Kunstausstellungen 2026: Kunst in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Der Kunstsommer 2026 bietet außergewöhnlich viele hochkarätige Kunstausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Von Alten Meistern über Fotografie bis hin zu zeitgenössischer Kunst stellen wir Ihnen die wichtigsten aktuellen Ausstellungen des Jahres vor.

  • Zu jeder Ausstellung finden Sie einen exklusiven Hiscox-Tipp mit Empfehlungen unserer Kunstexperten. Damit erhalten Sie nicht nur einen Überblick über die Highlights des Kunstsommers 2026, sondern auch praktische Hinweise für Ihren Museumsbesuch.
Kunstversicherung von Hiscox: Modernes Haus mit Kunst an den Wänden

Kunstausstellungen in Berlin: Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus in der Alten Nationalgalerie

Welche Kunstausstellungen in Berlin lohnen sich im Sommer 2026? Die Ausstellung „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ in der Alten Nationalgalerie gehört zu den wichtigsten Kunst-Highlights der Hauptstadt. Sie widmet sich dem Kunsthändler Paul Cassirer, der Künstler wie Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne und Vincent van Gogh im deutschsprachigen Raum bekannt machte und den Impressionismus bei uns entscheidend prägte.

Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus

Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel Berlin (Bodestraße 1–3, 10178 Berlin) • Bis 27. September 2026

MuseumAlte Nationalgalerie Berlin
StadtBerlin
AusstellungCassirer und der Durchbruch des Impressionismus
Laufzeit22. Mai bis 27. September 2026
KünstlerClaude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Edgar Degas
ThemaImpressionismus, Klassische Moderne, Kunsthandel, Museumsgeschichte
Selbstbildnis von Vincent van Gogh. Das Gemälde ist bekannt für seinen pointillistischen Stil mit kurzen, markanten Pinselstrichen.
Vincent van Gogh (1853–1890) Selbstporträt 1887 Öl auf Pappe 41 x 33 cm Van Gogh Museum, Amsterdam (Vincent van Gogh Foundation)

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Berlin

Die Ausstellung in der Alten Nationalgalerie zeichnet anhand von mehr als 120 Werken nach, wie Paul Cassirer den französischen Impressionismus und die frühe Moderne im deutschsprachigen Raum etablierte. Als Galerist, Kunsthändler und Netzwerker brachte er die bedeutendsten Vertreter des französischen Impressionismus nach Berlin und löste damit leidenschaftliche Debatten über moderne Kunst aus.

Gleichzeitig förderte Cassirer bedeutende deutsche Künstler wie Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth sowie Vertreter der jungen Avantgarde, darunter Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka und Gabriele Münter. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, welchen Einfluss ein einzelner Kunsthändler auf Museen, Sammlungen und die Verbreitung der modernen Kunst im deutschsprachigen Raum hatte.

Was diese Ausstellung besonders macht

Anders als klassische Impressionismus-Ausstellungen stellt diese Schau nicht die Künstler, sondern ihren wichtigsten Förderer in den Mittelpunkt.

Die Ausstellung zeigt, mit welchen Strategien Paul Cassirer Künstler bekannt machte und wie zahlreiche heute weltberühmte Werke ihren Weg in deutsche Museen fanden. Zu den Höhepunkten zählen Arbeiten von Monet, Degas, Renoir, Cézanne und van Gogh sowie Werke von Liebermann, Corinth, Kirchner und Münter.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Diese Kunstausstellung in Berlin richtet sich an alle, die Impressionismus und klassische Moderne lieben und die Geschichte hinter berühmten Meisterwerken entdecken möchten. Wer erfahren will, wie Kunsthändler, Museen und Sammler den Erfolg großer Künstler mitprägten, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Die Alte Nationalgalerie liegt auf der Museumsinsel Berlin. Wenn Sie genügend Zeit mitbringen, lohnt sich der Besuch weiterer Museen auf der Insel, etwa des Bode-Museums, des Neuen Museums oder des Alten Museums. Mit dem Museumspass Berlin können Sie innerhalb von drei Tagen zahlreiche Museen der Hauptstadt besuchen und Ihren Kunsttag flexibel erweitern.

Kunstausstellungen in Wien: Canaletto & Bellotto im Kunsthistorischen Museum

Das Kunsthistorische Museum präsentiert eine der interessantesten Kunstausstellungen in Wien. „Canaletto & Bellotto“ im Kunsthistorischen Museum zählt zu den Höhepunkten des Wiener Kunstsommers. Sie zeigt, wie die beiden berühmtesten Vedutenmaler Europas Städte wie Venedig, London, Dresden und Wien zu Sehnsuchtsorten machten und damit unser Bild dieser Metropolen bis heute prägen. 

Canaletto & Bellotto

Kunsthistorisches Museum Wien (Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien) • 24. März bis 6. September 2026

 

MuseumKunsthistorisches Museum Wien
StadtWien
AusstellungCanaletto & Bellotto
Laufzeit24. März bis 6. September 2026
KünstlerCanaletto, Bernardo Bellotto
ThemaVedutenmalerei, Stadtansichten, Europa des 18. Jahrhunderts
Eine idyllische Hafenansicht in Venedig mit Gondeln und Schiffen auf einem ruhigen blauen Meer. Historische Gebäude am Wasser und Passanten sorgen für eine lebhafte und zugleich ruhige Atmosphäre.
Die Riva degli Schiavoni in Venedig. Canaletto (1697–1768), um 1730. Öl auf Leinwand, 46 × 63 cm. Kunsthistorisches Museum, Wien. © KHM-Museumsverband

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Wien

Canaletto und sein Neffe Bernardo Bellotto zählen zu den bedeutendsten Vedutenmalern Europas. Die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum zeigt anhand hochkarätiger Gemälde, wie sie Städte wie Venedig, London, Dresden und Wien mit außergewöhnlicher Präzision, atmosphärischem Licht und meisterhafter Perspektive festhielten.

