Vorträge erfolgreicher Unternehmer, spannende Gründerstorys und Kontakt zu Investoren – das alles bietet am 24. Juni 2016 die EU-Startups Conference in Berlin. Hiscox hatte als Sponsor ein Ticket verlost, und der Andrang war groß.

Was unser Gewinner, Johannes Pfeiffer, in das Teilnahmeformular eingetragen hatte, ließ uns aufhorchen:

„Ich bin Gründer eines Startups, welches heute online geht (www.befelix.com) und ich würde am liebsten der ganzen Welt davon erzählen. Auf der Konferenz werden ultra-interessante Personen anwesend sein, die ich gerne alle kennenlernen würde. Ich würde mich über das Ticket sehr freuen und auch einfach einen Salto machen wenn es soweit ist.“

Angesichts solch hochmotivierter Zeilen möchten wir natürlich wissen, um was es bei dem Startup, das Johannes gegründet hat, geht, und haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Frage: Johannes, du beschreibst deine Startup-Idee als „Navigationssystem für Unternehmer“. Was kann man sich darunter vorstellen?

Johannes Pfeiffer: Die Nutzer von beFelix sollen personalisierte Suchprofile anlegen können. Die von der App gelieferten Informationen sollen den Nutzer dann auf der Suche nach Weiterentwicklung und geschäftlichem Erfolg unterstützen.

Wie seid ihr zu dem Schluss gekommen, dass Unternehmer eine solche App brauchen?

Johannes Pfeiffer: Die Idee basiert auf eigener Erfahrung. Am Ende des Studiums fragt man sich: Gründungsidee verfolgen oder lieber einen sicheren Job finden? Und falls man gründet – was braucht man am dringendsten für ein erfolgreiches Startup? Wir glauben, dass ein Startup nur erfolgreich werden kann, wenn man zur richtigen Zeit mit den richtigen Informationen und Personen in Verbindung kommt. Wir erinnern uns nur zu gut an die berühmten Worte des Gordon Gekko, gespielt von Michael Douglas, im Kultfilm „Wall Street“. Er sagte: „Der wichtigste Gebrauchsgegenstand, den ich kenne, ist die Information.“

Ihr glaubt also, dass Erfolg oder Scheitern primär von Informationsfluss und Networking abhängen?

beFelix: So sieht die App aus

Johannes Pfeiffer: So ist es. Denn nur so kann man flexibel agieren. Will man wissen, warum Startups scheitern, wirft man am besten einen Blick auf eine von CBS Insights 2014 erhobene Datenauswertung, die ein Ranking jener Gründe angibt, wegen derer ein Startup scheitert. Dass alle dort genannten Gründe zusammengenommen über die 100%-Marke hinausgehen, liegt daran, dass die Teilnehmer der Umfrage mehr als eine Ursache ihres Scheiterns nennen durften. Das ist verständlich, schließlich ist ein Unternehmen vor allem in seiner Startphase komplexen und vielschichtigen Problemen ausgesetzt. Im Umkehrschluss heißt das jedoch auch, dass es wenig erfolgversprechend ist, sich nur gegen einzelne potentielle Gefahren zu wappnen. Will man mit dem eigenen Startup erfolgreich sein, ist daher ein strategisches Vorgehen nötig. Oft wird die These hereingeworfen, dass viele aufstrebende Startups letztendlich an einem fehlenden „Winners-Konzept“ scheitern. Dietmar Grichnik warnt allerdings in einem Interview mit der Wirtschaftswoche Gründer davor, einem allzu starren Businessplan aufzusitzen. Der kann nämlich dazu führen, dass man an festgefahrenen Überzeugungen festhält, die marktgegebene Realität aber verkennt. Der wahre Schwachpunkt ist demnach nicht das fehlende Konzept allein, vielmehr liegt die Krux darin, mit einem flexiblen Konzept zu agieren. Flexibilität ist in diesem Zusammenhang allerdings selbst von diversen Faktoren abhängig. Unter anderem bedeutet Flexibilität, sich der Schnelllebigkeit heutiger Nachrichtenkanäle anzupassen. Für ein erfolgreiches Startup ist es essentiell, relevante Inhalte sowohl aus dem Netz als auch aus analogen Quellen zeitnah zu beziehen.

Und das leistet eure neue App?

Johannes Pfeiffer: Ja, darum geht es. beFelix bündelt und präsentiert für den Nutzer Inhalte, die über einen lernenden Algorithmus an die Interessen angepasst werden. Damit können wir schnellstmöglichen Zugang zu wertvollen Inhalten bieten.

Welche Inhalte sind das?

Johannes Pfeiffer: Die App liefert News-Content aus dem Netz, aber auch Infos zu speziellen Events, Projekten oder Tutorials.

Geht es bei beFelix auch um Kommunikation oder liefert die App nur News, Daten und Fakten?

Johannes Pfeiffer: Auf beFelix ist es möglich, sich mit einem persönlichen Portfolio vorzustellen. Man kann quasi eine Art virtuelle Visitenkarte anlegen. Die App soll eine Plattform sein, über die man Kontakte zu verschiedenen Personen mit verschiedenen Skillsets aufbauen kann.

Wenn du beschreiben solltest, warum man beFelix nutzen sollte, dann würdest du sagen…?

Johannes Pfeiffer: Flexibilität und ein flexibles Konzept sind keine Selbstläufer, sie sind das Produkt von großem Energieaufwand, Motivation und Leidenschaft. Der zeitsparende Zugang zu relevanten Informationen, kompetenten Fachkräften, Erfahrungsaustausch und neuen Perspektiven ist Voraussetzung für kontinuierliche Flexibilität. beFelix bietet ein Instrumentarium dafür.

Wir danken Johannes Pfeiffer für das Interview und wünschen viel Erfolg auf der EU-Startups Conference 2016!

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Bernhard JodeleitAutor dieses Beitrags:

Bernhard Jodeleit berät Unternehmen in Sachen Digitalstrategie, Content Marketing und Krisenkommunikation.