Modern, elegant, fortschrittlich und eine enorme Modellvielfalt: Der Mercedes-Benz Typ 170 V ist 1936 ein Höhepunkt der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung in Berlin. Die Autofans reagieren begeistert auf den innovativen Wagen – dem Nachfolger von Typ 170. Eine Gemeinsamkeit, die beide teilen: Der Hubraum von 1,7 Litern. Doch der starke Typ 170 V überzeugt mit vielen Raffinessen, einer eindrucksvollen Konstruktion und war zudem preisgünstiger. Das V steht für den vorn angeordneten Motor; hinten ist das Differenzial montiert. Der robuste x-förmige Ovalrohrrahmen ist ca. 50 kg leichter als bisher. Die Vorderräder sind einzeln aufgehängt. Durch eine große Bodenfreiheit ist der Wagen auch für Feldwege oder schlechte Straßen geeignet. Die Karosserie besteht aus Holzgerippe mit Blechbeplankung.
Mit dem zuverlässigen Vierzylindertriebwerk M 136 sind 28 kW (38 PS) möglich. Im Heft von 1936 schreibt die Autozeitschrift ‚Motor und Sport‘: „Jedenfalls arbeitet die Maschine so ruhig, und die Abdämpfung der Schwingungen ist eine so gute, dass man nie einen Vierzylindermotor unter der Haube vermuten würde.“
Zunächst sind sechs Pkw-Karosserievarianten erhältlich: Limousine mit zwei und vier Türen, Cabriolet-Limousine, offener Tourenwagen mit zwei Türen, Cabriolet B und zweisitziger Roadster. Es folgen weitere Karosserien, darunter der Tourenwagen mit zwei und vier Türen sowie ein Kübelsitzwagen für Polizei und Wehrmacht, wovon bis 1942 drei Varianten entstehen. 91.048 Exemplare werden bis 1942 vom 170 V produziert – dann muss die Herstellung aufgrund des Kriegs zunächst eingestellt werden. 1946 wird erneut produziert – bis 1953.