Papier und Zettel haben ausgedient. Im Genre der Notiz-Apps tummeln sich mittlerweile etliche Angebote. Wir stellen die wichtigsten Programme vor.

Zu den bekanntesten Notiz-Programmen gehört sicherlich Evernote. Das Programm ist selbst in der kostenlosen Grundversion ausgesprochen leistungsfähig und lässt sich relativ leicht in weitere Lösungen wie Dropbox integrieren. Wie andere Notiz-Apps auch, kann mit Evernote so ziemlich alles erfasst werden, was sich der Privat- und Büroanwender wünscht:  Gesprächsnotizen, Ideenskizzen, Brainstorming-Ergebnisse, Scans, Videos, Sprachaufzeichnungen oder einfach nur der Einkaufszettel.

Wer mit Evernote startet, fügt deshalb meist in Rekordzeit Notizzettel für Notizzettel hinzu, was meist erst einmal in einer chaotischen, digitalen Zettelwirtschaft endet. Ein Glück, dass es mit den Notizbüchern die Möglichkeit gibt, ein wenig Ordnung in das System zu bringen. So empfiehlt es sich sehr, Notizbücher mit einer klaren Struktur wie Gesprächsnotizen, Bloginspirationen, Ideen etc. anzulegen. Ein anderes wichtiges Mittel sind Schlagworte (Tags). Auch diese helfen, den Notiz-Wust, der sich nach intensiver Arbeit mit dem Programm einstellt, in den Griff zu bekommen.

Eine weitere bekannte Notiz-App – leider nur für den Mac – ist OmniOutliner. Das Produkt der Omni Group ist Teil eines größeren Pakets, zu dem auch das Organisationstool Omnifocus gehört, das wir in einem früheren Blogpost kurz vorgestellt haben. Wie zu erwarten, lässt es sich mit diesem sehr gut kombinieren.

Der große Vorteil von OmniOutliner ist, dass sich damit Texte noch einmal einen Hauch strukturierter ablegen lassen als bei Evernote. Dabei gibt es unzählige Designvorlagen mit der Möglichkeit, das Layout, die Farben und die Schriftart selbst anzupassen. Allerdings ist der Preis mit 18 Euro recht üppig.

Immer mehr Verbreitung findet OneNote, die Notiz-Applikation von Microsoft. Diese ist kostenlos, Abonnenten von Office 365 erhalten jedoch zusätzliche (Sharing-)Funktionen. Die Integration in Microsofts Office Suite ist sehr stark und dies ist in der Tat der Hauptvorteil dieser Lösung. Die Analogie zur Windows-Welt ist bezeichnend: So bestehen OneNote-Notizbücher aus einer Datei- und Ordnerstruktur. Auf diese kann in der Office-Variante von unterschiedlichen Geräten oder gemeinsam mit mehreren Bearbeitern zugegriffen werden.

Wer keine Probleme damit hat, seine Daten Google anzuvertrauen, sollte sich auch dessen Notiz-App Keep einmal genauer anschauen. Diese läuft als eigene App auf allen gängigen Plattformen (iOS, Android, Android Wear), im Browser oder als Chrome-Erweiterung. Die Software unterstützt neben Notizen auch Aufgabenlisten, Fotos und Audiodateien. Dabei lassen sich die Notizen auch für andere Nutzer freigeben. Das ist für kleine „Projekte“ wie gemeinsame Einkaufslisten ideal.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, Notizen mit bestimmten Orten zu verknüpfen. Sobald dieser erreicht oder verlassen wird, erscheint die jeweilige Notiz.

Diese kleinen Helfer im alltäglichen Chaos sind insbesondere im stressigen Umfeld von Startups, Freelancern oder Agenturen Gold wert.