? Macht nichts. Beim Titel sollte man nämlich nicht zu viel versprechen und nicht zu wenig (ein-)halten. Der Blogger „Schreibsuchti“ Walter hat ein paar Tipps: Das wichtigste Prinzip, um großartige Überschriften zu schreiben – ohne unnötig zu hypen.

Corporate Blog: Titel Generator
Eher spaßig zu sehen, ein Blog-Titel-Generator

Übrigens ist von Titel-Generatoren grundsätzlich erstmal abzuraten. Zur gelegentlichen Inspiration ist natürlich alles erlaubt. Ein lustiges, nicht ganz ernstzunehmendes Beispiel findet sich hier: Blogtitel-Generator. Am besten ist jedoch die Selbstreflektion. Was würde mich interessieren, wo würde ich selber weiterlesen? Notieren Sie sich gute Überschriften, bei denen Sie nicht überlegt haben, ob Sie klicken, sondern geklickt haben. Notizen sind ganz wichtig beim Bloggen! Schnell ist eine Idee wieder weg, die Formulierung fällt einem nicht mehr ein und der Link ist nicht mehr auffindbar. Was tun?

Inspirationsquellen und Notizen

Wo ist denn dieser gute Artikel geblieben, der mich so inspiriert hat? Wo habe ich den Introtext hingeschrieben, der mir unterwegs im Café eingefallen ist? Organisation ist alles. Am besten, man nutzt Tools mit Synchronisierung zwischen unterschiedlichen Devices. Wenn ich eine Smartphone App installiert habe und mir die Inhalte dennoch auf dem Arbeitsrechner abrufen kann – oder umgekehrt. Es gibt viele Systeme, angefangen bei Google Drive (Docs, Tabellen) bis hin zu Lesezeichen-Tools wie Evernote oder komplett digitale Notizbücher in denen man sogar zeichnen kann – wie One Note von Microsoft. Das sind momentan meine Favoriten.

Weitere Tipps fürs Corporate Blog

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Lesbarkeit
    Achten Sie auf eine ausgewogene Optimierung. Schreiben Sie auf jeden Fall für die Leser und nicht für eine Maschine. Wenn Sie SEO-Plugins in Ihrem Blog nutzen, dann kann das sehr hilfreich sein. Einen weiteren Tipp habe ich noch: Das WDF*IDF-Tool, testen Sie es mal aus! Spannend ist vor allem die Möglichkeit, dass diese Analyse den Textern nicht nur verrät, wie sie einen Text am besten optimieren, sondern auch, welche Wörter möglicherweise im eigenen Text noch fehlen, um das beste Ergebnis zu liefern. Einen weiterführenden Artikel gibt es bei T3N: SEO-Plugins für WordPress.
  • Bilder, Fotos, Videos
    Es gibt viele Bilderdatenbanken. Besser ist es natürlich, man setzt eigene Fotos ein. Sind keine passenden Bilder vorhanden, dann bitte die Illustrationen mit Bedacht auswählen. Auch wenn es Zeit kostet, prüfen Sie die Lizenzen vorab. Was genau dürfen Sie mit den Fotos machen, welche Angaben zur Quelle sind nötig?Sichern Sie sich mit einer Berufshaftpflichtversicherung ab, eine Verletzung von Schutz- und Urheberrechten ist schnell passiert. Hier noch ein paar Links zu Bilddatenbanken, die etwas ausgefallener sind: StockSnap.ioPexels, Refe sowie Life of Pix und Life of Vids. Gerade der letzte Link hat mich inspiriert.Warum nicht auch mal Video ohne Ton als Eyecatcher einbinden? Passt besonders gut, wenn man keinen Slider möchte und dennoch Bewegung zeigen möchte. Bitte nur als besonderes Stilelement nehmen, denn so etwas nutzt sich schneller ab, als man denkt.

Pavement View from LIFEOFVIDS on Vimeo

Wie gesagt, noch besser: Einfach das Smartphone selber in die Hand nehmen und Fotos und Videos erstellen. Bitte achten Sie dabei auf die Rechte am Bild/Bewegtbild von Personen, Autokennzeichen und so weiter. Das ist hier schlau gelöst, denn die Unschärfe verhindert, dass man die Autokennzeichen erkennt und zudem sind keine Personen deutlich erkennbar!

Charts fürs Corporate Blog
Modifizierte Vorlage von Piktochart als Beispiel
  • Kostenlose Onlinegrafik-Tools
    Hübschen Sie Ihre Texte auf. Besonders, wenn Sie etwas trockenere Themen haben oder mit viel Zahlenmaterial umgehen. Testen Sie die folgenden Tools zur Onlinegrafik-Erstellung im Browser mal aus: CanvaPabloGetstencil oder Piktochart. Einen weiteren Geheimtipp für etwas fortgeschrittenere Bildbearbeiter habe ich außerdem: Bestimmte Downloads sind für je eine Woche frei verfügbar von Creativemarket. Ich setze mir jeden Montag einen Reminder und schaue nach, was es Neues gibt. Grafiken, Schriften, Hintergründe, PowerPoint-Vorlagen und vieles mehr. Inspiration kann nie schaden!

Weitere Linktipps zum Thema Corporate Blog:

Welche Tipps fürs Corporate Blog gibt es noch? Ich freue mich über Ihren Kommentar!

 

Nicole Y. JodeleitAutorin dieses Beitrags:

Nicole Y. Jodeleit ist Freiberuflerin für Online-Kommunikation, Blogger Relations und schreibt auf verschiedenen Corporate Blogs über unterschiedliche Themen. Auf dem eigenen Blog Auto-Diva hat sie ihr Interesse für Autos und Technik zur Passion gemacht.