Schon das hier gezeigte Gemälde macht deutlich, warum Canaletto bis heute als Meister der Vedutenmalerei gilt: Die Riva degli Schiavoni in Venedig wirkt auf den ersten Blick wie eine realistische Momentaufnahme. Tatsächlich ist die Ansicht jedoch sorgfältig komponiert. Licht, Perspektive und Architektur verbinden sich zu einer Bildwelt, die unser Bild von Venedig bis heute prägt.

Was ist Vedutenmalerei?

Der Begriff Vedute stammt aus dem Italienischen und bedeutet „Ansicht“. Vedutenmaler schufen detailreiche Stadtansichten, die im 18. Jahrhundert bei wohlhabenden Europäern als Erinnerung an ihre Bildungsreisen, die sogenannte Grand Tour, besonders begehrt waren. Canaletto und Bernardo Bellotto gelten bis heute als die bedeutendsten Vertreter dieser Kunstform.

Wer darf diese Ausstellung auf keinen Fall verpassen?

Diese Kunstausstellung in Wien ist ideal für alle, die sich für europäische Malerei des 18. Jahrhunderts, Stadtansichten und Kunstgeschichte interessieren. Wer Venedig, Dresden oder Wien einmal mit den Augen zweier großer Meister sehen möchte, findet hier eine der schönsten Ausstellungen des Jahres.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Direkt gegenüber dem Kunsthistorischen Museum beginnt das MuseumsQuartier, eines der größten Kulturareale Europas. Nach dem Ausstellungsbesuch können Sie weitere Museen wie das Leopold Museum oder das mumok entdecken und den Tag in den Innenhöfen oder einem der zahlreichen Cafés entspannt ausklingen lassen.

Kunstausstellungen in Hamburg: F.C. Gundlach. You'll Never Watch Alone im Bucerius Kunst Forum

Welche Kunstausstellungen in Hamburg sollten Sie im Sommer 2026 nicht verpassen? Das Bucerius Kunst Forum widmet F.C. Gundlach anlässlich seines 100. Geburtstags eine außergewöhnliche Ausstellung.

F.C. Gundlach. You'll Never Watch Alone

Bucerius Kunst Forum (Alter Wall 12, 20457 Hamburg) • 8. Mai bis 16. August 2026

MuseumBucerius Kunst Forum
StadtHamburg
AusstellungF.C. Gundlach. You'll Never Watch Alone
Laufzeit8. Mai bis 16. August 2026
KünstlerF.C. Gundlach sowie Werke u. a. von Richard Avedon, Erwin Blumenfeld, Cindy Sherman und Regina Relang
ThemaFotografie, Modefotografie, visuelle Kultur, Fotogeschichte
Eine Person mit lockigem Haar und ernstem Gesichtsausdruck steht vor einer Backsteinmauer, umgeben von bunten aufblasbaren Comicfiguren. Der Stil ist skurril und im Retro-Look gehalten.
F.C. Gundlach, Uschi Obermaier mit Sinalco-Puppe Rita, Hamburg 1970 @ F.C. Gundlach / Stiftung F.C. Gundlach

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Hamburg

Die Ausstellung zeigt rund 130 Fotografien von F.C. Gundlach sowie etwa 70 Werke aus seiner Sammlung. Im Mittelpunkt steht nicht nur sein fotografisches Werk, sondern auch sein Einfluss auf die Entwicklung der deutschen Fotografie seit den 1950er Jahren. Als Fotograf, Galerist, Sammler und Förderer prägte Gundlach die Modefotografie ebenso wie die Fotokultur in Deutschland.

Das Foto von Uschi Obermaier mit der Sinalco-Puppe Rita (hier im Bild) steht exemplarisch für seinen Stil. Obermaier galt als eine der großen Stil-Ikonen der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre. Gundlach verband ihre Ausstrahlung mit einer modernen Bildsprache, die Mode, Popkultur und Zeitgeist bis heute widerspiegelt.

Neben seinen bekanntesten Modeaufnahmen präsentiert die Ausstellung auch zahlreiche bislang unveröffentlichte Fotografien. Ergänzt werden sie durch Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler, die Gundlach inspirierten oder deren Entwicklung er maßgeblich förderte.

Ein neuer Blick auf F.C. Gundlach 

Die Ausstellung ist bewusst keine klassische Retrospektive. Statt Gundlachs Lebenswerk chronologisch zu erzählen, zeigt sie sein weit verzweigtes Netzwerk zwischen Mode, Kunst, Verlagswesen und Museen. Dadurch wird sichtbar, wie eng Fotografie mit gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden ist und wie stark einzelne Persönlichkeiten die visuelle Kultur ihrer Zeit prägen können.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Die Ausstellung ist Teil der 9. Triennale der Photographie Hamburg. Wenn Sie Ihren Kunsttag erweitern möchten, lohnt sich auch ein Besuch der Deichtorhallen, wo parallel weitere hochkarätige Fotografie-Ausstellungen der Triennale zu sehen sind.

