Wenn Sie sich mit einem eigenen Unternehmen selbstständig machen, ist die große Herausforderung: Ihre Marke und Ihr Produkt bekannt machen. Ein starkes Business Network bringt hier Rückenwind: Indem Sie Geschäftskontakte knüpfen und ein Netzwerk aufbauen, können Sie wertvolle Impulse erhalten, Kooperationen schließen und Ihr Unternehmen positionieren. Eine wichtige Rolle spielt – gerade jetzt in der Corona-Krise – das Digital Networking. Wie und wo Sie Ihr Business Network erfolgreich aufbauen, erfahren Sie in unseren Networking-Tipps für Selbstständige!

Digital Networking für´s Business: Die Bandbreite der Möglichkeiten

Business Network als Unternehmer aufbauen

Klassiker des Business Networking waren (bisher) Messen, Tagungen und verschiedene Arten von Netzwerkveranstaltungen. Doch konnten und können durch die Corona-Krise viele physische Events nicht stattfinden. Veranstalter entwickeln jedoch mehr und mehr kreative Konzepte. Dank der zunehmenden Digitalisierung finden nun mehr hybride oder digitale Events statt. Hier lohnt es sich, am Ball zu bleiben und Events Ihrer Branche zu verfolgen: Gibt es Möglichkeiten für Sie, aktiv oder passiv an digitalen Veranstaltungen teilzunehmen? Etwa bei einem Live-Talk, einem Webinar oder mit einem Beitrag in einer offenen virtuellen Diskussionsrunde?

Hier einige Rechercheimpulse: Für Gründer gibt es viele branchenspezifische aber auch branchenübergreifende Netzwerktreffen, Stammtische, Gründerfrühstücke und derzeit vermehrt Online-Events. Beispielsweise bei der Industrie- und Handelskammer IHK, dem Business Network International BNI oder bei GetStarted des bitkom mit überregionalen Angeboten und hier nur ein Beispiel genannt bei Gründernest für Dresden und Leipzig mit regionalen Angeboten.

Nachhaltig Geschäftskontakte aufbauen können Sie zudem über Social Networks wie Xing, LinkedIn und Facebook. Doch jede Plattform hat ihre Vor- und Nachteile. Welche ist für Sie und Ihre Unternehmen die Richtige?

Business Network in Social Media: die große Welt der sozialen Plattformen

Sie denken, viel hilft viel als Gründer sollten Sie und Ihr Unternehmen auf allen großen Social Media Kanälen vertreten sein? Falsch! Nicht jede Plattform ist für Geschäftskontakte geeignet. Je nachdem, was und wen Sie erreichen möchten, eignen sich Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter mal mehr und mal weniger. Das sind ausgewählte Vor- und Nachteile der einzelnen Social Media Kanäle:

  • Xing: Auf dieser Plattform kommen Sie in erster Linie mit Unternehmen, Freelancern und Jobsuchenden in Kontakt. Hier erreichen Sie Gleichgesinnte, Interessenten und potenzielle Geschäftspartner – jedoch lediglich in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Soll Ihre Marke international bekannt werden, reicht Xing für Sie als Unternehmer nicht aus.
  • LinkedIn: Auch hier tummeln sich viele Unternehmen, Freelancern und Jobsuchende. Die Reichweite und Anzahl möglicher Kontakte auf LinkedIn ist deutlich höher als bei Xing. Denn hier ist internationales Networking angesagt. Deshalb kommunizieren Sie auch primär auf Englisch.
  • Twitter: Auf dieser Diskussionsplattform erreichen Sie durch Tweets und Retweets schnell viele User – und mit den passenden Hashtags auch die passende Zielgruppe. Ein Haken ist die Fülle der Beiträge in Twitter, etwa auch von großen Medien und deren Nachrichten. So können Ihre Tweets in der Masse untergehen.
  • Facebook: Derzeit ist Facebook weltweit der führende Social Media Kanal – jede Altersgruppe ist vertreten, wobei die Jüngeren immer mehr zu anderen Social Media Kanälen abwandern. Hier erreichen Sie auf einfachem Weg viele User. Ob Video-, Bild- oder Textbeiträge – bei der Art und der Länge Ihrer Beiträge bieten sich unzählige Möglichkeiten. Finden Sie „Freunde“, abonnieren Sie interessante Seiten und treten Sie verschiedenen Gruppen bei. So vergrößern Sie Ihr Business Network.

