Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Gerade im Urheberrecht lauern diverse Fallen für Marketing- und Webexperten. Im folgenden finden Sie ein paar Punkte, die Sie als unbedingt wissen sollten.

Verwendung von Bildern für Werbezwecke

Bei der Verwendung von Bildern in Print- und Onlinemedien ist es wichtig, das Urheberrecht zu beachten. So empfehlen wir, die Verwendung von jeglichem Bildmaterial schriftlich abzuklären (Verwendungszweck, Quellenangabe, Modelrelease,…). Ganz egal, wer Ihnen die Bilder zur Verfügung stellt:

  1. Klären Sie mit Fotografen die Abtretung aller Rechte an den Kunden.
  2.  In der Zusammenarbeit mit Bildagenturen sind deren Richtlinien in den AGBs zu finden. Prüfen Sie diese!
  3. Bilder, auf denen Personen abgebildet sind, bedürfen einer Freigabe (Modelrelease). Besonders heikel ist es, wenn Kinder auf dem Foto zu sehen sind, denn die Freigabe kann i.d.R. nur durch beide Elternteile erfolgen.

Urheberrechtlich geschützte Werke

Grundsätzlich sollten Sie keine urheberrechtlich geschützten Werken ohne Freigabe des Urhebers verwenden. Dazu zählen Logos und Schriftzüge, geschützte Design- und Geschmacksmuster, Werbematerial zu Referenzzwecken u.v.m. Geschützt sind z.B. auch alle Werke, die in Zusammenhang mit Events der FIFA stehen (Maskottchen, Logo, Begriffe etc.)

Umfassende Recherchen für Design- und Geschmacksmuster sind unter dpma.de, oami.eu und wipo.int möglich.

Impressumspflicht

Die Impressumspflicht in Deutschland gilt sowohl für alle Webseiten, als auch für gewerblich genutzte Social Media Kanäle. Welche Angaben im Impressum enthalten sein müssen können Sie z.B. hier nachlesen.

Versendung von Newslettern

In Deutschland gibt es einige Vorschriften beim Versand von E-Mails und Newslettern zu beachten. So dürfen z.B. keine E-Mails ohne Einwilligung des Empfängers an Neukunden versendet werden. Der Empfänger muss seine Einwilligung 2x gegeben haben (Double-Opt-in). Dokumentieren Sie diese Einwilligung und auch, woher Sie die Adresse haben.

Lassen Sie sich zu diesem Thema ausführlich aufklären, um kein Risiko einzugehen.

Doch auch bei größter Sorgfalt können Sie eigene Fehler, sowie die von Mitarbeitern und Freelancern nie komplett ausschließen. Gut, wenn man für den Fall der Fälle mit einer Berufshaftpflichtversicherung abgesichert ist. Hiscox betreut Sie im Schadenfall umfassend und professionell.

 

 

Dieser Artikel bietet keine Unternehmens- oder Rechtsberatung. Im Zweifelsfall sollten Sie sich bei rechtlichen Fragen stets von einem Fachanwalt beraten lassen.