Typische Plattformschutzprogramme vs. Eigenständige Ferienhausversicherung: Hier liegen die Unterschiede

Das Wichtigste vorweg: Gängiger Plattformschutz schützt meist einzelne Vermietungen. Eine Ferienhausversicherung schützt die Ferienimmobilie dauerhaft, auch bei Eigennutzung oder Leerstand.

Ein Wasserschaden zerstört das Mobiliar in einem Ferienhaus. Nach mehreren Gästewechseln sind Möbel in einer Ferienwohnung beschädigt, ohne dass sich der Verursacher noch eindeutig zuordnen lässt. Ein Sturm beschädigt den Pool und Außenanlagen eines Ferienhauses kurz vor der nächsten Anreise von Gästen. Genau in solchen Situationen zeigt sich, warum Plattformschutz und eine Ferienhausversicherung unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wo die wichtigsten Unterschiede liegen, welche finanziellen Risiken trotz Plattformschutz bestehen und warum viele Eigentümer zusätzlich auf eine Ferienhausversicherung setzen.

Zwei Frauen sitzen um einen Tisch, ausgebreitet ist eine Karte auf der sie gerade einen Urlaub planen.

Warum viele Eigentümer Plattformschutz überschätzen

Viele Schutzprogramme von Buchungsplattformen vermitteln ein hohes Sicherheitsgefühl. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, dass eine zusätzliche Absicherung kaum noch notwendig ist.

Schutzprogramme klingen oft wie eine klassische Versicherung

Viele Eigentümer von Ferienwohnungen oder Ferienhäusern begegnen Plattformschutzprogrammen bereits direkt während der Inseratserstellung oder Vermietung. Begriffe wie „Gastgeberschutz“ oder „Schutzprogramm“ klingen vertraut und erinnern bewusst an klassische Versicherungslösungen.

Für viele Vermieter entsteht dadurch automatisch das Gefühl, bereits umfassend abgesichert zu sein. Private Eigentümer ohne Versicherungserfahrung können deshalb häufig die Unterschiede zwischen Plattformschutz von Vermietungsportalen und einer umfassenden Versicherung kaum erkennen.

Die Wahrnehmung entsteht vor allem durch einfache Kommunikation

Viele Buchungsplattformen setzen bewusst auf einfache und verständliche Kommunikation. Schutzprogramme werden häufig als zusätzlicher Vorteil für Gastgeber dargestellt und sollen Vertrauen schaffen.

Wer seine Ferienimmobilie online vermietet, möchte sich möglichst unkompliziert absichern und sich nicht intensiv mit komplexen Vertragsbedingungen beschäftigen müssen. Durch das Schutzangebot vieler Plattformen, über die Ferienimmobilien vermietet werden, entsteht jedoch schnell der Eindruck, bereits umfassend abgesichert zu sein.

Viele Eigentümer prüfen die Details erst im Ernstfall

Am Anfang funktioniert die Vermietung häufig problemlos. Schäden oder Streitfälle treten vergleichsweise selten auf. Deshalb beschäftigen sich viele Eigentümer zunächst kaum mit den konkreten Bedingungen oder möglichen Einschränkungen von Plattformschutzprogrammen.

Erst wenn ein größerer Schaden entsteht oder Unklarheiten auftreten, werden Fragen nach Zuständigkeiten, Nachweisen oder Leistungsumfang akut.

Plattformschutz und Versicherung werden häufig gleichgesetzt

Ein häufiger Grund für Missverständnisse liegt darin, dass Plattformschutzprogramme und Versicherungen im Sprachgebrauch oft ähnlich wahrgenommen werden. Tatsächlich handelt es sich jedoch nicht automatisch um identische Modelle oder gleichwertige Absicherungskonzepte.

Deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie die Schutzprogramme der gängigen Buchungsplattformen aufgebaut sind und wo die strukturellen Unterschiede zu Ferienhausimmobilienversicherungen liegen.

Wie Schutzprogramme von Buchungsplattformen normalerweise funktionieren

Schutzprogramme von Buchungsplattformen basieren häufig auf eigenen Plattformbedingungen und internen Abläufen. Allein dadurch unterscheiden sie sich schon in Aufbau und Funktionsweise von klassischen Versicherungsverträgen.

