Durch die wachsende Popularität der Social-Media-Kanäle haben sich in den letzten Jahren viele neue Möglichkeiten im Online Marketing ergeben. Für ein verhältnismäßig kleines Budget können Unternehmen heute ihre Zielgruppe sehr genau ansprechen. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen ist dies attraktiv.

Während viele KMUs das Thema Google AdWords bereits für sich erschlossen haben, sind Marketingkampagnen auf sozialen Netzwerken bei vielen noch ein unbestelltes Feld. Dabei bieten Social-Media-Kanäle hervorragende Möglichkeiten für KMUs mit ihren Zielgruppen in Kontakt zu treten.

Maßgeschneiderte Kundeninformationen

Social-Media-Kanäle sammeln bekanntlich allerlei Informationen zu Interessen, Nutzungsverhalten oder Lebenssituation ihrer Nutzer. Dieses Wissen verkaufen die Sozialen Netzwerke in Form von Werbeplätzen – und ermöglichen Unternehmen so die gezielte Ansprache potentieller Kunden ohne große Streuverluste.

Welches Netzwerk macht für KMUs Sinn?

Branchenabhängig muss individuell das wichtigste Netzwerk ermittelt werden. Sollen vor allem B2B-Unternehmen angesprochen werden, sind sicherlich die Business-Netzwerke XING und LinkedIn zu empfehlen. Für Konsumgüteranbieter oder Dienstleister hingegen sind Facebook oder Twitter besser geeignet, da sich hier vor allem Privatpersonen informieren und austauschen.

Dies ist jedoch nur ein grober Leitfaden. Bevor KMUs also auf Social Media aktiv werden, ist es wichtig, durch etwas Recherche herauszufinden, wo sich die Personen aufhalten, die das Unternehmen mit seinen Social-Media-Marketing-Maßnahmen erreichen will. Junge Zielgruppen zum Beispiel nutzen Instagram mittlerweile häufiger als Facebook und Pinterest-Nutzer sind zu ungefähr 80% weiblich.

Abgesehen von den Zielgruppen kommt es auch darauf an, ob Plattform-spezifischer Content bereits vorliegt, oder produziert werden kann. Für Reiseanbieter etwa sind Plattformen, die auf visuellen Content bauen (wie Pinterest oder Instagram, aber auch Facebook) ideal, um Interessierten mit Bildern von Stränden, Hotelbuffets oder Wanderwegen Lust auf Urlaub zu machen. Für IT- oder Techfirmen hingegen machen Plattformen mit visuellem Fokus nur bedingt Sinn. Für diese Firmen empfiehlt sich oft eher, die relevante Zielgruppe mit dem Bewerben von Blogbeiträgen auf Xing oder LinkedIn anzugehen.

Die richtige Social-Media-Strategie

Unternehmen sollten allerdings nicht einfach bereits existierende Marketingkampagnen eins zu eins auf soziale Netzwerke projizieren, sondern versuchen, einen individuellen Ansatz für die entsprechende Plattform zu finden. Informative Beiträge mit Mehrwert, die nicht als plumpe Werbung daher kommen, werden von den Nutzern meist sehr gut angenommen. Passendes Bildmaterial, Videos oder Grafiken erhöhen die Interaktionsraten noch einmal deutlich. Aber Achtung: bei der Nutzung von Bild- und Videomaterial, das nicht selbe produziert wurde, gilt es, Urheberrechte zu berücksichtigen!

Und wie funktioniert es in der Praxis?

Zwar bietet jedes Netzwerk unterschiedliche Möglichkeiten, im Prinzip laufen Marketingkampagnen in Sozialen Medien aber überall ähnlich ab: Beim Aufsetzen der Kampagne definiert man über Keywords, Interessen, Jobtitel oder „Life Events“ (z.B. eine gerade erfolgte Hochzeit über die Facebook Bescheid weiß), welche Zielgruppe erreicht werden soll. Dann wird die Laufzeit und das geplante Budget festgelegt. Als letztes wird noch die gewünschte Anzeigenform gewählt – und schon kann es losgehen.

Am besten einfach mal ausprobieren

Mittlerweile bieten eigentlich alle für Deutschland relevanten Social Networks die Möglichkeit, über „Self Management Tools“ Kampagnen aufzusetzen. Bereits wenige hundert Euro Werbebudget genügen für eine Testkampagne, um erste eigene Erfahrungen zu sammeln. Erweist sich diese neue Form des Marketings dann als erfolgreich, kann der Budgeteinsatz anschließend entsprechend angepasst werden.