Ein Onlineshop ist schnell auf die Beine gestellt. Es gibt Plattformen, bei denen man sich als Online-Verkäufer einfach nur anmelden muss und schon geht der Handel los. Bekannt sind dafür eBay, amazon, DaWanda, Etsy und viele weitere mehr. Nun unterscheiden wir natürlich noch zwischen dem Privatverkäufer, der gelegentlich etwas Gebrauchtes verkauft und dem gewerblichen Onlinehändler, der professionell monetarisieren möchte. Hier soll es um Letztgenannte gehen.

Ganz gleich, ob man Handel auf einer Verkaufsplattform oder sogar einen Onlineshop mit eigener Webadresse betreibt: Die Angst, dass etwas passiert, ist immer da. Es geht um Geld, um Verluste. Beschädigte und damit unverkäufliche Retouren oder der komplette Verlust der Ware auf dem Versandweg. Ansprüche von Kunden auf hohen Schadenersatz, weil eine Ware nicht die versprochene Qualität und mangelhaft oder sogar gefährlich ist. Man kann sich gar nicht vorstellen, was alles passieren kann. Und dennoch machen die meisten Onlineshop-Händler die Augen zu. Sie denken: „Mir wird schon nichts Schlimmes passieren, es ist ja nur ein Onlineshop.“

Welche Risiken hat man beim Betrieb eines Onlineshops?

Es kann zwar lange Zeit alles gut gehen, aber wehe, wenn … Wir wollen hier natürlich keine übertriebenen Ängste schüren, aber jeder Onlineshop-Händler sollte nun kurz innehalten und mal nachrechnen, welcher Schaden ihm/ihr erwachsen könnte, wenn es doch mal passiert.

  • Datenverlust: Ohne Daten keine Produkte, ohne Produkte kein Umsatz. Oder noch schlimmer: Der eigene Onlineshop ist komplett kaputt und unerreichbar / unbenutzbar. Dann heißt es nicht nur die Produktdaten wieder einzupflegen, sondern auch die Plattform wieder instandzusetzen. Das kostet Zeit und Geld. Von den Nerven gar nicht zu reden.
  • Cyberdiebstahl oder Hacking: Gerade bei selbst betriebenen Onlineshops ist die Gefahr am höchsten. Durch zu schlechte technische Absicherung kann ein Hacker schnell zum Zuge kommen. Kundendaten – inklusive der gespeicherten Kreditkarten – sind dann in Verbrecherhänden.
  • Verluste aus dem Produkt: Wie schon oben angesprochen, es gibt viele Möglichkeiten. Sollte eine zugesicherte Eigenschaft einen (Personen-) Schaden verursachen, dann „ist man dran“. Die berechtigte Forderung des Kunden auf Schadenersatz wegen einer Allergie gegen bestimmte Inhaltsstoffe kann in die Tausende gehen. Dabei kostet das Produkt vielleicht nur ein paar Euro.
  • Verlust / Beschädigung beim Versand: Das kann sich summieren und den Gewinn schmälern. Dabei kommt es nicht mal darauf an, ob man selber versendet oder einen externen Dienstleister beauftragt.
  • Rechtlicher Schutz vor Verlust aus Verkauf: Auch hier sind viele denkbare Szenarien möglich. Lieferverzug wäre ein mögliches Beispiel. Wenn Sie zum Beispiel aus Krankheitsgründen wichtige Fristen versäumen.
  • Ansprüche aus Verlusten durch das Produkt: Lizensierungsrechte nicht beachtet, Urheberschutzverletzungen durch Bild oder andere Medien. Auch hier sind viele Möglichkeiten inkludiert.

Schon zusammengerechnet, wie teuer das werden kann? Welche Risiken wahrscheinlich oder eher unwahrscheinlich sind? Dann kommen wir jetzt zu den Schutzmaßnahmen. Wer sich gegen mögliche Schäden versichert, ist gut abgesichert.

Welche Versicherung für den Onlineshop?

