Norditalien: Gute Erreichbarkeit und stabile Infrastruktur
Viele deutsche Käufer zieht es zunächst in den Norden Italiens. Regionen wie Ligurien oder die nördliche Adriaküste sind vergleichsweise gut erreichbar und verfügen über eine stabile Infrastruktur mit Flughäfen, Autobahnanbindung und ganzjährig geöffneten Dienstleistungen.
Das macht den Alltag oft einfacher, insbesondere wenn die Immobilie regelmäßig genutzt werden soll oder spontane Aufenthalte geplant sind. Gleichzeitig sind die Preise in beliebten Küstenlagen häufig deutlich höher und Grundstücke oder Häuser fallen kleiner aus als in südlicheren Regionen.
Besonders in gefragten Küstenregionen Norditaliens, etwa rund um Cinque Terre, Portofino oder entlang der oberen Adriaküste mit Orten wie Grado und Jesolo, zeigt sich ein typisches Spannungsfeld vieler Ferienorte: Die Nähe zum Meer geht häufig mit dichter Bebauung einher. Großzügige Grundstücke, Ruhe und Privatsphäre sind dort deutlich seltener geworden und oft nur noch abseits der bekanntesten Lagen zu finden.
Mittelitalien: Hohe Nachfrage und klassische Sehnsuchtsorte
Die Toskana und ihre Küstenregionen gehören seit Jahren zu den gefragtesten Märkten für Ferienimmobilien in Italien. Käufer finden hier eine Kombination aus spektakulärer Landschaft, vielfältiger Kultur, Kulinarik und guter Infrastruktur.
Allerdings ist die Nachfrage entsprechend hoch. Das zeigt sich nicht nur bei den Preisen: In Toplagen der toskanischen Küste, etwa in Forte dei Marmi, liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise häufig bei rund 13.000 Euro pro Quadratmeter. Einzelne Luxusobjekte in erster Meeresreihe oder besonders exklusiven Lagen können noch deutlich darüber liegen. Gleichzeitig sind viele vermeintlich günstigere Immobilien älter, sanierungsbedürftig oder wurden über Jahre nur eingeschränkt modernisiert. Gerade Häuser mit viel Charme bringen deshalb häufig einen hohen Renovierungsaufwand mit sich.
Auf der Adriaseite Mittelitaliens zeigt sich dagegen oft ein anderes Bild. Regionen wie die Marken oder Teile der Abruzzen sind vielerorts ruhiger, weniger international geprägt und teilweise deutlich ursprünglicher als die bekannten Küstenabschnitte der Toskana. Käufer finden dort häufig mehr Platz und niedrigere Einstiegspreise, müssen aber je nach Lage auch Abstriche bei Infrastruktur, internationaler Anbindung oder ganzjährigem Angebot machen.
Süditalien: Mehr Fläche, niedrigere Preise, andere Anforderungen
Regionen wie Apulien, Kalabrien oder Teile Siziliens wirken auf viele Käufer attraktiv, weil Immobilien dort oft deutlich günstiger angeboten werden als im Norden Italiens.
Große Grundstücke, historische Häuser oder Meerblick sind dort teilweise zu Preisen möglich, die in anderen Regionen Italiens kaum realistisch erscheinen. Der günstigere Kaufpreis geht in manchen Regionen allerdings mit praktischen Einschränkungen einher. Außerhalb der Saison sind Infrastruktur, Dienstleistungen oder medizinische Versorgung teilweise deutlich begrenzter als in stärker erschlossenen Küstenregionen Nord- oder Mittelitaliens.
So unterschiedlich sind die Immobilienpreise entlang der italienischen Küsten
Wie stark sich Italiens Küstenregionen unterscheiden, zeigt sich besonders beim Blick auf die durchschnittlichen Quadratmeterpreise.
| Regionen | Verkaufspreise in Euro je Quadratmeter |
|---|
| Süditalien | Basilikata | 1.317 |
| Apulien | 1.437 |
| Kalabrien | 962 |
| Kampanien | 1.968 |
| Molise | 1.033 |
| Mittelitalien | Abruzzen | 1.392 |
| Latium | 2.624 |
| Marken | 1.619 |
| Norditalien | Emilia-Romagna | 2.171 |
| Friaul-Julisch Venetien | 1.795 |
| Ligurien | 2.760 |
| Toskana | 2.658 |
| Venetien | 2.216 |
| Italienische Inseln | Sardinien | 2.482 |
| Sizilien | 1.169 |
Quelle: Immobilienmarkt: Immobilienkurse in Italien in 2026 - Immobiliare.it, Stand April 2026
Italienische Inseln: Traumkulisse mit besonderen Anforderungen
Ob Sardinien, Sizilien oder kleinere Inseln wie Elba: Immobilien auf den italienischen Inseln üben auf viele Käufer eine besondere Faszination aus. Meerblick, kleine Buchten, mediterrane Landschaften und ein oft ruhigeres Lebensgefühl machen die Inseln für Ferienimmobilien besonders attraktiv.
Gleichzeitig bringen Inseln eigene Herausforderungen mit sich. Viele Regionen sind deutlich saisonaler geprägt als das italienische Festland. Außerhalb der Hauptsaison reduzieren sich mancherorts Flugverbindungen, Dienstleistungen oder gastronomische Angebote spürbar.
Hinzu kommen praktische Fragen des Alltags: Handwerker, Baumaterialien oder größere Reparaturen sind auf Inseln häufig aufwendiger zu organisieren und teilweise deutlich teurer als auf dem Festland. Gerade bei älteren Häusern oder Immobilien in direkter Meeresnähe können sich Sanierungen dadurch erheblich verteuern.