Kunstausstellungen in München: Franz von Stuck in der Villa Stuck – „Damenporträt à la japonaise“

Nicht immer sind es die großen Publikumsausstellungen, die die spannendsten Entdeckungen bereithalten. Unsere Kunstexperten haben deshalb bewusst eine Ausstellung ausgewählt, die etwas abseits der bekannten Museumshighlights liegt. Die Villa Stuck präsentiert mit dem bislang unbekannten Gemälde „Damenporträt à la japonaise“ eine außergewöhnliche Neuerwerbung und eröffnet zugleich einen neuen Blick auf Franz von Stuck und den Japonismus in München.

Franz von Stuck in der Villa Stuck – „Damenporträt à la japonaise“

Villa Stuck (Prinzregentenstraße 60, 81675 München) • 15. Mai bis 20. September 2026

MuseumMuseum Villa Stuck
StadtMünchen
AusstellungFranz von Stuck – „Damenporträt à la japonaise“
Laufzeit15. Mai bis 20. September 2026
KünstlerFranz von Stuck
ThemaSymbolismus, Japonismus, Neuerwerbung, Münchner Kunstgeschichte
Das Porträt einer Frau in einem roten Gewand und mit Haarnadeln, die mit selbstbewusstem Blick nach oben schaut. Der Hintergrund ist in einem strukturierten Grün gehalten, was eine künstlerische, ruhige Atmosphäre vermittelt.
Franz von Stuck, Damenportrait a la japonaise @ Museum Villa Stuck

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in München

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das bislang unbekannte Gemälde „Damenporträt à la japonaise“, das mehr als 125 Jahre nach seiner Entstehung an seinen Ursprungsort zurückkehrt. Das Werk erweitert nicht nur die Sammlung der Villa Stuck, sondern eröffnet auch neue Perspektiven auf Franz von Stucks Schaffen und seine Faszination für die japanische Kultur.

Das Porträt zeigt eine Münchnerin in einem aufwendig bestickten europäischen Kimono. Mit ihrem selbstbewussten Blick, der kunstvollen Inszenierung und den zahlreichen Anspielungen auf die japanische Ästhetik steht das Gemälde exemplarisch für den sogenannten Japonismus, der Ende des 19. Jahrhunderts auch München erfasste. Ergänzt wird die Ausstellung durch historische Fotografien, originale Asiatika aus der Villa Stuck sowie bislang unbekannte Vorstudien, die spannende Einblicke in Stucks Arbeitsweise geben.

Was ist Japonismus?

Als Japonismus bezeichnet man die Begeisterung europäischer Künstler für die japanische Kunst und Kultur Ende des 19. Jahrhunderts. Japanische Farbholzschnitte, Kimonos und kunsthandwerkliche Objekte beeinflussten Malerei, Architektur und Design in ganz Europa. Auch Franz von Stuck griff diese Strömung in seinen Werken auf.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Planen Sie zusätzlich Zeit für die Historischen Räume der Villa Stuck ein. Sie wurden im Mai 2026 nach umfangreicher Restaurierung wiedereröffnet und präsentieren sich mit neuer Hängung, restaurierten Originalräumen und selten gezeigten Werken von Franz von Stuck. So erleben Sie nicht nur die Sonderausstellung, sondern auch das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des Künstlers in neuem Glanz.

Unser Extra-Tipp für Sie

Nur wenige Gehminuten von der Villa Stuck entfernt liegt die Monacensia im Hildebrandhaus (Maria-Theresia-Straße 23, 81675 München). Die denkmalgeschützte Villa mit ihrem historischen Garten zählt zu den schönsten Kulturorten Münchens und ergänzt den Besuch der Villa Stuck ideal. Hier verbinden sich Literaturgeschichte, historische Architektur und ein idyllischer Garten zu einem der schönsten Kulturorte Münchens.

Kunstausstellungen in Düsseldorf: Holly Herndon & Mat Dryhurst im K21

Wie verändert künstliche Intelligenz die Kunst? Dieser Frage widmet sich eine der spannendsten Kunstausstellungen in Düsseldorf. Mit „Starmirror“ verwandeln Holly Herndon und Mat Dryhurst das K21 in einen interaktiven Ausstellungsraum, in dem Besucherinnen und Besucher selbst Teil eines außergewöhnlichen KI-Projekts werden. Kunst, Musik und künstliche Intelligenz verschmelzen dabei zu einem Ausstellungserlebnis, das weit über klassische Medienkunst hinausgeht. 

Holly Herndon & Mat Dryhurst: Starmirror

K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen (Ständehausstraße 1, 40217 Düsseldorf) • 27. Juni bis 11. Oktober 2026

MuseumK21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
StadtDüsseldorf
AusstellungHolly Herndon & Mat Dryhurst: Starmirror
Laufzeit27. Juni bis 11. Oktober 2026
KünstlerHolly Herndon, Mat Dryhurst
ThemaKünstliche Intelligenz, Klangkunst, Musik, Installation, Medienkunst
Ein goldener Sonnenuntergang über dem Meer, dessen strahlende Sonnenstrahlen sich über den bewölkten Himmel ausbreiten. Im ruhigen Vordergrund zeichnen sich Felsen als Silhouetten ab und schaffen eine friedliche Atmosphäre.
© Holly Herndon & Mat Dryhurst, Starmirror, Public Diffusion Sunset, 2025, Public Diffusion Bild mit Starmirror-Design von Patricia Klein

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Düsseldorf

Die Ausstellung verbindet zeitgenössische Kunst, Musik und künstliche Intelligenz auf ungewöhnliche Weise. Im Mittelpunkt steht eine begehbare Klanginstallation, die zugleich als Aufnahmestudio, Hörraum und lebendiges Archiv dient. Besucherinnen und Besucher können gemeinsam mit regionalen Chören an öffentlichen Gesangsaufnahmen teilnehmen und so selbst Teil des Projekts werden.

