Kunstkalender 2026: Top-Ausstellungen und Kunst-Highlights

Im Frühjahr 2026 locken Museen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder mit hochkarätigen Ausstellungen. Wir haben für Sie die wichtigsten, spannendsten und meistdiskutierten Kunstausstellungen 2026 zusammengestellt: von Berlin über München bis Wien und Basel. 

  • Als besonderen Mehrwert haben wir tolle Hiscox Tipps zu den Schauen herausgesucht: Infos zu Öffnungszeiten, digitale Ausstellungsversionen zur Vorbereitung, Spezialtickets, kostenlose Eintrittsmöglichkeiten, Begleitprogramme und vieles mehr. Für einen besonderen Kunst-Frühling 2026. 
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Kunstausstellung in Berlin: Die Pazzi-Verschwörung im Bode-Museum

Florenz war in der Renaissance ein Schauplatz von Intrigen, Machtkämpfen und Kunst als Spiegel politischer Gewalt. Genau davon erzählt die Ausstellung „Die Pazzi-Verschwörung“ im Bode-Museum in Berlin. Wer sich für italienische Kunst, die Medici und einen spannenden historischen Kriminalfall interessiert, sollte diese außergewöhnliche Kunstausstellung in Berlin nicht verpassen.

Die Pazzi-Verschwörung: Macht, Gewalt und Kunst im Florenz der Renaissance

  • Bode-Museum, Museumsinsel Berlin (Am Kupfergraben, 10178 Berlin) • bis 20. September 2026
Porträt von Giuliano de’ Medici (1478) von Sandro Botticelli, Renaissance-Gemälde mit Seitenprofil eines jungen Mannes

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Berlin

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Anschlag auf Lorenzo und Giuliano de’ Medici am 26. April 1478 im Chor der Kathedrale von Florenz. Giuliano de’ Medici kam dabei ums Leben, Lorenzo überlebte und ließ die Verschwörung anschließend hart vergelten. Die sogenannte Pazzi-Verschwörung gilt bis heute als eines der prägenden Ereignisse der florentinischen Frührenaissance.

Die Ausstellung zeichnet diese Geschichte anhand von Werken aus verschiedenen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin nach. Sie zeigt, wie eng politische Macht, persönliche Rivalitäten, religiöse Spannungen und künstlerische Repräsentation in der Renaissance miteinander verbunden waren.

 

Sandro Botticelli, Giuliano de'Medici, 1478 © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt

Highlights der Ausstellung „Die Pazzi-Verschwörung“

Besonders gelungen ist den Berliner Kuratoren die Verbindung unterschiedlicher Objektgattungen: Medaillen, Reliefs, Büsten und Porträts machen die zentralen Figuren dieser historischen Auseinandersetzung anschaulich. So entsteht ein vielschichtiger Blick auf eine Epoche, in der politische Gewalt nicht nur Geschichte schrieb, sondern auch in Kunst übersetzt wurde. Besonders eindrucksvoll ist das Porträt Giuliano de’ Medicis, dessen Züge Sandro Botticelli nach seinem Tod mit gesenktem Blick festhielt.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Sie interessieren sich für italienische Geschichte, die Medici und die Verbindung von Politik und Kunst? Oder ganz allgemein für Kunst aus der Renaissance? Dann sind Sie im Bode-Museum bis zum 20. September genau richtig.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

  • Der Museumspass Berlin ist ideal, wenn Sie Ihren Kulturtag erweitern möchten: Er gilt für mehr als 30 Museen an drei Tagen und lässt sich bequem online buchen. Ticket im Online-Ticketshop buchen

Kunstausstellung in Wien : Gustave Courbet – Realist und Rebell im Leopold Museum

Gustave Courbet gilt als einer der radikalsten Künstler des 19. Jahrhunderts. Als Realist, Provokateur und politischer Kopf stellte er die Kunst seiner Zeit grundlegend infrage. Die Ausstellung im Leopold Museum in Wien widmet sich diesem außergewöhnlichen Künstler und zeigt, warum Courbet bis heute als Rebell der Kunstgeschichte gilt.

