Ob Sie erst seit kurzem oder seit Jahren selbstständig sind – es ist eine Zeit mit Erfolgen, aber auch mit der einen oder anderen Sorge. Stellen Sie sich auch die Frage:  Was passiert eigentlich, wenn ich mit oder während meiner Arbeit einen Schaden verursache?

Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht und BerufshaftpflichtMit dieser Unsicherheit drängen sich noch mehr Fragen auf:

  • Was, wenn meine Beratung falsch ist? Oder ich auf meiner Website versehentlich das Urheberrecht eines anderen verletzte?
  • Und was geschieht, wenn ich beim Kunden versehentlich Kaffee in den Server schütte? Oder einen Mitarbeiter so unglücklich anremple, dass er sich verletzt?
  • Bin ich da eigentlich versichert? Schließlich habe ich eine private Haftpflicht. Aber zahlt die dann auch?

Die schlechte Nachricht: leider nein. Eine private Haftpflichtversicherung zahlt nur, wenn Sie privat einen Schaden verursachen. Sind Sie allerdings beruflich unterwegs, dann zahlt sie nicht.

Höchste Zeit daher, sich mit dem Thema Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht auseinander zu setzen!

Vorab: Die Gemeinsamkeiten

Grundsätzlich dient eine berufliche Haftpflichtversicherung dem Schutz gegen Ansprüche Dritter, denen man einen Schaden zugefügt hat oder die behaupten, man hätte ihnen geschadet. Ist dieser Anspruch unberechtigt, hilft einem die Versicherung, die Forderung abzuwehren. Bei begründeten Ansprüchen leistet sie im Rahmen der vereinbarten Deckungssumme.

Für einige Berufsgruppen ist die Berufs- / Betriebshaftpflichtversicherung sogar Pflicht. Beispiele dafür sind u.a. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Hausverwalter. Auch für Menschen mit verantwortungsvollen Berufen, wie z.B. IT-Dienstleister, Unternemensberater, Berufsbetreuer, Therapeuten oder Fitnesstrainer, ist die Absicherung für ihre Risiken absolut empfehlenswert.

Ebenfalls gut zu wissen: Manche Auftragnehmer – größere Unternehmen etwa – verlangen auch von anderen Dienstleistern oder Beratern den Nachweis einer Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherung. Nicht abwegig – denn berät ein Freiberufler einen Kunden falsch, können daraus entstehende Schäden schwindelerregende Höhen erreichen.

Wichtig: Die Unterschiede

Im Unterschied zur Berufshaftpflicht hat die Betriebshaftpflicht einen anderen Zweck. Das kann bei der Suche nach der richtigen Versicherung irritieren. Obwohl die beiden Begriffe so ähnlich klingen – die Betriebshaftpflicht deckt völlig andere Risiken ab als die Berufshaftpflicht:

Versicherte Risiken der Berufshaftpflicht versus Betriebshaftpflicht


Die „klassische“ Berufshaftpflicht springt ein, wenn Sie durch Ihre berufliche Tätigkeit einem anderen einen Vermögensschaden zugefügt haben. Sie wird daher auch als Vermögensschadenhaftpflicht bezeichnet.
Beispiele:

  • Einer Ihrer Mitarbeiter wird krank und Sie können eine wichtige Projektfrist nicht einhalten.
  • Sie verstoßen versehentlich gegen Urheber, Marken- oder Lizenzrechte.
  • Sie machen einen Fehler bei der Recherche oder Beratung und Ihr Kunde erleidet dadurch einen finanziellen Schaden.

Weitere häufig vorkommende Fehler:

  • Beratungsfehler, Bewertungsfehler, Analysefehler
  • Schätzfehler,  Rechenfehler, Messfehler
  • Verlust
  • Instruktionsfehler

Die „klassische“ Betriebshaftpflicht greift bei einem Personen- oder Sachschaden. Auch daraus resultierende Vermögenschäden sind versichert.
Beispiele:

  • Ihr Kunde stürzt über Ihr ungeschickt gelegtes Ladekabel.
  • Sie verschütten Ihren Kaffee über den Laptop Ihres Kunden – das Gerät geht kaputt.
  • Sie verlieren den Schlüssel zum Büro Ihres Kunden. Die Schließanlage muss ausgetauscht werden.

Wenn Sie also vor der Qual der Wahl Berufshaftpflicht oder Betriebshaftpflicht stehen:

Beantworten Sie für sich die Frage: Laufen Sie Gefahr, dass Sie bei einer Ihrer Tätigkeiten einen Vermögensschaden bei jemand anderem verursachen? Dann ist die Berufshaftpflicht Ihre Wahl.

Besteht für Sie (auch) das Risiko, einen Personen- oder Sachschaden zu verursachen? Dann ist eine Betriebshaftpflicht sinnvoll.

Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht bei Hiscox

Da die Begriffe und der Unterschied zwischen Betriebshaftpflicht und Berufshaftpflicht häufig zu Verwirrung führen, sind die Hiscox Versicherungsbedingungen transparent und möglichst kurz gefasst. Um die Komplexität zu reduzieren, listen wir auch konkret die Ausschlüsse auf – damit Sie wissen, wofür die Versicherung nicht aufkommt. Hier ein Auszug:

  • Ansprüche wegen wissentlicher Pflichtverletzung
  • Ansprüche, die sich aus Geldstrafen, Bußen oder Entschädigungen mit Strafcharakter ergeben

Für Ihre Suche nach Ihrer passenden Lösung empfehlen wir: Suchen Sie nach einer Versicherung, die maßgeschneidert für Ihre Branche oder Berufsgruppe ist.

Wählen Sie Ihre Branche oder Berufsgruppe aus. Sie gelangen direkt zur passenden Versicherung, die Sie flexibel konfigurieren können – auf Wunsch können Sie die Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht einfach kombinieren. Bei der Kombination von beiden sparen Sie sogar.

Haben Sie sich zum Beispiel Ihr buntes Berufsbild unter den Bereich „Marketing“ sortiert, umfasst der Versicherungsschutz ganz offen definiert insbesondere Ihr kreatives Veröffentlichungs- und Dienstleistungsrisiko. So brauchen Sie sich auch keine Sorgen mehr machen, dass Sie wegen einer Verletzung von Schutz- oder Urheberrechten abgemahnt werden oder einen Fehler bei einer Print- oder Online-Werbekampagne machen.