Auch können Plattformen wie TikTok, SnapChat oder YouTube spannende Optionen bieten. Mitunter können Sie hier eine Nische besetzen. Für jedes Social Network gilt: Wenn Sie sich oder Ihr Unternehmen erfolgreich profilieren möchten, bedeutet das auch, Zeit zu investieren – um interessante Beiträge zu posten und auf Kommentare zu antworten etc.

Networking mit Feingefühl

Wenn Sie sich selbstständig machen und als Unternehmer erste Kontakte auf Facebook, Twitter und Co. geknüpft haben, möchten Sie direkt loslegen und Ihre Marke bekannter machen. Doch egal, welche Plattform Sie nutzen, bei Social Networks ist es wie im echten Leben: Besser nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen.

Stellen Sie sich einfach vor: Sie sind auf einer Party eingeladen, kennen allerdings die anderen Gäste nur wenig oder gar nicht. Was machen Sie in dieser Situation? Richtig, Sie schauen sich als erstes um und beobachten die Personen, Gesprächsthemen und -verläufe. An einem gut gewählten Punkt stellen Sie interessierte Fragen oder steigen mit kleinen Kommentaren in die Themen ein und bringen Ihr Wissen ein. Von da an können Sie regelmäßig am Gespräch teilnehmen.

Kurzum: Dieses Feingefühl ist auch für erfolgreiches Business Network wichtig. Hier finden Sie 7 Networking-Tipps als Basis:

  1. Sehen Sie sich zuerst die Beiträge der anderen User an und lassen Sie die Atmosphäre auf sich wirken.
  2. Gehen Sie in Ihren Kommentaren auf die aktuellen Themen ein, stellen Sie interessierte Fragen und reißen Sie das „Gespräch“ nicht an sich.
  3. Posten Sie nicht einfach einen Link zu Ihrer Website – das wirkt unhöflich. Erwähnen Sie lieber, dass Sie zu einem Thema auch schon etwas geschrieben haben. Idealerweise entsteht ein Dialog und die Bitte, den Link zu veröffentlichen.
  4. Achten Sie auf Ihre Sprache: Da Mimik und Gestik bei Social Networks entfallen, sollten Sie Ihre Worte freundlich und eindeutig wählen. Auch können passende, sorgfältig ausgewählte Emojis Ihre Aussagen unterstützen.
  5. Äußern Sie Kritik umsichtig und konstruktiv.
  6. Machen Sie sich mit den Funktionen der Plattformen vertraut und probieren Sie verschiedene aus – wenn Sie merken, dass bestimmte Formate gut ankommen, können Sie nach und nach Ihre Postings optimieren.
  7. Bauen Sie Ihr Business Network sinnvoll auf: Bleiben Sie in Ihrer Rolle und Person authentisch und fokussieren Sie sich auf Ihre Top-Zielgruppe und -Themen.

Business Network & “Engel” als Geschäftskontakte

Aus Geschäftskontakten können Kooperationen werden: Die Zusammenarbeit mit Investoren, sogenannten Business Angels, kann Ihnen helfen, Ihr Business Networt aufzubauen und sogar eine Unterstützung für Ihre Unternehmensfinanzierung sein.  Die „Unternehmensengel“ beteiligen sich wirtschaftlich an Ihrem Start-up und unterstützen Sie gleichzeitig mit ihrem Know-how und ihren Kontakten.

Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden, um Ihre Marke bekannt zu machen: Werden Sie auf jeden Fall aktiv. Frei nach dem Motto „von nichts kommt nichts“ ist ein erfolgreiches Business Network immer mit Zeit und Engagement verbunden. Sie werden sehen: Es zahlt sich letztendlich für Sie aus! PS: Lesenswert sind auch diese Networking-Tipps für Frauen im Online Marketing.

Sie gründen ein Start-up?Versichern Sie sich von Beginn an richtig!