Ausgangspunkt ist das mittelalterliche Moralitätenspiel „Ordo virtutum“ der Universalgelehrten Hildegard von Bingen. Aus den Gesangsaufnahmen entsteht Schritt für Schritt ein KI-Chor, der zeigt, wie menschliche Kreativität und künstliche Intelligenz zusammenwirken können. Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Installationen, die sich mit Daten, Algorithmen und den gesellschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz beschäftigen.

Wie entsteht ein KI-Chor?

Die Besucherinnen und Besucher sind nicht nur Zuschauer, sondern Teil des künstlerischen Prozesses. Gemeinsam mit Chören werden Gesänge aufgenommen, die in einen Datensatz einfließen und einen KI-Chor trainieren. 

Die Ausstellung macht dadurch anschaulich, dass künstliche Intelligenz nicht unabhängig vom Menschen entsteht, sondern auf menschlichen Stimmen, Daten und Zusammenarbeit basiert. Der daraus entwickelte KI-Chor ist erstmals im K21 zu erleben.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Nach dieser imposanten Ausstellung lohnt sich ein Abstecher zum MedienHafen Düsseldorf. Zwischen moderner Architektur und dem Rheinufer sind die markanten Gehry-Bauten zu bewundern, die zu den bekanntesten Beispielen zeitgenössischer Architektur in Deutschland zählen

Kunstausstellungen in Basel: Helen Frankenthaler im Kunstmuseum Basel

Für diesen Sommer empfehlen unsere Kunstexperten eine außergewöhnliche Ausstellung in der Schweiz. Diese rückt eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Das Kunstmuseum Basel zeigt mit „Helen Frankenthaler“ die bislang größte Ausstellung ihrer Malerei in Europa und ihre erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz. 

Helen Frankenthaler

Kunstmuseum Basel | Neubau (St. Alban-Graben 8, 4010 Basel) • 18. April bis 23. August 2026

MuseumKunstmuseum Basel
StadtBasel
AusstellungHelen Frankenthaler
Laufzeit18. April bis 23. August 2026
KünstlerinHelen Frankenthaler
ThemaAbstrakter Expressionismus, Color Field Painting, US-amerikanische Nachkriegskunst
Ein Künstler in einem Atelier mit ausdrucksstarken abstrakten Gemälden, die reich an warmen Farbtönen sind. Der Künstler hält eine große, farbenfrohe Leinwand in der Hand und ist von Malutensilien umgeben, was Kreativität vermittelt.
Alexander Liberman, Getty Research Institute, Los Angeles (2000.R.19). © J. Paul Getty Trust. Werke © 2026 Helen Frankenthaler Foundation, Inc. / ProLitteris

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Basel

Mehr als 50 Werke aus sechs Jahrzehnten geben einen umfassenden Einblick in das Schaffen von Helen Frankenthaler, einer der bedeutendsten Künstlerinnen des abstrakten Expressionismus. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie sie mit ihrer revolutionären Soak-Stain-Technik die abstrakte Malerei veränderte und den entscheidenden Impuls für das spätere Color Field Painting gab. 

Das hier gezeigte Atelierfoto vermittelt einen unmittelbaren Eindruck ihrer Arbeitsweise: Helen Frankenthaler arbeitete auf großformatigen, am Boden ausgebreiteten Leinwänden und ließ stark verdünnte Farbe tief in den Stoff einsickern. So entstanden leuchtende Farbflächen, bei denen Farbe und Leinwand nahezu untrennbar miteinander verschmolzen.

Die Ausstellung verbindet zentrale Hauptwerke mit kunsthistorischen Vorbildern von der Renaissance bis zur Moderne. Dadurch wird sichtbar, wie Frankenthaler Inspirationen von Künstlern wie Tizian, Claude Monet oder Wassily Kandinsky aufgriff und daraus ihre unverwechselbare abstrakte Bildsprache entwickelte.

Was ist die Soak-Stain-Technik?

Mit der Soak-Stain-Technik trug Helen Frankenthaler stark verdünnte Farbe auf ungrundierte Leinwand auf. Die Pigmente wurden nicht auf der Oberfläche verteilt, sondern von der Leinwand aufgesogen. Dadurch entstanden fließende, transparente Farbflächen mit außergewöhnlicher Leuchtkraft. Diese Malweise beeinflusste zahlreiche Künstler und gilt als wichtiger Ausgangspunkt des Color Field Painting. 

Wer sollte diese Ausstellung unbedingt besuchen?

Diese Kunstausstellung in Basel richtet sich an alle, die sich für abstrakte Kunst, amerikanische Nachkriegsmalerei und die Entwicklung der modernen Malerei interessieren. Wer entdecken möchte, wie Helen Frankenthaler mit ihrer innovativen Maltechnik Generationen von Künstlerinnen und Künstlern beeinflusste, sollte diese außergewöhnliche Ausstellung nicht verpassen.

Hiscox-Tipps für Ihren Besuch

Planen Sie für Ihren Besuch unbedingt den kostenlosen Audioguide des Kunstmuseums Basel ein. Er bietet spannende Hintergründe zu ausgewählten Werken und vermittelt einen vertieften Einblick in Helen Frankenthalers Maltechnik und ihre kunsthistorischen Einflüsse.

Direkt zur Helen Frankenthaler Audio-Tour

Wenn Sie Basel anschließend weiter erkunden möchten, empfiehlt sich einer der kostenlosen Audio-Stadtrundgänge von Basel Tourismus. Sie verbinden Kunst, Architektur und Geschichte und führen durch die historische Altstadt bis zu bedeutenden Museen und Sehenswürdigkeiten.