Häufig ist sogar eine Versicherung eingebunden. Für Eigentümer ist das aber nicht immer sofort erkennbar. Denn die genaue Rolle eines Versicherung ergibt sich oft erst aus den Bedingungen. Auch Hinweise oder das Kleingedruckte der Plattform können dafür wichtig sein.

Die Plattform definiert die Rahmenbedingungen

Bei Schutzprogrammen vieler Online-Vermietungsportale werden Ablauf, Voraussetzungen und mögliche Leistungen meist direkt durch die Plattform selbst festgelegt. Dazu gehören beispielsweise Fristen zur Schadenmeldung, Anforderungen an Nachweise oder interne Prüfprozesse.

Welche Schäden berücksichtigt werden und unter welchen Bedingungen Leistungen möglich sind, richtet sich deshalb häufig nach den jeweiligen Plattformregeln.

Schäden werden über interne Prozesse geprüft

Kommt es während oder nach einer Vermietung zu einem Schaden, erfolgt die Meldung in der Regel zunächst direkt über die Buchungsplattform. Eigentümer müssen Schäden dabei dokumentieren und entsprechende Nachweise bereitstellen.

Im Schadenfall folgt die Bearbeitung meist einem standardisierten Ablauf:

  1. Meldung des Schadens über die Plattform 
  2. Upload von Fotos oder Dokumenten 
  3. Prüfung nach Plattformbedingungen 
  4. Mögliche Rückfragen oder ergänzende Nachweise 
  5. Entscheidung über die weitere Bearbeitung 

Wie einzelne Fälle bewertet werden, hängt dabei von den jeweiligen Plattformbedingungen und dem konkreten Sachverhalt ab.

Die Grafik erklärt beispielhaft, wie Plattformschutz typischerweise funktioniert und wie ein Schadenfall bei einer Plattform gemeldet wird.

Plattformschutz ist meist an Buchungen gebunden

Viele Schutzprogramme beziehen sich vor allem auf Schäden im Zusammenhang mit einer konkreten Buchung oder einem registrierten Aufenthalt. Schäden ohne direkten Bezug zu einer Vermietung über die jeweilige Plattform sind deshalb nicht automatisch Bestandteil des Schutzumfangs.

Der Leistungsumfang kann sich unterscheiden

Buchungsplattformen arbeiten mit jeweils unterschiedlichen Schutzmodellen oder Bedingungen. Umfang, Voraussetzungen und mögliche Leistungen können sich deshalb deutlich unterscheiden.

Auch Änderungen von Bedingungen oder Abläufen sind grundsätzlich möglich. Eigentümer sollten sich deshalb regelmäßig mit den aktuellen Regelungen ihrer jeweiligen Plattform beschäftigen.

Was passiert, wenn ein Schaden keiner Buchung zugeordnet werden kann?
Nicht jeder Schaden entsteht während eines eindeutig nachvollziehbaren Gastaufenthalts. In unseren Schadenbeispielen zeigen wir, welche Risiken bei Ferienhäusern und Ferienwohnungen in der Praxis auftreten können.

Plattformschutz vs. Ferienhausversicherung: Die wichtigsten Unterschiede

Plattformschutzprogramme und klassische Ferienhausversicherungen verfolgen unterschiedliche Ansätze. Die Unterschiede zeigen sich vor allem bei Vertragsgrundlage, Schadenregulierung und langfristiger Absicherung.

Plattformschutz und Ferienhausversicherung im direkten Vergleich

 FerienimmobilienversicherungTypischer Plattformschutz
GrundlageIndividueller Versicherungsvertrag mit dem VersichererBestandteil der jeweiligen Plattform-Nutzungsbedingungen
AuslöserEintritt eines im Vertrag definierten SchadenereignissesIn der Regel gebunden an eine Buchung über die Plattform
Typischer FokusImmobilie, Ausstattung und Haftungsrisiken über die gesamte VertragslaufzeitRegelungen rund um die Vermietung an Gäste
Gültigkeit bei Eigennutzung oder LeerstandVertraglich geregelt, unabhängig von einer BuchungAbhängig vom jeweiligen Modell der Plattform
AnpassbarkeitIndividuell an Nutzung, Ausstattung und Immobilie anpassbarVorgegeben durch die jeweiligen Plattformbedingungen
Ansprechpartner im SchadenfallVersicherer bzw. SchadenspezialistProzess und Zuständigkeit gemäß Plattformbedingungen
Änderung der BedingungenNur im Rahmen des Versicherungsvertrags möglichKann durch die Plattform grundsätzlich angepasst werden

Unterschiedliche Vertragsgrundlagen

Ein wichtiger Unterschied liegt bereits in der Grundlage der Absicherung. Eine Ferienhausversicherung basiert auf einem verbindlichen Versicherungsvertrag mit klar definierten Leistungen, Versicherungssummen, Bedingungen und vereinbarten Laufzeiten. Welche Schäden versichert sind und unter welchen Voraussetzungen Leistungen erbracht werden, ist vertraglich geregelt.

