Dem Startschuss entgegen fiebern, die gleichmäßig brummenden Motoren auf den Straßen hören, den Fahrtwind im Gesicht spüren und mit Gleichgesinnten nach der Ziellinie ins Gespräch kommen: Am 25. September fand die Hamburg Car Classics statt. Für unseren Oldtimer Experten Rainer Peukert eine der letzten Rallyes in diesem Jahr bevor sich die Saison 2021 dem Ende entgegen neigt und die Oldtimer für den wohlverdienten Winterschlaf in die Garage verräumt werden. Was er bei der Rallye erlebt hat und für wen er den Fahrersitz geräumt und auf den Platz des Beifahrers gerutscht ist, lesen Sie hier.

Fahrspaß im Bentley Arnage

Das Highlight der Hamburg Car Classics ist – neben den historischen Fahrzeugen natürlich –  ganz klar die traumhafte Streckenführung quer durch den Norden Deutschlands. Doch bereits die Anreise unseres Oldtimer-Spezialisten Rainer Peukert entpuppte sich als amüsante Ausfahrt. Mit seinem Bentley Arnage machte er sich aus dem Süden Deutschlands auf den Weg gen Norden und sorgte mit dem auf Autobahnen doch recht selten gesehenen Youngtimer für neugierige Blicke.

Bentley Arnage Red Label
Baujahr 2001
6.750 ccm. Abgasturbolader
405 PS bei 4000 Umdrehungen
835 Nm Drehmoment
5.390 mm lang, 1930 breit
Leergewicht 2.520 kg

 

In Hamburg angekommen, wo der Startpunkt der Rallye festgelegt war, räumte Rainer Peukert allerdings den Fahrerplatz und zwar für niemand Geringeren als Rixa, Herzogin von Oldenburg, die Urur-Enkelin des letzten deutschen Kaisers. Doch auch auf dem Beifahrer-Sitz eines historischen Fahrzeugs fühlt sich unser Oldtimer-Spezialist wohl.

Vom alten Land über die Elb-Fähre bis hin zum Sandstrand

Insgesamt gingen 40 Teams an den Start. Mit unter den staunenswerten Fahrzeugen, die die Zuschauer begeisterten, waren zum Beispiel ein Mercedes Benz Cabrio 300S W188 (Baujahr 1952) sowie ein Jaguar XK 140 (Baujahr 1955)! Und schon ging es los: Der Startschuss fiel auf dem Gelände des Museums BallinStadt. Der Hamburger Hafen sowie urbane Teile der Perle des Nordens flogen an den Fenstern des Bentleys vorbei. Dann führte die Streckenführung auf romantischen Straßen durch das „Alte Land“. Dämme, rustikale Bauernhäuser und reife Obstbäume zierten das Bild – bis die Teilnehmer schließlich am Harms Hof Königreich einen Stopp einlegten. Ihre Mission: Insektenhotels und Nistplätze aufstellen – ein Teil der Prüfungen, die die Teilnehmer während der Rallye absolvieren mussten. Und warum nicht gleich das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden?

Schließlich durften Fahrer und Fahrzeuge eine kurze Pause einlegen: Mit der Fähre ging es nach Glücksstadt. Von dort führte die Strecke zum Hungrigen Wolf und über Heide – immer mit dem Ziel, dem bekannten und malerischen St. Peter-Ording, fest vor Augen. Auf dem Weg wurde die Oldtimer-Schar von Schaulustigen bejubelt und begrüßt.

Hätten Sie’s gewusst?

Neben der malerischen Kulisse sorgten während der Rallye Stoppuhr-Prüfungen sowie ein Quizz für Spaß bei den Teilnehmern. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, wie hoch die lichte Höhe (von der Wasseroberfläche bis zur Tragwerksunterkante) der Köhlbrandbrücke ist? Oder was das besondere am Marktplatz in Heide ist?(Wir verraten es Ihnen für die nächste Wer-wird-Millionär-Frage: Die lichte Höhe beträgt 53 m und der Marktplatz in Heide ist tatsächlich der größte Marktplatz Deutschlands!).

Schließlich erreichten die Teilnehmer das Ziel: Den malerischen Ort St. Peter-Ording mit seinem weitläufigen Sandstrand. Bei der Driver’s Night im StrandGut Resort konnten die Oldtimer-Enthusiasten dann den Tag ausklingen lassen. Neben Spaß und Benzingesprächen stand dabei auch das soziale Engagement im Fokus.

Highlights

Besonders gut gefallen hat unserem Oldtimer-Experten der Zwischenstopp an der Festung Grauerort. Denn wie sich herausstellte, waren es die Vorfahren von Rixa von Oldenburg, die dieses Prachtwerk erbauten. Somit entpuppte sich die Rallye als Fahrt auf den Spuren ihrer Verwandtschaft.

Und auch der Halt am Marktplatz in Heide imponierte aufgrund der schieren Größe. „Gerade für mich als Ortsfremden war die Rallye mit den Quizfragen ein echtes Highlight. Denn so konnte ich zum einen die traumhafte Landschaft erkunden und zum anderen viel Neues über den Norden Deutschlands lernen“, erzählt Rainer Peukert.

Classic Cars Blog Autor Rainer Peukert

 

 

„Die Hamburg Car Classic ist ein echter Rallye-Tipp für Einsteiger: Ein facettenreicher und gut ausgeschilderter Streckenverlauf sowie die lustigen Aufgaben laden zum Entspannen und Genießen ein.“

 

 

Übrigens: Wenn Sie noch mehr Impressionen zur Hamburg Car Classics wollen, schauen Sie sich doch das Video von Hamburg 1 Fernsehen an.

Tipps zur Rallye-Wahl

Unsere Berichte der vergangenen Rallyes haben Sie inspiriert und auch Sie möchten an einer Ausfahrt teilnehmen? Dann hat unser Oldtimer-Experte 4 Tipps, die Sie bei der Auswahl der nächsten Rallye beachten sollten, um ungetrübten Fahrspaß zu erleben:

1. Machen Sie sich Gedanken, welche Art von Rallye Sie fahren wollen. Soll der Spaß und der Genuss im Vordergrund stehen? Oder wollen Sie sich anspruchsvollen Prüfungen (z.B. Zeitprüfungen mit Lichtschranken) stellen?

2. Hören Sie sich in Ihrem Freundes-und Bekanntenkreis um. Vielleicht findet sich ja ein Mitfahrer, denn gemeinsam macht das Oldtimer-Fahren einfach mehr Spaß! 

3. Informieren Sie sich über die bevorstehenden Prüfungen während der Rallye – haben Sie das richtige Fahrzeug dafür? Bei Unsicherheiten fragen Sie am besten direkt beim Veranstalter nach.

4. Welche Region möchten Sie erleben? Für den Einstieg kann sich eine Rallye in einer Ihnen bekannten Region empfehlen. Nach und nach lohnt es sich aber in jedem Fall über Ausfahrten auch bislang unbekannte Orte zu erkunden. 

Wussten Sie? Unsere Kunden bewerten die Hiscox Old- und Youngtimer-Versicherung mit 4,6 von 5 Sternen.

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copyright Bilder: Wallocha

Classic Cars Blog Autor Rainer PeukertAutor dieses Beitrags:

Rainer Peukert hat sich schon in jungen Jahren in die Technik und das Design von Oldtimern verliebt – vor allem in die Schätze der Vorkriegszeit. Für Hiscox ist er auf vielen Events der Szene unterwegs!