Digitaler Kunstspaziergang durch Basel

Eine Frau mit braunen Haaren in einem Business-Outfit lächelt, Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients.
Privatsammlungen wie die Scharf Collection zeigen besonders eindrucksvoll, wie sich künstlerische Qualität, individueller Geschmack und Marktgespür über einen längeren Zeitraum entwickeln. Besonders beeindruckend ist, wenn eine solche Leidenschaft für Kunst in einer Familie über mehrere Generationen weitergegeben und zugleich mit Offenheit für neue Positionen in die Gegenwart geführt wird.
Alina SuckerProduct Head Art & Private Clients, Property & Events

Kunstausstellungen in Frankfurt: „Bruegel. Printed“ im Städel Museum

Nicht nur Gemälde machten Pieter Bruegel den Älteren weltberühmt. Das Städel Museum widmet sich mit „Bruegel. Printed“ einer weniger bekannten Seite seines Schaffens und zeigt außergewöhnliche Druckgrafiken nach seinen Entwürfen. Die Ausstellung macht sichtbar, warum Bruegel bis heute als einer der einfallsreichsten Bilderschöpfer der Kunstgeschichte gilt. 

Bruegel. Printed

Städel Museum (Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main) • 18. Juni bis 20. September 2026

MuseumStädel Museum
StadtFrankfurt am Main
AusstellungBruegel. Printed
Laufzeit18. Juni bis 20. September 2026
KünstlerPieter Bruegel der Ältere
ThemaDruckgrafik, Renaissance, niederländische Kunst, Bildsatire
Eine detailreiche, surreale Radierung, die eine chaotische mittelalterliche Szene darstellt; zahlreiche Figuren gehen am Ufer eines Flusses bizarren Tätigkeiten nach, die von schwarzem Humor und Absurdität geprägt sind.
Pieter Bruegel d. Ä., Gestochen von Pieter van der Heyden. Geduld (Patientia), 1557, Kupferstich, 335 x 430 mm. Städel Museum, Frankfurt am Main

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Frankfurt

Die Ausstellung versammelt rund 45 Druckgrafiken nach Entwürfen von Pieter Bruegel dem Älteren aus der eigenen Sammlung des Städel Museums sowie bedeutende Leihgaben aus Wien und München. Sie zeigt den niederländischen Meister nicht nur als Maler, sondern vor allem als brillanten Zeichner und Erfinder außergewöhnlicher Bildwelten. Seine Werke verbinden detailreiche Landschaften, Alltagsszenen, religiöse Motive und fantastische Figuren zu vielschichtigen Erzählungen voller Humor und Symbolik. 

Das hier gezeigte Blatt „Patientia“ (Geduld) gehört zu Bruegels beeindruckenden Druckgrafiken. Zwischen unzähligen kleinen Szenen, fantastischen Wesen und rätselhaften Symbolen verbirgt sich eine tiefgründige Auseinandersetzung mit Geduld, menschlichen Schwächen und den politischen Spannungen seiner Zeit. Je länger man das Werk betrachtet, desto mehr überraschende Details lassen sich entdecken. 

Ergänzt werden die Druckgrafiken durch Gemälde von Pieter Brueghel dem Jüngeren sowie weitere Werke bedeutender Künstler der Renaissance. So wird deutlich, welchen Einfluss Bruegels Bildideen über Generationen hinweg auf die europäische Kunst ausübten. 

Warum Bruegels Druckgrafiken bis heute faszinieren

Pieter Bruegel der Ältere erzählte Geschichten nicht mit wenigen Figuren, sondern mit Hunderten kleiner Szenen voller Humor, Fantasie und Gesellschaftskritik. Seine Druckgrafiken laden dazu ein, immer neue Details zu entdecken. Viele seiner Bildideen wirken auch heute überraschend aktuell, weil sie menschliche Schwächen, Machtverhältnisse und das alltägliche Zusammenleben thematisieren. 

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Laden Sie vor Ihrem Besuch den kostenlosen Multimedia-Guide des Städel Museums auf Ihr Smartphone herunter oder leihen Sie ihn vor Ort aus. 

Er erklärt zahlreiche versteckte Bilddetails, etwa warum auf Bruegels Druckgrafik Patientia (Geduld) eine brennende Kirche, ein Mönch im Baumhaus oder eine riesige Vogelscheuche mit Kardinalshut zu sehen sind. Die Hintergründe dieser rätselhaften Motive werden Sie überraschen.

Kunstausstellungen in Potsdam: Paul Signac und der Neoimpressionismus im Museum Barberini

Das Museum Barberini präsentiert eine der bedeutendsten Kunstausstellungen in Ostdeutschland. Mit „Symphonie der Farben. Paul Signac und der Neoimpressionismus“ widmet das Museum einem der wichtigsten Wegbereiter der Moderne erstmals seit rund 30 Jahren wieder eine große Ausstellung in Deutschland. Die Werke zeigen, wie Signac und seine Künstlerkollegen das Malen mit Licht und Farbe revolutionierten.

