Sie haben sich selbstständig gemacht und Ihre Idee kommt auch gut an? Dennoch bleibt das große Wachstum aus? Die Lösung heißt Franchising / ein Unternehmen im Franchise zu gründen!

Franchising: Wege, Ihr Unternhemen durch Franchise zu vergrössernNatürlich wäre die einfachste Option, sich selbst zu klonen. So könnten Sie ihre Ressourcen besser aufteilen und das Unternehmen selbst vergrößern. Leider ist die Wissenschaft noch sehr weit davon entfernt, diese Vorstellung wahr werden zu lassen. Eine bessere Alternative ist wohl das Klonen von Geschäftsidee und Businessplan durch Franchising. Denn: Das Prinzip Franchise ist eine der besten Möglichkeiten, Unternehmen zu schnellem Wachstum zu verhelfen.

Was ist Franchise / was ist Franchising?

Franchising ist ein „auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem mit dem Ziel der Verkaufsförderung“ (Deutscher Franchising Verband e.V., 2015). So bekommt ein Partner das Recht eingeräumt, Produkte oder Dienstleistungen unter dem Unternehmensnamen zu betreiben. Im Gegenzug zahlt er dem Franchisegeber Eintritts- und Franchisegebühren. Dieses Geschäftsmodell wird Franchise genannt.

Varianten des Franchisings

Es gibt zwei Arten von Franchise-Geschäftsmodellen:

  • Das Waren- und Produktfranchising, bei dem der Franchisegeber die Rechte am Firmennamen behält und lediglich die Rechte an deren Nutzung an den Franchisenehmer verkauft.
  • Das Franchise Business Model ist eine Methode zur Vermarktung eines Geschäftskonzepts durch die Lizenzvergabe an Geschäftspartner. Der Franchisegeber stellt seinen Franchisenehmern einen kompletten Geschäftsplan für Management und Organisation zur Verfügung. Durch kontinuierliche Betreuung und Erfahrungsaustausch gilt das Model als erfolgversprechend.

Franchise-Tipps für Ihr Unternehmen

Lassen Sie sich von einem Franchise-Berater unterstützen

So wie sich Ihr Franchisenehmer von Ihnen fachlich beraten lassen wird, können auch Sie sich Unterstützung von Experten holen. Ein Berater hilft mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und hilft Ihnen dabei, potentielle Franchisenehmer zu finden.

Wählen Sie Ihren Franchisenehmer mit Vorsicht aus

Vergewissern Sie sich, Ihr Franchise nur an Franchisenehmer zu verkaufen, die die gleiche Arbeitsmoral haben wie Sie selbst. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Franchisevertrag so aufgesetzt und strukturiert ist, dass beide Parteien davon profitieren. Nur so können Konflikte vermieden werden.

Fangen Sie klein an

„Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal“ – sagte schon Georg Christoph Lichtenberg, Deutschlands erster Professor für Experimentalphysik. Gehen Sie deshalb Schritt für Schritt vor. Viele Leute assoziieren Franchising mit McDonalds oder Burger King. Doch auch diese beiden Unternehmen sind nicht über Nacht auf 35,000 bzw. 16,000 Standorte gewachsen. Es ist in ratsam, das Franchise Unternehmen erst mit ein oder zwei Standorten zu vergrößern.

Achten Sie auf Einheitlichkeit

Erfolgreiche Franchise Projekte zeigen vor allem, wie wichtig Einheitlichkeit ist. Von der Ausstattung über die Außenkennzeichnung, bis hin zur Marke des Toilettenpapiers sollte jedes Detail der Geschäftsidee identisch an den verschiedenen Standorten umgesetzt sein. Damit steigern Sie nicht nur den Wiedererkennungswert, sondern können auch Qualitätsstandards etablieren.

Versicherungsschutz

Als Franchisegeber sollten sie sicherstellen, dass ihre Franchisenehmer vor jeglichen Risiken geschützt sind, die sie finanziell ruinieren könnten. Einerseits macht hier eine Berufshaftpflichtversicherung Sinn, andererseits auch die Betriebshaftpflichtversicherung.

Franchising ist meist eine Win-Win-Situation für beide Parteien. Die großen Franchiseunternehmen wie TUI/First, McDonald’s, Schülerhilfe oder Kamps kennen die Erfolge der Partnerschaft. Mit viel Vorbereitung und Organisation kann auch ihr Unternehmen vom Prinzip Franchise profitieren.