Im letzten Blogpost ging es um Getting Things Done (GTD), eine der effizientesten Methoden zur Selbstorganisation. Theoretisch ist es problemlos möglich, mit Papier und Stift – oder einer Word-Datei – das Verfahren umzusetzen. Wesentlich mehr Spaß macht es allerdings mit einem der zahlreichen Tools, die es für PC und Mac, aber auch Smartphones und Tablets gibt.

Things und Omnifocus

Zu den bekanntesten Tools für GTD gehören die Mac-Programme Things und Omnifocus. Beide orientieren sich sehr streng an der GTD-Methodik. Es lohnt sich deshalb vor dem Einstieg in diese Programme, die GTD-Methodik genauer kennenzulernen. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit lässt sich mit beiden Programmen jedoch sehr gut arbeiten. Allerdings sind die beiden Programme recht teuer. Insbesondere wenn man auch gleich die iPhone- und iPad-Version installiert, kommt ein hoher Betrag zusammen. So wird für die Mac-Variante 44,99 Euro, für das iPhone-Pendant 8,99 Euro und für die iPad-Version 17,99 Euro verlangt. Bei Omnifocus sind es 69,99 Euro (Mac) beziehungsweise 17,99 Euro (iPhone) und 35,99 Euro (iPad). Es empfiehlt sich vor dem Kauf also, die kostenlosen Testversionen dieser Programm einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen.

Wunderlist

Die kostenlose Alternative ist Wunderlist; eine Software, die sich für die GTD-Methode einsetzen lässt, aber nicht explizit für diese entwickelt wurde. Hier ist der Name Programm: Die Aufgaben landen in Listen, die Punkt für Punkt gefüllt werden können. Dabei ist es möglich, eine weitere Beschreibung in Form einer Notiz hinzuzufügen, ein Fälligkeitsdatum anzugeben oder eine Erinnerung einzurichten. Besonders wichtige Aufgaben lassen sich kennzeichnen oder mit weiteren Unterpunkte versehen – ganz ähnlich, wie dies das GTD-System mit seinen Projekten vorsieht.

Sehr hilfreich ist auch ein Addon, mit dem der Browser einen Wunderlist-Button bekommt. Dieser lässt sich auch gut dafür verwenden, Webseiten-Inhalte zu sammeln. Besonders bei der Materialsammlung für kreative Projekte lassen sich so schnell die verschiedenen Quellen im Blick behalten.

KOI

Ein weiterer Kandidat ist die Software KOI, die es für PC, Mac, Android und iOS gibt. Die KOI-Apps selbst sind kostenlos. Allerdings muss zwingend ein KOI-Account ab 29 Euro im Jahr eingerichtet werden. Dafür gibt es ein Tool, das unheimlich viele Funktionen umfasst und auch für sehr komplexe Projekte gut geeignet ist. Nur die Optik lässt leider arg zu wünschen übrig.

Trello

Sehr beliebt und vor allem schön anzusehen ist Trello. Das Programm ist kostenlos, erst für die Business-Class-Version werden 8,33 US-Dollar pro Monat fällig. Doch schon in der Grundvariante gibt es eine einfache Integration in Dropbox. Auch bei Trello handelt es sich streng genommen nicht um ein GTD-Tool. Es lässt sich jedoch relativ leicht an die Methodik anpassen. Bei Trello werden die unterschiedlichen privaten und beruflichen Projekte über sogenannte Boards organisiert. Auf jedem davon legt der Benutzer Listen an, die auf Karten fixiert werden. Die Karten lassen sich mit Inhalt füllen und zwischen verschiedenen Listen hin- und herschieben. Nach und nach wächst dann (hoffentlich) der Stapel mit bewältigten Aufgaben und ein Erfolgserlebnis stellt sich ein.