Typische Plattformschutzprogramme orientieren sich dagegen meist an den jeweiligen Plattformbedingungen und internen Richtlinien der Anbieter. Voraussetzungen, Abläufe und mögliche Leistungen ergeben sich dabei häufig direkt aus den Plattformregeln und können je nach Anbieter unterschiedlich ausgestaltet sein.

Unterschiedliche Abläufe im Schadenfall

Auch die Bearbeitung von Schäden folgt häufig unterschiedlichen Strukturen.

Klassische Versicherungen: Die Schadenregulierung erfolgt auf Basis der vereinbarten Versicherungsbedingungen und des bestehenden Versicherungsvertrags. Leistungen, Voraussetzungen und versicherte Schäden sind dabei vertraglich definiert. Eigentümer melden den Schaden beim Versicherer, reichen Nachweise ein und die Regulierung erfolgt im Rahmen der vereinbarten Police. Der Schaden wird in der Regel von einem Schadenspezialisten bearbeitet.

Plattformschutzprogramme: Die Prüfung läuft meist über interne Plattformprozesse, Dokumentationspflichten und die jeweiligen Bedingungen des Onlineportals. Schäden müssen häufig innerhalb bestimmter Fristen gemeldet und detailliert dokumentiert werden. Ob und in welchem Umfang Leistungen möglich sind, richtet sich dabei nach den jeweiligen Plattformregeln und dem konkreten Einzelfall.

Der Umfang des Schutzes kann unterschiedlich ausfallen

Ferienhausversicherungen lassen sich gezielt an Immobilie, Ausstattung und Nutzung anpassen. Je nach Versicherungsumfang können Hausrat (auch Kunstgegenstände), Gebäude, Haftpflicht, Pools, Nebengebäude oder Außenanlagen berücksichtigt werden. Auch Mietausfall kann eingeschlossen werden. Gerade bei hochwertigen Einrichtungen, regelmäßiger Vermietung oder komplexeren Nutzungsszenarien spielt das für viele Eigentümer eine wichtige Rolle.

Plattformschutz und Versicherung setzen unterschiedliche Schwerpunkte

Bei Plattformschutzprogrammen ist der Schutz meist direkt mit der Vermietung über die jeweilige Plattform verbunden.

Eine Ferienhausversicherung ist dagegen dauerhaft auf die Immobilie und ihre Nutzung ausgerichtet. Dabei können sowohl Eigennutzung als auch zeitweise oder auch reine Vermietung berücksichtigt werden. Der Versicherungsschutz besteht grundsätzlich unabhängig davon, ob sich gerade Gäste im Ferienhaus aufhalten oder nicht.

Eine Frau mit braunen Haaren in einem Business-Outfit lächelt, Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients.
Gerade bei hybrider Nutzung oder längeren Leerstandszeiten ist es für viele Eigentümer wichtig, dass der Versicherungsschutz dauerhaft besteht und nicht nur an einzelne Buchungen oder Gastaufenthalte gekoppelt ist.
Alina SuckerUnderwriting Manager Property, Art & Private Clients

Ihre Ferienimmobilie verdient besonderen Schutz

Ob Rückzugsort am Meer, Chalet in den Bergen oder Finca im Süden - jede Ferienimmobilie ist einzigartig. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Ferienhaus oder Ihre Ferienwohnung umfassend absichern und so langfristig den Wert Ihrer Investition schützen können.

Welche Risiken und Verantwortlichkeiten trotz Plattformschutz bestehen

Typische Plattformschutzprogramme können bestimmte Schäden im Zusammenhang mit einer Vermietung berücksichtigen. Gleichzeitig bleiben bei Ferienimmobilien zahlreiche Risiken und Verantwortlichkeiten bestehen, die Eigentümer oft erst im Schadenfall wahrnehmen.

