Warum Ferienhäuser besonders anfällig für Schäden sind

Das Wichtigste vorweg: Ferienhäuser bleiben oft wochenlang unbeaufsichtigt. Dadurch können sich kleine Schäden unbemerkt zu kostspieligen Angelegenheiten entwickeln.

Extreme Wetterereignisse haben in vielen Teilen Europas in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Besonders die Jahre 2021 bis 2023 waren von Starkregen, Überschwemmungen, Hitzewellen und schweren Stürme geprägt.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Risiken bei Ferienhäusern häufig unterschätzt werden, wie typische Schäden entstehen und warum Prävention, regelmäßige Kontrolle und ein passender Versicherungsschutz eine zentrale Rolle spielen.

Über einem ruhigen Meer scheint strahlender Sonnenschein, betrachtet von einer gefliesten Terrasse mit weißer Wand und grünen Hecken, eingerahmt von Palmen unter einem wolkigen blauen Himmel.

Warum Ferienhäuser besonders anfällig für Schäden sind

Ferienhäuser sind durch Leerstand, Vermietung, Wetterbelastungen (z.B. in Meeresnähe) und längere Abwesenheiten oft anfälliger für Schäden als dauerhaft bewohnte Immobilien.

Ferienimmobilien werden anders genutzt als Hauptwohnsitze

Ferienhäuser und Zweitwohnsitze unterscheiden sich in vielen Punkten von dauerhaft bewohnten Immobilien. Zwischen Aufenthalten liegen oft längere Zeiträume, in denen Gebäude, Technik und Außenbereiche nur eingeschränkt kontrolliert werden. Genau diese Abwesenheit erhöht viele Risiken.

Schäden bleiben häufig länger unbemerkt

Während Probleme im Hauptwohnsitz meist schnell auffallen, werden Auffälligkeiten in Ferienimmobilien oft erst deutlich später entdeckt. Dadurch können sich selbst kleinere Ursachen über längere Zeit unbemerkt entwickeln und größere Auswirkungen auf das Gebäude haben.

Wetter, Klima und Lage spielen eine besondere Rolle

Viele Ferienhäuser befinden sich in Regionen mit besonderen klimatischen Belastungen, etwa an Küsten, in Bergregionen oder in stark sonnenexponierten Gebieten. Wetter, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen wirken dort häufig direkter auf Gebäude, Außenanlagen und technische Systeme ein.

Welche Risiken dadurch besonders relevant werden und warum sich Schäden in Ferienhäusern häufig anders entwickeln als in dauerhaft bewohnten Immobilien, zeigen die folgenden Kapitel.

Eine Frau mit braunen Haaren in einem Business-Outfit lächelt, Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients.
Wir beschäftigen uns bei Hiscox seit vielen Jahren intensiv mit den besonderen Risiken von Ferienimmobilien. Gerade bei Ferienwohnungen im Ausland sollten Sie als Eigentümer darauf achten, dass Versicherungsbedingungen verständlich formuliert sind und die Kommunikation im Schadenfall auf Deutsch möglich ist. Klare Bedingungen und deutschsprachige Ansprechpartner können im Ernstfall vieles deutlich einfacher machen.
Alina SuckerProduct Head Art & Private Clients, Property & Events
Zur Beratungsstellensuche von K-EINBRUCH

Ihre Ferienimmobilie verdient besonderen Schutz

Ob Rückzugsort am Meer, Chalet in den Bergen oder Finca im Süden - jede Ferienimmobilie ist einzigartig. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Ferienhaus oder Ihre Ferienwohnung umfassend absichern und so langfristig den Wert Ihrer Investition schützen können.

Warum Leerstand das Risiko bei Ferienhäusern erhöht

Leerstand gehört zu den größten Risikofaktoren bei Ferienhäusern, weil Technik, Leitungen und Materialien über längere Zeit nicht genutzt oder kontrolliert werden.

