Wie funktioniert Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Um die Wichtigkeit der Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO) zu verstehen, muss man bedenken, was Unternehmen wie Google möchten: Sie wollen für jede Suchanfrage den besten Inhalt liefern, der im Web zu finden ist. Zur Beurteilung der Inhalte auf den Webseiten werden bestimmte Kriterien herangezogen. Ihre Internetseite oder Onlineshop hat also nur eine Chance auf eine gute Platzierung in den Suchergebnissen, wenn Sie diese SEO-Kriterien berücksichtigen.

SEO-Kriterium 1: Die Suchbegriffe auf Ihrer Website

Die besten Texte helfen Ihnen nichts, wenn die von Ihrer Zielgruppe gesuchten Wörter nicht auf Ihrer Seite auftauchen. Denn woher sollen Suchmaschinen wissen, dass Ihre Seite für den gesuchten Begriff relevante Inhalte bietet?

Legen Sie daher die für Sie wichtigsten Begriffe und Orte fest, für die Sie im Web gefunden werden möchten. Überlegen Sie auch, nach was Ihre Zielgruppe vermutlich suchen wird. Dann schreiben Sie alle dazu passenden Begriffe, Synonyme und Wortkombinationen auf, z. B. Tisch, Esstisch, Tisch selber bauen, Tisch München, … Mit dem Keyword-Planer von Google AdWords können Sie das Suchvolumen und die Konkurrenz der Suchbegriffe (Keywords) herausfinden. Die besten Begriffe haben ein hohes Suchvolumen, aber wenig Konkurrenz.
Anschließend integrieren Sie die Begriffe:

  • in die Domain. Idealerweise enthält die URL Ihrer Seite die wichtigsten Suchbegriffe, z. B. www.Marketingberatung-München.de
  • in die Unterseiten. Geben Sie Ihren Unterseiten keywordrelevante Titel und verwenden Sie sprechende URLs. So würde z. B. die URL für Ihren Menüpunkt Leistungen www.musterseite.de/leistungen.html lauten.
  • in die Überschriften. Diese müssen als H1, H2, … definiert sein und die wichtigsten Suchbegriffe enthalten. Idealerweise sollte jede Seite/Unterseite nur eine H1-Überschrift haben.
  • in die Texte. Hier können Sie nun auch die Nebenkeywords (z. B. Synonyme) einbauen.
  • bei Bildern. Versehen Sie jedes Bild mit einem keywordrelevanten ALT-Tag und ggf. mit einer Bildunterschrift. Auch die Dateibezeichnung sollte echte Wörter enthalten und nicht z. B. 123_DCM.jpg lauten.

SEO-Kriterium 2: Die Besucherzahlen

Wenn Ihre Seite viele Besucher hat, ist das ein gutes Zeichen. Noch besser, wenn kontinuierlich auch viele (neue) Besucher über die Suchergebnisse z. B. von Google kommen:

  • Optimieren Sie Ihre Anzeige in den Suchergebnissen. Bringen Sie den Suchenden durch einen guten Seitentitel und eine aussagekräftige, animierende Metadescription dazu, auf das Suchergebnis zu klicken. Bauen Sie z. B. die wichtigsten Keywords ein. Gute Ergebnisse erreicht man auch mithilfe sogenannter Rich-Snippets.
  • Halten Sie Ihre Seite aktuell und befüllen Sie diese mit guten, zielgruppenrelevanten Inhalten. Die Menschen nutzen das Internet vor allem zur Informationssuche. Daher haben Sie nur eine Chance, wenn die Besucher diese auf Ihrer Seite finden.
  • Verbreiten Sie Ihre Domain. Je mehr Menschen Ihre Domain kennen bzw. im Web finden, desto mehr Besucher können Sie auch erwarten. Womit wir beim dritten Kriterium wären …

SEO-Kriterium 3: Verlinkungen von außerhalb auf Ihre Seite

Das sogenannte Off-Page-SEO betrifft alles, was Sie außerhalb Ihrer Website dafür tun können, um Ihre Platzierung in den Suchergebnissen zu verbessern.

Betreiben Sie Linkbuilding. Das bedeutet, dass Ihre URL mit einem aktiven Link auf anderen Internetseiten erwähnt bzw. eingebunden wird – ob in Social-Media-Kanälen, Artikeln, Branchenbüchern oder auf Partnerseiten. Aber Achtung: Nicht jeder Link ist gut für Sie. Gekaufte oder getauschte Links werden oft entwertet und entsprechende Webseiten abgewertet.

SEO-Kriterium 4: die Absprungrate

Google bewertet eine Website besser, wenn die Besucher ein Weilchen auf der aufgerufenen Seite bleiben. Die sogenannte Bouncerate sollte unter 40 % liegen. Das erreichen Sie z. B., indem Sie den Seitenbesucher animieren auf eine Unterseite zu klicken. Videos und interessante, unterhaltsame Beiträge verlängern zudem die Verweildauer auf Ihrer Seite.

Wichtig für die Absprungrate sind auch die definierten Suchbegriffe sowie die richtige Auswahl der Seiten, von denen auf Ihre Seite verlinkt wird. So kann es z. B. sein, dass eine für Marketingfachkraft optimierte Seite vor allem von Jobsuchenden aufgerufen wird. Wenn Sie aber gar keine Arbeitsstelle, sondern Dienstleistungen als Marketingfachkraft anbieten, werden diese Besucher Ihre Seite gleich wieder verlassen.

Auch die Optimierung für mobile Endgeräte nimmt Einfluss auf die Bouncerate. Immer mehr Menschen nutzen das Internet über Handy oder Tablet. Ist die Verwendung der Seite aber auf diesen Geräten kaum möglich, wird die Seite wieder geschlossen.
Weitere Kriterien für SEO:

  • Achten Sie darauf, dass es keine doppelten Inhalte im Web gibt (Duplicate Content) und verwenden Sie richtige Umleitungen (301).
  • Die ideale Page Speed (Website-Ladegeschwindigkeit) für Ihre Seite liegt unter 2 Sekunden.
  • Erstellen Sie eine xml-Sitemap und integrieren Sie diese in das Google Webmaster Tool.

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Autor:in Theresa Daisenberger

ist seit 2019 als Content Marketing Managerin bei Hiscox tätig. Für den Business Blog recherchiert und schreibt sie über die vielen Themen der digitalen Welt.

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