Marketing kostet Zeit und Geld. Und das nicht zu knapp. Das stellt Sie als Gründer oder Selbstständiger vor finanzielle Herausforderungen. Die Lösung: Kalkulieren Sie Ihr Marketingbudget so, dass Sie es sich leisten können und damit Ihre Marketingziele erreichen. Wie Sie Ihr Werbebudget erfolgsorientiert ermitteln und festlegen, verraten wir Ihnen hier – in zwei einfachen Schritten.
Marketingbudget: So legen es Gründer und Selbstständige richtig fest

Schritt 1: So geht`s – Marketingbudget ermitteln
In Ihrem Marketingplan haben Sie festgelegt, mit welchem Marketing-Mix Sie Ihre Zielgruppe erreichen und begeistern. Jetzt geht es ans Eingemachte: Die Finanzierung Ihrer Kosten. Ein wichtiger Punkt, vor allem für Existenzgründer – schließlich müssen Sie genau kalkulieren und sich überlegen, wie viel Geld Sie in Ihr Werbebudget stecken (können).
Doch welche Kosten gehören ins Marketingbudget? Das zeigt diese Übersicht:
- Kosten für Gestaltung und Produktion der Werbemittel (Flyer, Anzeigen, etc.)
- Kosten für Public-Relations
- Kosten für Ihren Vertrieb
- Kosten für Geschäftsreisen / Messeauftritte
- Kosten für Marktforschung
- Kosten für Kundenveranstaltungen
- Reisekosten / Spesenkosten
- Zusatzkosten für Seminare, Workshops, Schulungen, etc.
- Kosten für die Kalkulation
Sprich: Sie erstellen und kontrollieren Finanzierungspläne, legen finanzielle Verbindlichkeiten fest, stimmen alle Funktionsbereiche innerhalb Ihres Unternehmens ab und holen alle an Bord. Das zeigt: Marketingbudget ist mehr als die Kosten für einen griffigen Slogan oder eine überzeugende Google-AdWords-Werbung.
Gut zu wissen
Kalkulation des Marketingbudgets - nach Erfahrungswerten
Fakt ist: Jeden einzelnen Posten bis auf den Cent genau abzuschätzen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Versuchen Sie trotzdem so exakt wie möglich zu rechnen und zu kalkulieren. Dazu gehört auch, im Nachhinein auszuwerten, was die einzelnen Posten tatsächlich gekostet haben. So sammeln Sie Erfahrung und schätzen Ihr Marketingbudget in Zukunft immer besser.
Schritt 2: Marketingbudget festlegen – Methoden im Überblick
Soviel zur Theorie. Doch wie hoch soll Ihr Werbebudget sein? Auf diese Frage gibt es leider keine pauschale Antwort. Denn: Das kommt ganz auf Ihre Branche an. Machen Sie sich im Vorfeld schlau, wie viel in Ihrer Branche im Schnitt für Werbung und Marketing ausgegeben wird. Damit haben Sie einen guten Richtwert.
Dabei gilt: Ihr Marketingetat sollte später möglichst genau definiert sein, aber immer noch Spielraum zulassen. Der Grund: Vor allem als Existenzgründer – aber auch als Selbstständiger – müssen Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen erst noch bekannt machen. Und das kostet Geld. Hier am falschen Ende zu sparen, kann nach hinten losgehen.
Um Ihr Marketingbudget festzulegen, gibt es verschiedene Methoden. Ein kurzer Check:
Zielorientierte Methode:
Bei dieser Methode orientieren Sie sich an den Marketingzielen, die Sie festgelegt haben und berechnen, wie viel Geld Sie einsetzen müssen, um diese zu erreichen. In Ihre Kalkulation fallen dabei alle Werbekosten – von der Planung über die Gestaltung bis hin zum Versand. Tipp: Planen Sie auch Rücklagen mit ein für unvorhergesehene Ausgaben. Das erspart Ihnen böse Überraschungen.
Ihr Vorteil: Die zielorientierte Methode sorgt dafür, dass Sie sich auch bei der Marketingbudget-Planung nochmal mit Ihren Marketingzielen auseinandersetzen. So zeigt sich ganz schnell, ob diese realistisch sind.
Umsatzbezogene Methode:
Hierbei orientieren Sie sich an Ihrem Umsatz und Gewinn des Vorjahres – und setzen Ihr Marketingbudget dazu ins Verhältnis. Das bedeutet konkret: Sie legen einen bestimmten Prozentsatz von Ihrem Vorjahresgewinn als Marketingetat fest – zum Beispiel zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Deshalb eignet sich die Methode eher für Selbstständige, die schon Erfahrung gesammelt haben, als für Gründer, die komplett neu auf dem Markt sind.
Natürlich ist die Rechnung, wie viel Sie von Ihrem Vorjahresgewinn abzwacken können, umso schwerer, je näher Sie an der Nullgrenze arbeiten – also wenn sich Kosten und Einnahmen in etwa die Waage halten. Insbesondere, weil Sie noch nicht wissen, ob Ihr Umsatz im kommenden Jahr genauso hoch ausfällt.
Ihr Vorteil: Wenn Sie Ihr Marketingbudget ins Verhältnis zu Ihrem Umsatz setzen, sorgt das dafür, dass Sie sich bei Ihrem Werbeetat nicht übernehmen. Denn so nutzen Sie nur die finanziellen Mittel, die Sie tatsächlich haben. Tipp: Wer neu am Markt startet, sollte in der Regel vor allem für die Kommunikationspolitik einen höheren Etat einplanen.
Konkurrenzorientierte Methode:
Bei dieser Variante orientieren Sie sich an den Werbeausgaben Ihres stärksten Konkurrenten und setzen Ihr eigenes Marketingbudget genauso hoch oder sogar höher an.
Ihr Vorteil: Werbetechnisch gesehen, ziehen Sie mit Ihrem Konkurrenten zumindest gleich. Allerdings ist es nicht einfach, dessen Budget richtig einzuschätzen. Außerdem bedeutet ein solches Marketingbudget noch lange nicht, dass die Werbung auch die gewünschten Erfolge bringt. Denken Sie besser an Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse als an Ihre Konkurrenz, wenn Sie kalkulieren.
Fazit: Es gibt verschiedene Methoden, mit denen Sie Ihr Marketingbudget festlegen. Egal, welche davon Sie wählen: Achten Sie darauf, dass Ihre Ausgaben gedeckt sind. Für erfolgreiches Marketing, das Sie sich leisten können.
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Autorin: Barbara Schinko, SEO & Senior Content Marketing Managerin
Expertin für Digitalisierung, Business-Themen & Oldtimer-Service
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Barbara Schinko ist seit 2016 Teil des Content-Teams bei Hiscox und als SEO- und Content Marketing Managerin für vielseitige Beiträge im Business Blog und Glossar verantwortlich. Ihre größte Stärke: komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten und mit einem klaren Mehrwert für die Leserschaft zu verbinden.
Ob Digitalisierung, Selbstständigkeit oder Versicherungsthemen – Barbara recherchiert tiefgründig, lernt mit Begeisterung dazu und verwandelt neues Wissen in informative, praxisnahe Artikel. Besonders am Herzen liegen ihr Berichte von Rallyes und Messen, die sie mit viel Neugier besucht, sowie hilfreiche Service-Texte für Oldtimer-Liebhaberinnen und -Liebhaber.
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