Onlineshops by Hiscox

Keine Versicherung von der Stange, sondern ein individuelles Paket ist für den Onlinehändler die beste Wahl. Nur das absichern, was man wirklich braucht, heißt auch nur die Prämie dafür zu zahlen, was versichert ist.

Ein Basismodul ist die Versicherungsgrundlage, die mit weiteren Modulen verknüpft werden kann. In der Betriebshaftpflicht (Basismodul) ist die Produkthaftung schon enthalten. Nun kann man nach Bedarf ergänzen. Die drei weiteren Module nennen sich: Berufshaftpflicht, Büroinhalt und Warenlager sowie Cyber- & Datenrisiken.

Schnell und einfach erklärt wird die Onlineshop-Versicherung in unserem Erklärvideo:

Mehr Informationen gibt es hier: Individueller Rundumschutz für Onlineshops.

Kaum zu glauben …

wofür man als Verkäufer über einen Onlineshop haftbar gemacht wird. Wie ist der folgende Fall zu beurteilen?

Der Käufer einer Jeanshose aus Ihrem Onlineshop setzt sich auf ein teures Ledersofa. Die scharfkantigen Hosenknöpfe zerschneiden das Leder.

Auf den ersten Blick sieht es doch so aus, als sei der Käufer selber Schuld, oder? In einigen Fällen denkt der Kunde das nicht und meldet sich bei Ihnen. Und er hat Recht. Sie haben also eine Jeans für 79,90 Euro verkauft und der Schaden, der entstanden ist, wird Ihnen zur Last gelegt. Ein exklusives Ledersofa hat seinen Preis. Aber mit dem 100-fachen des Warenwerts ist man schnell dabei. Was für ein Risiko! Besonders, wenn man mit vielen Lieferanten der Produkte arbeitet und nicht alle ständig kontrollieren kann, sondern vielleicht nur Stichproben nimmt.

Tun Sie sich und Ihrem Onlineshop einen Gefallen: Sichern Sie sich ab. So fokussiert wie möglich und gleichzeitig nur so viel wie nötig. Zahlen Sie nur das an Prämie, was Sie wirklich versichern möchten und genießen die Sicherheit, die Sie ab Versicherungsbeginn geradezu spüren können.

Update vom 28. Juni 2016: – Eine von Hiscox bundesweit durchgeführte Marktforschungsstudie unter den Betreibern von Onlineshops zeigt: Zwar hat die Mehrheit aller Befragten eine Versicherung abgeschlossen – die Sachversicherung mit 82 Prozent ist dabei der eindeutige Spitzenreiter – es ist aber eine Fehlannahme, dass diese elementare Kernrisiken des digitalen Versandhandels abdeckt.

Hiscox Marc ThammMarc Thamm, Product Head Technology, Media & Telecommunication bei Hiscox, kommentiert: „Die hohe Anzahl an abgeschlossenen Versicherungen zeigt, dass sich die Betreiber von Online-Shops vor den Risiken, die der virtuelle Versandhandel mit sich bringt, schützen wollen. Allerdings gibt es bei den digitalen Versandhändlern, die mittlerweile jährlich ein Umsatzvolumen von 46 Milliarden Euro generieren, ein sehr hohes Informationsdefizit. Denn ihre Risiken sind sehr individuell und spezifisch, sie unterscheiden sich beispielsweise nach den angebotenen Produkten und deren Herkunftsland. Diese und weitere geschäftsspezifische Risiken werden von den Standard-Versicherungen aber oft nicht umfänglich abgedeckt. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Die Betreiber von Onlineshops sollten sich ihre Risiken deutlich vor Augen führen und ihren Versicherungsschutz auf ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen. Modulare Policen, bei denen Betriebshaftpflicht, Produkthaftpflicht, Berufshaftpflicht sowie der Schutz vor Cyber- und Datenrisiken und des Warenlagers bedarfsgerecht kombiniert werden können, sichern umfassend vor schwerwiegenden Folgen für das eigene Unternehmen und die Kunden ab.“