Besonders betroffen sind Bereiche, die empfindlich auf Stillstand, Temperaturwechsel oder Feuchtigkeit reagieren:

GebäudebereichTypische Risiken bei längeren Leerstandszeiten
Wasserleitungen und HeizsystemeBei längeren Nutzungspausen können Leitungen auskühlen und Wasser in wenig genutzten Bereichen verbleiben. Während Frostperioden können gefrierendes Wasser und starke Temperaturunterschiede Leitungen, Verbindungen oder Heiztechnik zusätzlich belasten. Kleine Undichtigkeiten oder Druckverluste in Leitungen bleiben zudem häufig länger unbemerkt.
Dächer und GebäudehüllenDurch Temperaturschwankungen, Sonneneinstrahlung und Frost dehnen sich Materialien aus und ziehen sich wieder zusammen. Mit der Zeit können dadurch kleine Spannungsrisse entstehen, Abdichtungen spröde werden oder sich Dachziegel und Übergänge am Gebäude lockern. Dringt zusätzlich Feuchtigkeit ein, weiten sich vorhandene Schäden häufig schrittweise aus.
Fenster, Türen und DichtungenHitze, Feuchtigkeit und starke Temperaturunterschiede wirken dauerhaft auf Dichtungen, Rahmen und bewegliche Bauteile ein. Holzrahmen können sich verziehen, Dichtungen mit der Zeit porös werden und Fenster oder Türen dadurch schlechter schließen. So kann Feuchtigkeit leichter in Übergänge und Materialien eindringen.
Wände, Böden und DämmungenDringt Feuchtigkeit durch kleine undichte Stellen, Kondensation oder eindringendes Wasser in das Gebäude ein, trocknet sie während längerer Leerstandszeiten häufig deutlich langsamer ab. Ohne regelmäßiges Lüften, Heizen oder Nutzung bleibt Nässe länger in Böden, Wänden oder Dämmungen bestehen. Dadurch können Materialien dauerhaft belastet werden und Feuchtigkeitsschäden oder Schimmel schrittweise entstehen.
Klimaanlagen und LüftungssystemeLängere Stillstandszeiten können Feuchtigkeit in Leitungen, Filtern oder Lüftungssystemen begünstigen. Werden Klimaanlagen oder Lüftungssysteme über längere Zeit nicht genutzt, können sich Feuchtigkeit und Ablagerungen in einzelnen Komponenten sammeln. Hohe Temperaturen, mangelnde Luftzirkulation oder längere Betriebsunterbrechungen belasten zusätzlich Technik und Filtersysteme und können Schimmel, Keime oder andere mikrobielle Belastungen begünstigen.
Elektrische AnlagenElektrische Systeme und Steuerungen laufen häufig dauerhaft weiter, auch wenn das Gebäude leer steht. Feuchtigkeit, Spannungsschwankungen oder technische Defekte können dadurch Schaltungen, Sensoren oder angeschlossene Gebäudetechnik belasten. Bei längeren Abwesenheiten bleiben Störungen in elektrischen Anlagen oder Smart-Home-Systemen häufig zunächst unbemerkt.

Je länger eine Ferienimmobilie unbewohnt bleibt, desto stärker wirken äußere Einflüsse dauerhaft auf Gebäude und technische Systeme ein. Dadurch entstehen andere Belastungen als in regelmäßig genutzten Häusern. Auch Einbrecher haben natürlich ein leichteres Spiel bei häufigem Leerstand.

Welche Risiken bei vermieteten Ferienhäusern entstehen

Wechselnde Nutzer und saisonale Belegung können Gebäude, Technik und Ausstattung zusätzlich belasten.

Wechselnde Nutzer erhöhen die Belastung von Gebäude und Ausstattung

Unterschiedliche Nutzer, saisonale Belegung und häufige An- und Abreisen beanspruchen Gebäude, Technik und Ausstattung oft stärker als in dauerhaft bewohnten Immobilien. Fenster, Türen, Küchen, Sanitärbereiche oder technische Anlagen werden intensiver genutzt und unterschiedlich bedient.

Gäste und Mieter können zusätzliche Schäden verursachen

Wer seine Ferienwohnung zeitweise vermietet, sollte außerdem berücksichtigen, dass Gäste oder Mieter Schäden an Gebäude, Einrichtung oder technischen Anlagen verursachen können. Dazu zählen etwa beschädigte Ausstattung, unsachgemäße Nutzung technischer Systeme oder kleinere Schäden, die zunächst unbemerkt bleiben.

Eine Karte von Europa zum Einfluss von extremen Wetterereignissen. Betroffen sind überwiegend Spanien, Portugal, Südfrankreich, Italien und Griechenland.
Quelle: Usman, S., Parker, M. & Valla, M.: Dry-roasted NUTS: early estimates of the regional impact of 2025 extreme weather, September 2025.