Symphonie der Farben. Paul Signac und der Neoimpressionismus

Museum Barberini (Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam) • 4. Juli bis 11. Oktober 2026

MuseumMuseum Barberini
StadtPotsdam
AusstellungSymphonie der Farben. Paul Signac und der Neoimpressionismus
Laufzeit4. Juli bis 11. Oktober 2026
KünstlerPaul Signac, Georges Seurat, Henri-Edmond Cross, Camille Pissarro u. a.
ThemaNeoimpressionismus, Pointillismus, Farbe und Licht
Ein ruhiges pointillistisches Gemälde einer Küstenlandschaft mit hohen Bäumen im Vordergrund und Segelbooten auf ruhigem Wasser im Hintergrund unter einem Sonnenuntergangshimmel.
Paul Signac, Segel und Pinien, 1896. Öl auf Leinwand, 81 x 52 cm. Privatsammlung

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Potsdam

Mit mehr als 90 Gemälden erzählt die Ausstellung die Geschichte des Neoimpressionismus und stellt Paul Signac als Künstler, Theoretiker und Netzwerker in den Mittelpunkt. Neben seinen Werken sind Gemälde von Georges Seurat, Henri-Edmond Cross, Camille Pissarro und weiteren bedeutenden Vertreterinnen und Vertretern der Bewegung zu sehen.

Das hier gezeigte Gemälde „Segel und Pinien“ von 1896 zeigt eindrucksvoll, wie der Neoimpressionismus funktioniert. Aus der Nähe wirken die unzähligen kleinen Farbpunkte fast abstrakt. Erst mit zunehmendem Abstand verbinden sie sich im Auge zu einer leuchtenden Landschaft voller Licht, Tiefe und Atmosphäre. Genau dieses optische Farbspiel machte Paul Signac weltberühmt.

Die Ausstellung verfolgt Signacs künstlerische Entwicklung von frühen Fluss- und Küstenlandschaften bis zu seinen farbintensiven Ansichten der Côte d‘Azur. Gleichzeitig wird deutlich, welchen Einfluss seine Ideen auf die Entwicklung der modernen Malerei hatten.

Neoimpressionismus: Das magische Bild 

Der Neoimpressionismus entstand in den 1880er-Jahren als Weiterentwicklung des Impressionismus. Statt Farben auf der Palette zu mischen, setzten Künstler wie Paul Signac und Georges Seurat winzige Punkte reiner Farben nebeneinander. Erst im Auge der Betrachter verbinden sich diese zu harmonischen Farbflächen. Das Ergebnis sind Bilder mit außergewöhnlicher Leuchtkraft, die bis heute faszinieren.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Unsere Kunstexperten empfehlen einen Besuch des nur wenige Gehminuten entfernten Museums Fluxus+ (Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam). Während Paul Signac mit Farbe und Licht experimentierte, beschäftigt sich die zeitgenössische Kunst im Fluxus+ Museum mit Wahrnehmung, Bewegung und der aktiven Rolle der Betrachterinnen und Betrachter. Zwei unterschiedliche künstlerische Ansätze verbunden durch die gemeinsame Frage: Wie verändert Kunst unsere Wahrnehmung. Sehr lohnenswert!

Kunstausstellungen in Ulm: „Wenn Farben Formen finden“ in der kunsthalle weishaupt

Die hochkarätige Ausstellung „Wenn Farben Formen finden“ in der kunsthalle weishaupt widmet sich einer ganz grundlegenden Frage der Kunst: Wie wirken Farben und Formen auf unsere Wahrnehmung? Mit bedeutenden Werken der konkreten und geometrischen Abstraktion lädt sie dazu ein, Farbe einmal völlig neu zu erleben.

Wenn Farben Formen finden

kunsthalle weishaupt (Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 1, 89073 Ulm) • 2. Mai bis 8. November 2026

Museumkunsthalle weishaupt
StadtUlm
AusstellungWenn Farben Formen finden
Laufzeit2. Mai bis 8. November 2026
KünstlerJosef Albers, Geneviève Claisse, Frank Stella, Victor Vasarely, Max Bill u. a.
ThemaKonkrete Kunst, geometrische Abstraktion, Farbtheorie
Abstraktes Kunstwerk mit einem großen blauen Quadrat in der Mitte, überlagert von zwei roten Rechtecken innerhalb eines rosa Quadrats mit abgerundeten Ecken, das ein Gefühl der Ausgewogenheit vermittelt.
Georg Karl Pfahler_DA-RB-1_1967-68_(c) VG Bild-Kunst, Bonn

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Ulm

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Gemälde und Grafiken aus der Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt und widmet sich der faszinierenden Beziehung zwischen Farbe, Form und Raum. Im Mittelpunkt stehen Künstlerinnen und Künstler, die mit wenigen geometrischen Formen und klaren Farben überraschend viel Bewegung, Spannung und räumliche Tiefe erzeugen.

Das hier gezeigte Werk von Geneviève Claisse macht dieses Prinzip besonders anschaulich. Obwohl das Bild ausschließlich aus geometrischen Flächen und wenigen kräftigen Farben besteht, wirkt es keineswegs statisch. Die Farbflächen scheinen miteinander zu schwingen und erzeugen je nach Blickwinkel immer neue räumliche Eindrücke.

Neben bekannten Positionen wie Josef Albers, Victor Vasarely, Frank Stella und Max Bill präsentiert die Ausstellung zahlreiche bislang selten oder noch nie gezeigte Werke. Sie zeigt, wie unterschiedlich Künstler Farbe einsetzen, um Ordnung, Dynamik oder optische Spannung entstehen zu lassen.

Warum wirken Farben manchmal unterschiedlich?

Farben wirken nie isoliert. Je nachdem, welche Farben sie umgeben, können sie heller, dunkler, wärmer oder kühler erscheinen. Der Künstler und Farbtheoretiker Josef Albers erforschte dieses Phänomen systematisch und zeigte, dass unsere Wahrnehmung Farbe ständig neu interpretiert. Genau diese überraschenden Effekte können Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung selbst entdecken.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Für unsere Kunstgenuss-Empfehlung machen wir es uns in Ulm ganz einfach: Wir lassen die kunsthalle weishaupt selber zu Wort kommen:

Ermäßigter Eintritt an heißen Tagen

Wenn die App / Website wetter.de um 11.00 Uhr morgens für Ulm schon 25 Grad und mehr zeigt, ist der Eintritt zu unseren klimatisierten Ausstellungen den ganzen Tag über ermäßigt. Mit dieser Aktion möchten wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, die immer wärmer werdenden Sommermonate als spürbare Folgen des Klimawandels etwas erträglicher zu machen.“

Wenn das kein heißer Tipp für einen spannenden Kunst-Sommer ist!

Kunstausstellungen in Bremen: „Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier“ in der Kunsthalle Bremen

Manche Ausstellungen verändern unseren Blick auf die Kunstgeschichte. Genau das gelingt der Kunsthalle Bremen mit „Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier“. Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken erzählen von Künstlerinnen, die die Bremer Kunstszene seit dem späten 19. Jahrhundert entscheidend mitprägten, deren Werke jedoch lange kaum Beachtung fanden.

Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier

Kunsthalle Bremen (Am Wall 207, 28195 Bremen) • 22. Juli bis 8. November 2026

MuseumKunsthalle Bremen
StadtBremen
AusstellungMehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier
Laufzeit22. Juli bis 8. November 2026
KünstlerinnenPaula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff, Anna Plate, Dora Bromberger, Agnes Sander-Plump, Margarethe von Reinken u. a.
ThemaKünstlerinnen, Zeichnung, Aquarell, Bremer Kunstgeschichte
Ein Aquarellbild, das einen aufgeschnittenen, reifen Pfirsich mit üppig grünen Blättern vor einem zartbeigen Hintergrund zeigt und ein Gefühl von Frische und Ruhe vermittelt.
Anna Plate, Aufgeschnittene Apfelsine, 1932. Aquarell über Bleistift, 22,5 x 27,4 cm. Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Bremen

Die Ausstellung präsentiert rund 60 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken von Künstlerinnen, die die Bremer Kunstszene vom späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts entscheidend mitprägten. Neben der weltbekannten Paula Modersohn-Becker begegnen Besucherinnen und Besucher zahlreichen heute kaum bekannten Künstlerinnen, deren Werke und Lebenswege im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts neu entdeckt wurden.

Das hier gezeigte Aquarell „Aufgeschnittene Apfelsine“ von Anna Plate aus dem Jahr 1932 steht exemplarisch für diese Wiederentdeckungen. Mit feinen Farbverläufen und großer malerischer Sensibilität verwandelt sie eine einfache Frucht in eine ausdrucksstarke Komposition. Gerade diese stillen Alltagsmotive zeigen eindrucksvoll, welch hohe künstlerische Qualität viele Bremer Künstlerinnen entwickelten.

Die Ausstellung erzählt zugleich ein wichtiges Kapitel deutscher Kunstgeschichte: Sie zeigt, wie Künstlerinnen trotz fehlender Studienmöglichkeiten an staatlichen Kunstakademien eigene Netzwerke aufbauten, sich gegenseitig unterstützten und das kulturelle Leben in Bremen und den Künstlerorten Worpswede, Fischerhude und Dötlingen nachhaltig prägten.

Frauen in der Kunstgeschichte: Der Weg zur Gleichberechtigung im Kunstbetrieb

Bis 1919 war Frauen in Deutschland das Studium an den staatlichen Kunstakademien verwehrt. Viele ließen sich deshalb privat ausbilden und bauten eigene berufliche Netzwerke auf. In Bremen gründeten Künstlerinnen bereits 1899 den Bremer Malerinnenverband, um sich gegenseitig zu fördern und eigene Ausstellungsmöglichkeiten zu schaffen.

Ab 1928 engagierten sich zahlreiche Bremer Künstlerinnen zudem in der GEDOK (Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen), die 1926 von der Kunstpädagogin Ida Dehmel in Hamburg gegründet worden war. Zu den Künstlerinnen, deren Werke die Ausstellung zeigt, gehören unter anderem Paula Modersohn-Becker, Clara Rilke-Westhoff, Anna Plate, Dora Bromberger, Agnes Sander-Plump, Margarethe von Reinken und Olga Bontjes van Beek. Ihre Lebenswege verdeutlichen, welchen Beitrag Künstlerinnen trotz institutioneller Benachteiligung zur deutschen Kunstgeschichte leisteten.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Nutzen Sie für Ihren Rundgang den kostenlosen „Art Surfer“ der Kunsthalle Bremen. Der digitale Guide führt Sie direkt auf dem Smartphone durch ausgewählte Werke und vermittelt spannende Hintergründe zu Künstlerinnen, Techniken und kunsthistorischen Zusammenhängen. Für den Museumsbesuch sollten Sie lediglich eigene Kopfhörer mitbringen.

Wenn Sie Ihren Museumsbesuch auf einen Dienstag legen, profitieren Sie außerdem von verlängerten Öffnungszeiten bis 21 Uhr. Ideal, um die Ausstellung in ruhiger Atmosphäre zu genießen.

Fazit: Der Kunstsommer 2026 bietet außergewöhnliche Vielfalt

Der Kunstsommer 2026 zeigt, wie vielfältig die Museumslandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist. Von weltberühmten Meistern bis zu spannenden Wiederentdeckungen, von Fotografie über zeitgenössische Kunst bis hin zu abstrakter Malerei bietet jede Ausstellung neue Perspektiven auf Kunst und ihre Geschichte.

Unsere Kunstexperten wünschen Ihnen inspirierende Museumsbesuche und viele außergewöhnliche Entdeckungen.