Schäden durch Gäste sind nur ein kleiner Teil des Risikos

Viele Schäden in Ferienwohnungen oder Ferienhäusern entstehen unabhängig von einer konkreten Buchung oder werden erst deutlich später entdeckt. Dazu zählen beispielsweise:

  • Leitungswasserschäden  
  • Sturm- und Wetterschäden 
  • Technische Defekte 
  • Frostschäden  
  • Schäden an Pool- oder Außenanlagen 

Nicht jeder Schaden lässt sich eindeutig zuordnen

In der Praxis ist häufig nicht sofort klar, wann ein Schaden entstanden ist oder wer ihn verursacht hat. Wird beispielsweise ein Wasserschaden erst nach mehreren Gästewechseln entdeckt, kann die Nachweisführung schwierig werden. Auch Schäden an Außenbereichen, Pools, Terrassen oder Nebengebäuden lassen sich nicht immer eindeutig einem einzelnen Aufenthalt zuordnen.

Trotz bestehender Schutzprogramme können deswegen weiterhin Risiken, Verantwortlichkeiten und organisatorischer Aufwand für Eigentümer entstehen.

Eigentümer bleiben für die Immobilie verantwortlich

Unabhängig von gängigen Plattformschutzprogrammen bleiben Eigentümer weiterhin für Zustand, Sicherheit und Instandhaltung ihrer Ferienimmobilie verantwortlich, auch während der Vermietung. Dazu gehören unter anderem:

  • Sichere Wege, Treppen und Außenbereiche 
  • Funktionierende Elektro-, Wasser- und Heizungsanlagen 
  • Regelmäßige Kontrolle der Ferienimmobilie 
  • Instandhaltung von Pools, Terrassen oder Außenanlagen 
  • Absicherung gegen Sturm-, Wasser- oder Frostschäden 
  • Schnelle Reaktion bei erkennbaren Schäden oder Defekten

Plattformschutzprogramme ersetzen diese Verantwortung nicht. Besonders wichtig wird dies bei Ferienhäusern mit häufig wechselnden Gästen, Pools, Außenanlagen oder längeren Leerstandszeiten, weil dort das Risiko für Schäden, Unfälle, technische Probleme oder unbemerkte Defekte deutlich steigt.

Streitfälle können zusätzlichen Aufwand verursachen

Schäden an Ferienimmobilien führen nicht nur zu Reparaturkosten, sondern häufig auch zu organisatorischem Aufwand. Typische Online-Vermietungsportale vermitteln häufig nur zwischen Gast und Eigentümer, übernehmen aber selbst keine Verantwortung oder Haftung und schalten sich nur ein, wenn keine Einigung erzielt wird. 

Gerade bei internationaler Vermietung, mehreren Beteiligten oder unklaren Schadenursachen können solche Fälle schnell schwierig werden.

Komplexe Nutzung erhöht die Anforderungen an den Schutz

Je häufiger oder vielseitiger eine Ferienimmobilie genutzt wird, desto vielfältiger werden auch die Risiken. Das gilt insbesondere bei:

  • regelmäßiger Kurzzeitvermietung 
  • Hybrid-Nutzung zwischen Eigennutzung und Vermietung 
  • hochwertigen Einrichtungen 
  • Pools und Außenanlagen 
  • längeren Leerstandszeiten 
  • Ferienimmobilien im Ausland 

Genau deshalb prüfen viele Eigentümer zusätzlich, ob bestehende Schutzprogramme tatsächlich zum individuellen Risiko der Immobilie passen.

Verbleibende Risiken von Ferienimmobilien trotz typischem Plattformschutz als Grafik aufgelistet.

Wenn Vermietung und Eigennutzung zusammenkommen
Eine Ferienimmobilie wird oft unterschiedlich genutzt: privat, durch Gäste oder zeitweise gar nicht. Welche Risiken dadurch entstehen können und worauf Eigentümer achten sollten, lesen Sie im Beitrag zur hybriden Nutzung.

Warum typischer Plattformschutz eine Ferienhausversicherung nicht ersetzt

Eine speziell auf Ferienimmobilien ausgerichtete Ferienhausversicherung berücksichtigt deutlich mehr Risiken, Nutzungsszenarien und Haftungsfragen als Schutzprogramme gängiger Buchungsplattformen. Warum das in der Praxis wichtig wird, zeigen folgende Schadenfälle aus dem Alltag vieler Ferienimmobilien.