Welche Wetter- und Klimarisiken Ferienimmobilien besonders belasten

Lage, Klima und Wetterbedingungen beeinflussen viele Risiken bei Ferienhäusern direkt, besonders in Küstenregionen, Berggebieten oder heißen Sommerregionen mit hoher Wetter- und Feuchtigkeitsbelastung.

Extremwetterereignisse in europäischen Regionen im Jahr 2025

Die Karte zeigt europäische Regionen, die 2025 besonders von Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen oder kombinierten Extremereignissen betroffen waren. Besonders auffällig sind zahlreiche Regionen in Süd- und Westeuropa mit erhöhter Hitze- und Dürrebelastung.

Legende: Blau = Überschwemmungen, Rot = Hitzewellen, Gelb = Dürren, Lila = kombinierte Extremereignisse
 

Küstenregionen sind besonders wetterexponiert

Ferienhäuser an Küsten sind häufig stärkeren Wetter- und Klimaeinflüssen ausgesetzt als Immobilien im Inland. Besonders an Mittelmeer-, Atlantik- sowie Nord- und Ostseeküsten treten häufiger Sturm, Starkregen, hohe Luftfeuchtigkeit oder starke Wetterwechsel auf.

Hitze und Trockenheit belasten viele Regionen Südeuropas

In südlichen Regionen Europas treten Hitzeperioden, lange Trockenphasen und starke Sonneneinstrahlung besonders häufig auf. Gleichzeitig steigt in vielen Regionen nach langen Trockenperioden das Risiko für Starkregenereignisse und lokale Überschwemmungen.

Vor allem Ferienhäuser in Spanien, Italien, Griechenland oder Portugal sind dadurch häufig stärkeren Wetterextremen ausgesetzt als Immobilien in gemäßigten Regionen Europas.

Bergregionen und Winterklima erhöhen Frostbelastungen

Ferienhäuser in Bergregionen sind häufig starken Temperaturwechseln, Frostperioden und hoher Feuchtigkeit ausgesetzt. Besonders in alpinen Regionen wirken Schnee, Frost und wiederholtes Gefrieren und Auftauen direkt auf Gebäude und Außenbereiche ein.

Extremwetter verursacht in Europa steigende Schäden

Im Jahr 2025 verursachten Extremwetterereignisse in vielen europäischen Ländern erhebliche wirtschaftliche Schäden:

LandVerlust im Jahr 2025
Österreich0,4 Milliarden Euro
Deutschland0,8 Milliarden Euro
Griechenland2,3 Milliarden Euro
Frankreich10,1 Milliarden Euro
Italien11,9 Milliarden Euro
Spanien12,2 Milliarden Euro
Europäische Union42,7 Milliarden Euro

Quelle: angepasst nach Kotz, M. et al. (Universität Mannheim): The economic commitment of climate change, 2024; Angaben zu wirtschaftlichen Verlusten durch Extremwetterereignisse in Europa für das Jahr 2025.

Leitungswasser, Frost und Sturm: Die häufigsten Schäden am Ferienhaus

Leitungswasser, Feuer, Sturm und Frostgehören zu den häufigsten Ursachen größerer Gebäudeschäden bei Ferienhäusern.

Jedes Jahr entstehen so in Deutschland Kosten in Milliardenhöhe. Die häufigsten und teuersten Schäden in Wohngebäuden in Deutschland:

SchadenartLeistungen in Mio. EuroAnzahl Schäden (in Tsd.)
Leitungswasser4.5001.120
Sturm/Hagel1.750540
Feuer1.680170
Elementar*40080

Quelle: Gesamtverband der Versicherer (GDV), veröffentlicht über VersicherungsJournal, 2024

Elementargefahren umfassen Überschwemmung (Ausuferung und Starkregen), Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und Vulkanausbruch.

Leitungswasserschäden gehören zu den häufigsten Risiken

Leitungswasserschäden zählen zu den häufigsten und teuersten Gebäudeschäden. Allein in Deutschland lagen die versicherten Schäden zuletzt bei rund 4,5 Milliarden Euro. In Ferienhäusern entstehen sie häufig durch:

  • Frost in Leitungen oder Heizsystemen 
  • Beschädigte Rohre und Anschlüsse 
  • Defekte Armaturen oder technische Anlagen 
  • Druckschwankungen in Wasserleitungen 
  • Kleine Lecks, die über längere Zeit unbemerkt bleiben 

Sturm und Starkregen treffen Ferienhäuser oft direkt

Sturm- und Hagelschäden gehören nach Leitungswasserschäden zu den häufigsten Gebäudeschäden in Deutschland und verursachen jedes Jahr hohe Kosten. Besonders Ferienimmobilien in Küstenregionen oder exponierten Lagen sind starken Winden, Starkregen oder Hagel oft direkter ausgesetzt als Immobilien in geschützten Wohngebieten.

