Auch wenn Sie denken, Sie brauchen jeden Auftrag – es gibt verschiedene Gründe,  warum ein Auftrag oder ein Kunden besser nicht angenommen werden sollte.

Der Auftrag rentiert sich finanziell nicht

Wenn der potentieller Auftraggeber einen zu niedrigen Stundensatz oder Festpreis anbietet, sollten Sie gut darüber nachdenken. Denn nachträglich lassen sich die Preise nur schwer anheben. Die Zeit in der Sie diesen Auftrag bearbeiten, könnten Sie besser investieren.

Ihnen fehlt das Know How

Sie haben für einen Auftrag nicht das nötige Fachwissen oder Können? Dann sagen Sie das. Der Kunde wird Ihre Ehrlichkeit schätzen. Denn es bringt weder dem Kunden noch Ihrem Image etwas, wenn Sie den Auftrag nicht zufriedenstellend erfüllen können. Vielleicht haben Sie jemanden in Ihrem Netzwerk, den Sie empfehlen können? So bleiben Sie dem Auftraggeber positiv im Gedächtnis.

Sie arbeiten für die Konkurrenz

Haben Sie Aufträge von einem direkten Wettbewerber? Je nach Branche und Tätigkeit sollten Sie die neue Anfrage mit Ihrem bestehenden Kunden klären. Die Entscheidung liegt bei Ihnen, welcher Auftrag Ihnen wichtiger ist. Aber sprechen Sie offen mit beiden Seiten.

Sie haben ein schlechtes Gefühl

Ist Ihnen der Auftraggeber unsympathisch? Oder läuft die Anfrage einfach nicht rund? Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, denn nonverbale Signale lassen sich nicht immer rational erklären. Für eine gute Zusammenarbeit sollte auch die Chemie und das Vertrauen stimmen.

Schlecht für Ihr Image oder Ihr Gewissen

Es gibt Produkte oder Unternehmen, die sich negativ auf Ihr Image auswirken können. Arbeiten Sie z.B. für eine Tierschutzorganisation und zeitgleich für ein Unternehmen, dass gegen deren Grundsätze verstößt, machen Sie sich unglaubwürdig. Vielleicht passt das Produkt des Kunden aber auch nicht zu Ihrer persönlichen Einstellung? Eine stark politische Ausrichtung eines Kunden könnte man z.B. auch auf Sie beziehen. Wichtig ist: bleiben Sie sich und Ihren Grundsätzen treu.

Der neue Auftrag macht Sie unflexibel

Große Aufträge sind verlockend. Aber achten Sie darauf, ob Sie Ihre bestehenden Kunden weiterhin in gewohnter Weise betreuen können. Denn umfangreiche Projekte können auch blockieren, da sie viel Kapazität in Anspruch nehmen oder z.B. einen Einsatz vor Ort verlangen.

Keine Kapazitäten

Wenn Sie voll ausgelastet sind, besteht die Gefahr, dass Sie mit einem weiteren Auftrag Ihre Qualität nicht mehr halten können. Es schleichen sich schneller Flüchtigkeitsfehler ein und Sie können Termine evtl. nicht mehr einhalten. Für solche Fälle sind Kooperationen mit Mitbewerbern gut, an die Sie einen Auftraggeber verweisen können.

Und wenn einem trotzdem mal ein Fehler unterläuft? Das kann passieren! Eine  Berufshaftpflichtversicherung kann Sie vor größerem finanziellen Schaden schützen.

Hatten Sie schon Aufträge, die Sie im nachhinein besser abgelehnt hätten? Machen Sie anderen Mut auch mal NEIN zu sagen und teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns.