Manche Dinge halten sich extrem hartnäckig. So auch viele Klischees rund um die Versicherungsbranche. Nicht nur die Versicherungsvertreter finden sich in der Beliebtheitsskale der Berufe regelmäßig ganz am Ende wieder. Immer wieder heißt es auch, Versicherer zahlen sowieso nicht. Man hat das Gefühl Produkte und Bedingungen seien absichtlich so konzipiert, dass man als Kunde nicht durchsteigt. Es scheint als hielten sich die Versicherer für den Schadenfall alle Hintertürchen offen, doch nicht eintreten zu müssen und die Beweis- und Nachweispflicht trägt der Kunde ohnehin allein.

Warum Freiberufler der Berufshaftpflicht oft nicht trauen

Natürlich wird jetzt jeder auch ein Negativbeispiel aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zitieren können – vielleicht aus der allseits beliebten privaten Haftpflichtversicherung. Fakt ist aber, dass gerade in der Berufshaftpflicht der Versicherer ein unverzichtbarer Partner an der Seite eines Selbständigen oder Freiberuflers sein kann. Denn insbesondere Aufträge für große Konzerne können sehr schnell zu einem ungleichen Kampf à la David und Goliath werden, wenn denn mal etwas schief läuft, wie einige exemplarische Schadenfälle von Hiscox zeigen.

Warum die Kreativbranche besonders gefährdet ist

Besonders schnell kann es Grafiker treffen. Schon ein seitenverkehrtes Logo auf Geschäftsunterlagen kann für einen Schaden im fünfstelligen Bereich sorgen, wenn dem freien Grafiker ein Neudruck als Schadenersatz in Rechnung gestellt wird. Die Berufshaftpflicht übernimmt solche Schäden und kann damit unter umständen Existenzen retten. Sie steht dem Freiberuflern und Selbständigen aber auch zur Seite, wenn ihnen ungerechtfertigt ein Schaden in Rechnung gestellt wird. Beispiel Modedesigner: Ein Konkurrent wirft eine Urheberrechtverletzung bei einem für eine neue Kollektion verwendeten Schnittmusters vor. Als Versicherer prüft Hiscox solche Vorwürfe natürlich eingehend. Gezahlt wird nur, wenn auch tatsächlich eine Verletzung vorliegt. Eine solche Prüfung ist vor allem zeit- und ressourcenintensiv und so von einem Selbständigen oder Freiberufler im gleichen Umfang gar nicht zu leisten. In diesem speziellen Fall hat sich am Ende rausgestellt, dass beide Designer aufgrund des Schnittmusters ähnliche Kollektion entworfen hatten, der wahre Urheber jedoch ein dritter Modedesigner war, der die Urheberrechtverletzung bisher geduldet hatte. Der Anspruch auf Unterlassung und Urheberrechtverletzung gegen den Hiscox-Kunden konnte also abgewehrt werden.

Was zeichnet die Hiscox Berufshaftpflicht aus

Bei Hiscox definiert man die Partnerschaft mit den Kunden allerdings noch großzügiger und steht selbst dann noch ein, wenn diese grob fahrlässig gehandelt haben. Wenn also zum Beispiel ein Programmierer eine Software für eine Kunden entwickelt und diese vor Übergabe nicht sorgfältig testet – vielleicht, weil der Kunden Druck macht – wäre das ein solcher Fall. Geht dann etwas schief, springen viele Versicherer nicht ein. Hiscox schon. Das liegt vielleicht daran, dass man dort die besonderen Nöte und Herausforderungen von Selbständigen und Freiberuflern kennt und maßgeschneiderte Lösungen für die verschiedensten Branchen anbietet. Es wird also Zeit, sich von dem einen oder anderen Klischee zu lösen und den Versicherer als wichtigen Partner im beruflichen Alltag zu sehen – und wenn es zunächst auch nur für den speziellen Fall der Berufshaftpflicht ist.