Brandschäden verursachen besonders hohe Kosten

Brände treten seltener auf als Leitungswasser- oder Sturmschäden, verursachen jedoch häufig besonders hohe Schäden an Gebäuden und Einrichtung. Allein in Deutschland lagen die versicherten Schäden zuletzt bei rund 1,7 Milliarden Euro

Elektrische Defekte, technische Störungen oder extreme Hitzeperioden erhöhen in vielen Regionen zusätzlich das Risiko für Brandschäden in und an Ferienhäusern.

Wie typische Schadenketten bei Ferienhäusern entstehen

Kleine Defekte können in Ferienhäusern unerwartet hohe Folgeschäden nach sich ziehen, insbesondere wenn sie längere Zeit unbemerkt bleiben. Warum aus scheinbar kleinen Problemen oft größere Schäden entstehen, lesen Sie im Beitrag Wie aus kleinen Problemen große Schäden werden: Die häufigsten Schadenketten bei Ferienhäusern. Anhand realer Beispiele aus der Versicherungspraxis erfahren Sie, wie typische Schadenketten entstehen und welche Faktoren ihre Auswirkungen verschärfen können.

Risiken bei Pools, Außenanlagen und Nebengebäuden

Außenbereiche und technische Anlagen reagieren bei Ferienhäusern oft besonders empfindlich auf Wetter, Leerstand und mangelnde Kontrolle.

Pools und Pooltechnik reagieren empfindlich auf Wetter und längere Stillstandszeiten

Pools gehören in vielen Ferienregionen zur typischen Ausstattung. Werden Schwimmbäder jedoch über längere Zeit nicht kontrolliert oder gewartet, können technische Defekte, Algenbildung, Feuchtigkeit oder Schäden an Leitungen und Technik entstehen.

Zu den besonders sensiblen Bereichen zählen unter anderem:

  • Pumpen und Filtersysteme 
  • Rohrleitungen und Wasseranschlüsse 
  • Elektronische Steuerungen und Sensoren 
  • Automatische Wasseraufbereitungssysteme  
  • Poolheizungen und Wärmepumpen 
  • Technikschächte und Technikräume 
  • Dichtungen, Ventile und Verbindungen 
  • Pool-Abdeckungen und bewegliche Systeme  

Außenanlagen sind Wetter und Feuchtigkeit direkt ausgesetzt

Terrassen, Pergolen, Außenküchen, Garagen oder Gartenhäuser stehen dauerhaft unter dem Einfluss von Wetter, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Gerade bei längeren Leerstandszeiten bleiben kleinere Schäden oder Materialbelastungen häufig länger unbemerkt.

Besonders anfällig für Wetter- und Feuchtigkeitsschäden sind:

  • Wege, Treppen und befestigte Außenanlagen 
  • Terrassen, Holzflächen und Bodenbeläge 
  • Pergolen, Überdachungen und Markisen 
  • Außenbeleuchtung und elektrische Anlagen 
  • Außenküchen und fest installierte Grillbereiche 
  • Rasenflächen, Gartenanlagen, Beete und Gewächshäuser 
  • Bewässerungs- und Drainagesysteme 
  • Stützmauern und terrassenförmig angelegte Grundstücksflächen 

Nebengebäude werden seltener kontrolliert

Garagen, Gartenhäuser oder Gästehäuser gehören bei vielen Ferienimmobilien selbstverständlich zum Grundstück, werden im Alltag jedoch oft deutlich weniger kontrolliert als das Hauptgebäude.

Besonders Gartenhäuser aus Holz reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und Witterung. So kann beispielsweise nach einem Sturm Wasser über ein beschädigtes Dach oder undichte Stellen eindringen und teure Geräte beschädigen. Bei Garagen begünstigen dagegen oft unbeheizte Innenräume und einfachere Abdichtungen Kondensation, eindringende Feuchtigkeit oder kleinere Witterungsschäden.

 

Wie aus kleinen Schäden große Folgeschäden entstehen

Kleine Schäden können sich bei Ferienhäusern über längere Zeit unbemerkt ausweiten und dadurch deutlich größere Folgeschäden verursachen.

