Sie haben den Schritt in die Selbständigkeit gewagt, haben einen oder zwei Kunden sicher und konnten bereits erste Projekte erfolgreich abschließen? Nun lautet die Herausforderung, den Kundenkreis zu erweitern. Doch wie gewinnt man als Selbstständiger neue Kunden? Hier einige Tipps:

Wie komme ich an neue Kunden ran?

Eine wichtige Rolle spielt die eigene Webseite. Wenn man so will, ist es die eigene Visitenkarte im Netz. In deren Gestaltung sollten Sie deshalb einiges an Zeit investieren. Wichtig ist dabei, dass Sie alle relevanten Informationen gut gegliedert dem Leser und auch der Suchmaschine zur Verfügung stellen. Mit ein wenig Werbebudget können Sie bspw. durch Google Adwords die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein potentieller Kunde genau Sie findet, wenn er nach Ihren Dienstleistungen sucht. Zusätzliche Features wie Kundenfeedback auf Ihrer Webseite oder Bewertungsportalen erhöhen zusätzlich Ihre Vertrauenswürdigkeit.

Ein weiteres wichtiges Instrument der Kundenansprache sind Mailings. Gerade im Kreativbereich können Sie mit dem physischen Versand von Arbeitsproben noch immer punkten und sich gegen Massen-E-Mails durchsetzen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, dass Sie nicht nur das Zielunternehmen sehr genau kennen, sondern auch die konkrete Zielperson identifiziert haben, die von Ihnen Post bekommt. Vielleicht fügen Sie für diese ein paar persönliche Zeilen bei.

Networking auf allen Kanälen 

Ein anderes erfolgversprechendes Mittel, um möglichst direkt den Draht zum Kunden zu bekommen, sind Messen und Fachtagungen. Dort können Sie unverbindlich mit Besuchern ins Gespräch kommen und ihre Leistungen erklären. Vielleicht haben Sie sogar die Gelegenheit, sich als Referent zu ihrem Spezialgebiet zu äußern und können so Ihr Fachwissen optimal demonstrieren.

Auch die regelmäßige Aktivität auf Berufsportalen wie Xing und LinkedIn zahlt sich aus. Dort finden Sie Informationen über interessante Projektangebote, Branchentrends und Partner. Den meisten Erfolg erzielen Sie, wenn Sie sich an Diskussionen beteiligen und eigene Projekte in den entsprechenden Gruppen vorstellen. Das direkte Kontaktieren der Mitglieder ist dagegen eher wenig erfolgversprechend. Ganz im Gegenteil: Die vielen Angebotsnachrichten gehen mittlerweile vielen Teilnehmern dieser Netzwerke gehörig auf die Nerven.

A propos „auf die Nerven gehen“: Auch die Kaltakquise – also das Ansprechen oder Anrufen von möglichen Kunden ohne vorherigen Kontakt – ist in vielen Fällen unverzichtbar. Dabei kommt es darauf an, nicht allzu sehr als lästiger Verkäufer aufzutreten, sondern als Berater mit einem konkreten Angebot, dass auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten ist. Eine gute Vorbereitung auf die spezielle Situation des Unternehmens ist deshalb unbedingt erforderlich.

Ist der Kunde erst einmal gewonnen, so können Sie ihn hoffentlich mit guten Leistungen überzeugen. Im Optimalfall können Sie mit 20 Prozent der Kunden bereits 80 Prozent des Umsatzes erwirtschaften, etwa indem auf ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt gleich der nächste Auftrag folgt.

Möglicherweise läuft es jedoch auch einmal weniger rund und Ihr Kunde fordert Schadensersatz von Ihnen. In diesem Fall greift die Berufshaftpflichtversicherung. Diese deckt Vermögensschäden ab, die Ihrem Kunden durch Ihren Fehler entstehen. Das kann Datenverlust, Urheberrechtsverletzung, Verletzung von Geheimhaltungspflichten etc. sein. Weitere Informationen über auf die spezifischen Berufshaftpflichtversicherungen für verschiedene Bereiche finden Sie https://www.hiscox.de/.