Wenn Leitungswasser zum Gebäudeschaden wird

Ein kleiner Leitungswasserschaden bleibt während mehrerer Gästewechsel zunächst unbemerkt. Erst Wochen später wird das Ausmaß sichtbar.

Die Folgen sind erheblich: Böden müssen entfernt, Räume getrocknet und Handwerker organisiert werden. Hinzu kommen mögliche Schäden an Möbeln, Wänden oder technischen Anlagen. In schweren Fällen kann die Ferienimmobilie vorübergehend nicht mehr genutzt oder vermietet werden.

Eine speziell auf Ferienimmobilien ausgerichtete Gebäudeversicherung wird in solchen Situationen besonders wichtig, weil sie die Immobilie dauerhaft absichert und je nach Versicherungsumfang auch Mietausfälle berücksichtigen kann. Gleichzeitig profitieren Eigentümer im Schadenfall von professioneller Unterstützung bei Begutachtung, Organisation und Schadenabwicklung.

Beschädigter Hausrat wird zum Versicherungsfall

Nach mehreren Vermietungen fallen beschädigte Elektrogeräte, Flecken auf Teppichen und Vandalismusschäden auf. Es lässt sich kaum noch nachvollziehen, wann die Schäden ursprünglich entstanden sind oder welcher Aufenthalt damit zusammenhängt.

Bei beschädigten Möbeln, Geräten oder Innenbereichen entstehen dadurch schnell erhebliche Kosten. Müssen Einrichtung oder Ausstattung komplett ersetzt werden, steigen die Schadenkosten oft massiv an.

Gerade weil sich Schäden nach mehreren Gästewechseln häufig nicht mehr eindeutig zuordnen lassen, wird ein passender Hausratschutz für viele Eigentümer besonders wichtig. Er kann Möbel, Einrichtung und technische Ausstattung dauerhaft absichern. Anders als typischer Plattformschutz ist der Versicherungsschutz dabei grundsätzlich nicht an einzelne Gastaufenthalte oder konkrete Buchungen gekoppelt.

Ein Sturm fegt über Pool und Außenanlagen

Während längerer Leerstandszeiten beschädigt ein Sturm Teile der Terrasse, des Poolbereichs und der Außenanlagen. Erst kurz vor der nächsten Anreise fällt auf, dass zerstörte Bodenplatten, defekte Pooltechnik und eine beschädigte Garage umfangreiche Reparaturen notwendig machen.

Die Folgen sind aufwendig und kostenintensiv: Außenbereiche müssen instandgesetzt, Pooltechnik repariert und das Dach der Garage komplett ersetzt werden.

Für Ferienimmobilien mit Pools, Gärten und Garagen wird eine Ferienhausversicherung besonders wichtig. Denn solche Schäden entstehen unabhängig von einem konkreten Gastaufenthalt. Je nach Versicherungsumfang können dabei auch Außenbereiche, Pooltechnik oder Nebengebäude dauerhaft abgesichert werden.

Worauf Eigentümer bei der Absicherung ihrer Ferienimmobilie achten sollten

Ferienimmobilien bringen häufig andere Risiken mit sich als dauerhaft bewohnte Immobilien. Deshalb sollte der Versicherungsschutz regelmäßig an Nutzung, Lage und Ausstattung der Ferienimmobilie angepasst werden, damit Versicherungssumme und tatsächlicher Wert der Immobilie dauerhaft zusammenpassen und keine Unterversicherung entsteht.

Diese Punkte sollte eine Ferienhausversicherung berücksichtigenWarum das bei Ferienimmobilien wichtig ist
Eigennutzung, Vermietung und Leerstandszeiten berücksichtigenViele Ferienimmobilien wechseln zwischen Eigennutzung, Vermietung und längeren Leerstandszeiten
Gebäude, Hausrat und hochwertige Einrichtung absichernSchäden an Immobilie, Möbeln, Technik oder Einrichtung können hohe Kosten verursachen
Pools, Außenanlagen und Nebengebäude einschließenZusätzliche Bereiche können höhere Schaden- und Reparaturkosten verursachen
Mietausfälle berücksichtigenGrößere Schäden können die Vermietung vorübergehend unmöglich machen
Ferienimmobilien im Ausland absichernGrößere Entfernungen erschweren Kontrolle, Organisation und Schadenabwicklung
Versicherungsschutz nach deutschem Standard bietenDeutsche Vertragsgrundlagen und deutschsprachige Ansprechpartner schaffen zusätzliche Sicherheit
Unterstützung bei Schadenabwicklung und Reparaturen leistenAus der Distanz zwischen Hauptwohnsitz und Ferienimmobilie werden Organisation, Begutachtung und Koordination vor Ort wichtig