Beispiel: Kleine Undichtigkeit entwickelt sich zum Feuchtigkeitsschaden

Nach einem Sturm bleibt an einem Ferienhaus am Meer eine undichte Stelle am Dach zunächst unbemerkt. Als der Schaden entdeckt wird, sind bereits große Teile des Speichers und der darin gelagerten Möbel beschädigt. Aus einer vergleichsweise kleinen Ursache entsteht dadurch ein deutlich größerer Schaden.

Beispiel: Frost beschädigt Leitungen während längerer Abwesenheit

Während einer Frostperiode sinkt die Temperatur in einem wenig genutzten Ferienhaus im Alpenvorland stark ab. In einer Wasserleitung im unbeheizten Hauswirtschaftsraum gefriert verbliebenes Wasser und beschädigt die Leitung. Erst einige Wochen später tritt Wasser aus und breitet sich im Gebäude aus.

Da niemand vor Ort ist, bleibt der Schaden zunächst unentdeckt. Feuchtigkeit gelangt dadurch in Böden, Wände und weitere Gebäudebereiche und verursacht einen hohen Schaden.

Wie Eigentümer Schäden am Ferienhaus vorbeugen können

Regelmäßige Kontrollen, Wartung technischer Anlagen, Frostschutz oder moderne Überwachungssysteme können helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen. Prävention verursacht zwar organisatorischen Aufwand und gegebenenfalls laufende Kosten, kann jedoch dazu beitragen, größere Schäden und aufwendige Reparaturen zu vermeiden.

Wie Sie Ihr Ferienhaus präventiv vor Schäden schützen können, erfahren Sie im Beitrag.

Dort lesen Sie unter anderem:

  • Welche Wartungs- und Kontrollmaßnahmen sinnvoll sind 
  • Wie Smart-Home-Systeme Schäden frühzeitig erkennen können 
  • Welche Maßnahmen vor Frost-, Wasser- oder Stromschäden schützen
Eine Grafik, die die Schadenaufwände bei einer Wohngebäudeversicherung nach Gefahr aufführt.
Quelle: GDV

Welcher Versicherungsschutz für Ferienimmobilien sinnvoll ist

Ferienhäuser bringen andere Risiken mit sich als dauerhaft bewohnte Immobilien. Leerstand, Wetterextreme, Frostoder saisonale Nutzung können Schäden deutlich verstärken.

Schadenaufwand erhöht sich stetig

Die Schadenhöhe hat sich in den letzten 20 Jahren kontinuierlich nach oben entwickelt. Allein im Jahr 2024 betrug der Schadenaufwand in Deutschland knapp 10 Milliarden Euro, wie diese Erhebung des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.) zeigt:

Versicherungsschutz regelmäßig an Ferienhaus und Nutzung anpassen

Deshalb sollte der Versicherungsschutz regelmäßig überprüft und an Lage, Nutzung und Ausstattung angepasst werden; so lässt sich eine Unterversicherung effektiv vermeiden. Gerade bei Zweitwohnsitzen im Ausland, zeitweiser Vermietung oder umfangreichen Außenanlagen unterscheiden sich Risiken und Absicherungsbedarf häufig deutlich vom klassischen Hauptwohnsitz.

Schließt die Versicherung für den Erstwohnsitz die Ferienimmobilie mit ein?

Klassische Hausratversicherungen sind an einen konkreten Versicherungsort gebunden, also an den dauerhaft bewohnten Hauptwohnsitz. Eine Ferienimmobilie stellt dagegen einen zusätzlichen Standort mit eigener Risikostruktur dar und ist deshalb nicht automatisch mitversichert.

Was deckt eine Ferienimmobilienversicherung ab?

Je nach Bedarf können Hausrat, Gebäude, technische Anlagen, Pools, Nebengebäude sowie Außen- und Grundstücksbereiche absichert werden.

Wie genau Ferienhäuser abgesichert werden können und worauf Eigentümer besonders achten sollten, erfahren Sie hier:

Fazit: Risiken bei Ferienhäusern realistisch einschätzen

Ferienhäuser sind häufig stärkeren Wetter-, Leerstands- und Gebäuderisiken ausgesetzt als dauerhaft bewohnte Immobilien. Insbesondere kleine Schäden können sich über längere Zeit unbemerkt ausweiten und größere Folgeschäden verursachen.

Regelmäßige Kontrolle, technische Prävention und ein passender Versicherungsschutz helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und Ferienwohnungen langfristig zu schützen.

Eine Frau mit braunen Haaren in einem Business-Outfit lächelt, Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients.

Autorin: Alina Sucker, Head Art & Private Clients, Property & Event

Expertin für Kunst, Oldtimer & exklusive Versicherungslösungen

Alina Sucker ist Head Art & Private Clients, Property & Event bei Hiscox – und Versicherungsspezialistin für die schönen Dinge des Lebens: Oldtimer, Kunst, Sammlerstücke und individuelle Werte mit besonderem Schutzbedarf. 

 

 

Häufige Fragen zu Risiken bei Ferienhäusern

Warum sind Ferienimmobilien anfälliger für Schäden als dauerhaft bewohnte Häuser?

Ferienhäuser stehen häufig über längere Zeit leer und werden seltener kontrolliert als Hauptwohnsitze. Dadurch bleiben kleine Schäden wie Feuchtigkeit, Leitungswasserschäden oder technische Defekte oft länger unbemerkt und können sich schrittweise ausweiten.

Welche Schäden treten bei Ferienhäusern besonders häufig auf?

Zu den häufigsten Schäden zählen Leitungswasserschäden, Frostschäden, Sturm- und Hagelschäden, Feuchtigkeitsschäden sowie Schäden an Außenanlagen, Pools oder Nebengebäuden. Auch technische Anlagen reagieren empfindlich auf längere Stillstandszeiten.

Warum erhöhen Leerstandszeiten das Risiko bei Ferienimmobilien?

Während längerer Abwesenheiten fehlen regelmäßige Kontrolle, Lüftung und Nutzung des Gebäudes. Dadurch breiten sich Feuchtigkeit, Frostschäden oder kleinere technische Defekte häufig stärker aus, bevor sie entdeckt werden.

Welche Regionen in Europa gelten als besonders wetteranfällig?

Besonders betroffen sind häufig Küstenregionen, südliche Sommerregionen und Berggebiete. Dort wirken Sturm, Starkregen, Hitze, Trockenheit, Frost oder hohe Luftfeuchtigkeit oft direkter auf Ferienhäuser als in gemäßigten Regionen.

Welche Risiken entstehen bei Pools und Außenanlagen?

Pools, Außenküchen, Bewässerungssysteme, Terrassen oder Gartenanlagen sind Wetter, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen direkt ausgesetzt. Gleichzeitig erhöhen zusätzliche technische Systeme wie Pumpen, Filter oder Wasseraufbereitung den Wartungs- und Kontrollaufwand.

Warum verursachen Leitungswasserschäden oft hohe Kosten?

Schon kleine Rohrschäden oder undichte Leitungen können sich über längere Zeit unbemerkt ausweiten. Dringt Wasser in Böden, Wände oder Dämmungen ein, entstehen häufig größere Reparaturen und aufwendige Trocknungsmaßnahmen.

Wie lassen sich Schäden am Ferienhaus vermeiden?

Regelmäßige Kontrollen, Wartung technischer Anlagen, Frostschutz, Feuchtigkeitsschutz und moderne Überwachungssysteme helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen. Besonders bei saisonal genutzten Ferienhäusern spielt Prävention eine wichtige Rolle.

Welche Versicherungen sind für ein Ferienhaus sinnvoll?

Welche Absicherung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Lage, Nutzung, Ausstattung und Leerstandszeiten der Ferienimmobilie ab. Relevant können beispielsweise Gebäudeversicherung, Hausratversicherung sowie Absicherungen für Pools, Nebengebäude oder technische Anlagen sein.

Darum Hiscox

  • Sofortiger Versicherungsschutz

    Einfach online Daten eingeben. Sie erhalten direkt Ihr Angebot, Ihre Versicherungspolice und Ihren Versicherungsnachweis.

  • Leistungsstarke Absicherung

    Verlassen Sie sich bei Hiscox auf zielgenaue und nachhaltige Absicherung ohne versteckte Klauseln und Kleingedrucktes.

  • Individuell, einfach und fair

    Bezahlen Sie nur genau das, was Sie wirklich brauchen und nur so lange, wie Sie es brauchen.

  • Starker Service im Schadenfall

    Bleiben Sie gelassen auch im Schadenfall. Ihr persönlicher Hiscox Experte steht Ihnen zur Seite.