Künstler von A bis Z

  • Anna Plate 
  • Camille Pissarro 
  • Canaletto 
  • Clara Rilke-Westhoff F
  • Dora Bromberger 
  • F.C. Gundlach 
  • Franz von Stuck 
  • Geneviève Claisse 
  • Georges Seurat 
  • Helen Frankenthaler 
  • Henri-Edmond Cross 
  • Josef Albers 
  • Max Bill 
  • Paula Modersohn-Becker 
  • Paul Signac 
  • Pieter Bruegel der Ältere 
  • Victor Vasarely

 

Museen und Ausstellungshäuser von A bis Z

  • Bucerius Kunst Forum, Hamburg 
  • Kunsthalle Bremen 
  • Kunsthalle weishaupt, Ulm 
  • Kunsthistorisches Museum Wien 
  • Kunstmuseum Basel 
  • Kunsthalle Düsseldorf / K21 
  • Museum Barberini, Potsdam 
  • Museum Ludwig, Köln 
  • Museum Villa Stuck, München 
  • Städel Museum, Frankfurt

Häufige Fragen zu Kunstausstellungen im Sommer 2026

Welche Kunstausstellungen sollte man im Sommer 2026 unbedingt besuchen?

Zu den Highlights zählen unter anderem die Ausstellungen zu Paul Signac im Museum Barberini in Potsdam, Helen Frankenthaler im Kunstmuseum Basel, Canaletto & Bellotto im Kunsthistorischen Museum Wien, F.C. Gundlach im Bucerius Kunst Forum Hamburg sowie Bruegel. Printed im Städel Museum Frankfurt. Jede Ausstellung setzt einen eigenen kunsthistorischen Schwerpunkt und bietet ein individuelles Besuchserlebnis.

Welche Ausstellung eignet sich besonders für Kunst-Einsteiger?

Wer sich erstmals intensiver mit Kunst beschäftigen möchte, findet in den Ausstellungen zu Helen Frankenthaler in Basel, Paul Signac in Potsdam oder F.C. Gundlach in Hamburg einen besonders gelungenen Einstieg. Die Ausstellungen vermitteln ihre Themen anschaulich und machen auch komplexe kunsthistorische Zusammenhänge leicht verständlich.

Welche Ausstellung ist für Fotografie-Fans besonders empfehlenswert?

Mit „F.C. Gundlach. You'll Never Watch Alone“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum in Hamburg eine der spannendsten Fotografie-Ausstellungen des Jahres. Sie zeigt den einflussreichen Fotografen nicht nur als Bildschöpfer, sondern auch als Sammler, Galeristen und wichtigen Förderer der deutschen Fotokultur.

Gibt es auch Geheimtipps abseits der großen Museen?

Ja. Die Ausstellung „Damenporträt à la japonaise“ in der Villa Stuck in München zählt zu den besonderen Empfehlungen unserer Kunstexperten. Das neu entdeckte Werk von Franz von Stuck eröffnet neue Einblicke in den Symbolismus und den Japonismus und ist zugleich ein hervorragender Anlass, eines der schönsten Künstlerhäuser Deutschlands zu besuchen.

Welche Ausstellung eignet sich besonders für Familien?

Familien finden unter anderem in der kunsthalle weishaupt in Ulm ein attraktives Begleitprogramm mit Führungen und Mitmachangeboten für Kinder. Viele Museen bieten darüber hinaus Audioguides, digitale Vermittlungsangebote oder spezielle Familienführungen an.

Nach welchen Kriterien wurden die Ausstellungen ausgewählt?

Die Auswahl basiert nicht auf Besucherzahlen oder Bekanntheit allein. Unsere Kunstexperten haben Ausstellungen ausgewählt, die durch ihre künstlerische Qualität, ihre kuratorische Konzeption und ihre kunsthistorische Bedeutung überzeugen. Gleichzeitig wurde bewusst auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Alten Meistern, moderner und zeitgenössischer Kunst, Fotografie sowie besonderen Geheimtipps geachtet.

Welche Kunstausstellung lohnt sich für einen Wochenendtrip?

Viele der vorgestellten Ausstellungen lassen sich ideal mit einem Städtetrip verbinden. Besonders empfehlenswert sind Wien, Basel, Hamburg, München und Potsdam, da sich dort der Museumsbesuch hervorragend mit weiteren kulturellen Sehenswürdigkeiten, Architektur und Gastronomie kombinieren lässt.

Wo finde ich aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Tickets?

Da sich Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Begleitprogramme kurzfristig ändern können, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die jeweilige Museumswebsite aufzurufen. Die Links zu allen vorgestellten Ausstellungen finden Sie direkt bei den einzelnen Ausstellungstipps.

Welche Kunstausstellungen sind derzeit in Deutschland zu sehen?

Im Sommer 2026 präsentieren Museen in ganz Deutschland zahlreiche hochkarätige aktuelle Ausstellungen. Dazu zählen unter anderem „Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus“ in Berlin, „Bruegel. Printed“ im Städel Museum Frankfurt, „Paul Signac und der Neoimpressionismus“ im Museum Barberini Potsdam, „Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier“ in der Kunsthalle Bremen sowie „Holly Herndon & Mat Dryhurst: Starmirror“ im K21 Düsseldorf. Unser Überblick stellt Ihnen die wichtigsten Kunstausstellungen 2026 vor und gibt zu jeder Ausstellung praktische Besuchstipps unserer Kunstexperten.

Sie interessieren sich für weitere Kunstausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Dann schreiben Sie uns, welche Städte, Museen oder Künstler Sie besonders interessieren. Wir nehmen Ihre Wünsche gerne auf.