Wie Ferienimmobilien bei Eigennutzung, Vermietung oder Leerstandszeiten abgesichert werden können und worauf Eigentümer besonders achten sollten, erfahren Sie hier:

Fazit: Plattformschutz und Versicherung erfüllen unterschiedliche Aufgaben

Typische Plattformschutzprogramme können bei einzelnen Schäden im Zusammenhang mit Vermietungen unterstützen. Eine Ferienhausversicherung geht jedoch deutlich weiter: Sie berücksichtigt den Schutz der Immobilie dauerhaft und kann je nach Versicherungsumfang Gebäude, Hausrat inklusive Kunst- und Wertgegenstände, Außenanlagen, Leerstandszeiten oder Mietausfälle absichern.

Gerade bei Eigennutzung, regelmäßiger Vermietung oder Ferienimmobilien im Ausland wird deshalb deutlich, warum viele Eigentümer zusätzlich auf einen umfassenden Versicherungsschutz setzen.

Eine Frau mit braunen Haaren in einem Business-Outfit lächelt, Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients.

Autorin: Alina Sucker, Head Art & Private Clients, Property & Event

Expertin für Kunst, Oldtimer & exklusive Versicherungslösungen

Alina Sucker ist Head Art & Private Clients, Property & Event bei Hiscox – und Versicherungsspezialistin für die schönen Dinge des Lebens: Oldtimer, Kunst, Sammlerstücke und individuelle Werte mit besonderem Schutzbedarf. 

 

 

Häufige Fragen zu typischem Plattformschutz und Ferienhausversicherung

Brauche ich trotz Plattformschutz eine zusätzliche Versicherung?

Gerade bei regelmäßiger Vermietung, Eigennutzung, Leerstandszeiten oder Ferienimmobilien im Ausland prüfen viele Eigentümer zusätzlichen Versicherungsschutz. Plattformschutz und Ferienhausversicherung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Was deckt eine Ferienhausversicherung ab?

Je nach Versicherungsumfang können beispielsweise Gebäude, Hausrat, Außenanlagen, Pools, Nebengebäude oder Mietausfälle berücksichtigt werden.

Sind Ferienimmobilien über die Hausratversicherung des Hauptwohnsitzes mitversichert?

Nicht automatisch. Klassische Hausratversicherungen beziehen sich häufig auf den dauerhaft bewohnten Hauptwohnsitz. Ferienimmobilien stellen dagegen meist einen zusätzlichen Versicherungsort mit eigener Risikostruktur dar.

Welche Schäden entstehen bei Ferienimmobilien besonders häufig?

Zu den typischen Schäden zählen unter anderem Leitungswasser-, Sturm-, Frost- oder Feuchtigkeitsschäden. Auch Schäden an Pools, Außenanlagen oder hochwertiger Einrichtung spielen bei Ferienimmobilien häufig eine Rolle.

Warum sind Leerstandszeiten bei Ferienimmobilien relevant?

Viele Ferienhäuser oder Ferienwohnungen stehen über längere Zeit leer. Schäden bleiben dadurch häufig länger unbemerkt und können sich zu erheblichen Folgeschäden entwickeln.

Können auch Pools und Außenanlagen abgesichert werden?

Je nach Versicherungsumfang können auch Pools, Terrassen, Gartenbereiche oder Nebengebäude berücksichtigt werden.

Warum ist eine speziell auf Ferienimmobilien ausgerichtete Versicherung sinnvoll?

Ferienimmobilien unterscheiden sich in vielen Punkten von dauerhaft bewohnten Wohnhäusern. Eigennutzung, Vermietung, Leerstand oder Auslandsimmobilien bringen häufig besondere Risiken und organisatorische Anforderungen mit sich.

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