Die CeBIT in Hannover ist längst dafür bekannt, dass sie sich nicht mehr ausschließlich mit der neuesten Hardware beschäftigt. Die „Digitale Transformation“ ist Thema. Schlagworte wie Big Data and Analytics, Cloud und Mobile, IoT und Social Business sind angesagt.

Besonders interessant, was die Politik dazu sagt, wie sie sich positioniert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die „Digitale Strategie 2025“ vorgestellt. Diese wird übertitelt mit „10 Schritte in die Zukunft“.

  1. Gigabit-Glasfasernetz
  2. Neue Gründerzeit (Startup-Förderung)
  3. Klarer Ordnungsrahmen (Entwicklung eines Digitalgesetzbuches für Haftungsregeln und Urheberrechte ebenso wie für fairen Wettbewerb zwischen allen digitalen Geschäftsmodellen)
  4. Vernetzt und effizient (Digitalisierung in den Bereichen Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und öffentliche Verwaltung)
  5. Datensicherheit und Datensouveränität (Bürger und Unternehmen)
  6. Modelle für den Mittelstand (Förderung der KMU, des Handwerks und der Dienstleistungsbranche bei der digitalen Transformation)
  7. Standort Deutschland 4.0 (Unterstützung des industriellen Mittelstands für eigene Digitalisierungsstrategien und neue Geschäftsmodelle)
  8. Forschung und Entwicklung (Förderung z. B. von Rapid Prototyping, Smart-Home, Service-Robotik, Cloud-Computing)
  9. Digitale Bildung (in allen Lebensphasen, beruflich und im Privatleben)
  10. Digitalagentur (Verbraucherschutz und Aufbau von Digitalisierungskompetenz in ökonomischer, rechtlicher und technischer Dimension für Politik, Wirtschaft und Verbraucher)

 

Digitalisierung und Cybersicherheit

Wenn man sich die Punkte anschaut, könnte man in die Hände klatschen, vor Freude. Das klingt doch erstmal nach sehr viel Zukunftsmusik und Fortschritt. Wo viel Licht, da werfen allerdings auch weitere Schritte ihre Schatten.

Die Digitalisierung muss kommen. Ganz klarer Fall. Meinetwegen hätte sie auch schon viel früher gefördert werden sollen. Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben – und das weltweit. Denn die Digitalisierung macht vieles möglich. Ein konstruiertes Beispiel zeigt, worauf ich hinaus möchte.

Beispiel Digitalisierung KMU

Die Dienstleistungsbrache hat viele Möglichkeiten, Prozesse zu digitalisieren. Das spart viel Zeit und Geld ein. Nehmen wir an, ein Dienstleister digitalisiert einen Prozess, in dem viele sensible Kundendaten enthalten sind. Das können Daten sein, die dem Datenschutzgesetz sowieso schon unterliegen. Es könnten auch weitere Daten sein, die unternehmenskritisch sind. Da kann man sich einige Szenarien ausmalen, was mit den Daten passieren könnte, wenn sie in falsche Hände geraten.

Schutz vor Cyberkriminalität in Unternehmen und bei Selbstständigen

Startup CyberversicherungBei den Diskussionen steht selbstverständlich auch die IT-Sicherheit im Fokus. Nachdem einige Firmen und auch Einzelpersonen Bekanntschaft mit dem Krypto-Trojaner Locky gemacht haben, ist man wohl sensibilisiert.

Besonders herausgreifen möchte ich die Punkte Startups (2.) sowie das Digitalgesetzbuch (3.) und die Modelle für den Mittelstand (6.). Hier sehe ich ein hohes Risiko-Potential bei der fortschreitenden Digitalisierung. Sicherheit kostet Geld, ist gegebenenfalls sogar ein Hemmschuh bei der Digitalen Transformation. Das sollte aber nicht sein. Vor allen Dingen nicht, dass durch Eintritt von Schadenfällen ein Unternehmen wieder von der Bildfläche verschwinden muss, weil es die (monetären) Konsequenzen nicht tragen kann. Die Absicherung durch eine Cyber-Versicherung ist demnach ein Muss.

Unterstützt wird diese Aussage durch ein Zitat aus der Digitalen Strategie 2025 (PDF, Seite 33, 5. Die Datensicherheit stärken und Datensouveränität entwickeln):

Laut aktuellem Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für 2015 ist die Gefährdungslage der IT-Sicherheit in vielen Bereichen als hoch zu bewerten. Nach Angaben des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) sind gut die Hälfte (51 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Cyberkriminalität geworden. Mittelständische Unternehmen sind mit 61 Prozent besonders stark von Spionage- oder Sabotageakten betroffen (Umfrage 2015). Der jährliche Schaden für die deutsche Wirtschaft wird dabei auf rund 51 Milliarden Euro geschätzt.

Wichtige Informationen über die Cyber-Versicherung

Für wen ist der Abschluss einer Cyber-Versicherung sinnvoll?
Die Cyberversicherung ist wichtig für jedes Unternehmen, das von besonders vielen, vertraulichen oder ständig verfügbaren Daten abhängig ist. Das können eigene Daten oder die Daten von Vertragspartnern sein. Neben besonders großen Unternehmen kann auch jeder Freelancer und jedes kleine und mittelständische Unternehmen gleichermaßen von Cyberkriminalität betroffen sein wie die großen und bekannten Namen.

Weitere Beispiele und mehr Information findet man hier: Cyber-Versicherung.

Der nächste Nationale IT-Gipfel der Bundesregierung wird am 16./17. November 2016 in Saarbrücken stattfinden. Wir werden weiter verfolgen, was sich tun wird.

 

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Nicole Y. JodeleitAutorin dieses Beitrags:

Nicole Y. Jodeleit ist Freiberuflerin für Online-Kommunikation und schreibt auf verschiedenen Corporate Blogs über unterschiedliche Themen. Auf dem eigenen Blog Auto-Diva hat sie ihr Interesse für Autos und Technik zur Passion gemacht.