Gustave Courbet - Realist und Rebell

  • Leopold Museum (MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien) • Bis 21. Juni 2026

"Wenn ich dereinst nicht mehr lebe, soll man sagen: ‚Dieser Mann gehörte nie einer Schule, keiner Kirche, keiner Institution, keiner Akademie und insbesondere keinem Regime an, ausgenommen dem Regime der Freiheit."

Gustave Courbet

Porträt eines jungen Mannes mit dunklem lockigem Haar und Bart, gemalt von Gustave Courbet

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Wien

Die groß angelegte Retrospektive vereint Werke aus allen Schaffensphasen und bietet einen umfassenden Überblick über das malerische und grafische Werk von Gustave Courbet. Im Mittelpunkt steht ein Künstler, der sich bewusst gegen die idealisierten Darstellungen seiner Zeit stellte und stattdessen das reale Leben in den Fokus rückte.

Courbet verband Kunst und Gesellschaft auf neue Weise. Seine Werke spiegeln nicht nur persönliche Perspektiven, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts: vom Realismus des Alltags bis hin zu seinem Engagement während der Pariser Kommune. Gleichzeitig zeigen seine Arbeiten eine ruhigere, nachdenkliche Seite, die im Kontrast zu seinem rebellischen Auftreten steht.

 

Gustave Courbet, Der Ursprung der Welt, 1866 © Musée d’Orsay / Hervé Lewandowski

Kunstausstellungen in München #1: Long Story Short. im Museum Brandhorst

Wenn in München das Oktoberfest zu Ende geht, legt die Kultur so richtig los! Unter den unzähligen Kunstausstellungen in München haben wir ein „Schmankerl“ für Sie herausgesucht. Lange Rede, kurzer Sinn (oder: Long Story Short), auf nach München in diesem Herbst.

Long Story Short. 

  • Bayerische Staatsgemäldesammlungen Museum Brandhorst (Theresienstr. 35A, 80333 München); 31.10.2025 – 31.1.2027
Rosemarie Trockel. Ohne Titel, 1983 Udo und Anette Brandhorst Sammlung. C Rosemarie Trockel. VG Bild-Kunst, Bonn [2025]. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München. Kunstausstellung in München

Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart

Die Kunstausstellung in München „Long Story Short“ erzählt eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst. Jeder Raum ist eine eigene Ausstellung für sich: Von der Arte Povera bis zu monographischen Präsentationen, von formalästhetischen Diskursen bis zu gesellschaftspolitischen Themen. Noch nie gezeigte Werke und Neuerwerbungen treten dabei mit Ikonen des Museums in Dialog und ermöglichen neue Perspektiven auf die mittlerweile über 2000 Werke umfassende Sammlung.

Im Bild: Ein Werk der äußerst vielseitigen Künstlerin Rosemarie Trockel. Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Bilder und Zeichnungen, Plastiken, Skulpturen und Objekte sowie Videoarbeiten und Installationen. Ab dem 31.10. können Sie mehr von Rosemarie Trockel in dieser sehenswerten Kunstausstellung in München entdecken.

  • HISCOX-TIPP: Seit Frühjahr 2025 begleitet der „Museumsbuddy“ Kinder durch das Museum Brandhorst. Das Gerät nimmt sie mit auf eine interaktive Audio-Schnitzeljagd geleitet durch Spira. Spira, das ist die gute Seele des Hauses, der Geist der Kunst und des Museums. Spira vermittelt inspirierende Geschichten, Traumreisen und Klangwelten.
     

 

Rosemarie Trockel. Ohne Titel, 1983 Udo und Anette Brandhorst Sammlung. C Rosemarie Trockel. VG Bild-Kunst, Bonn [2025]. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Museum Brandhorst, München. Kunstausstellung in München

Kunstausstellung in München #2: Über die Welt hinaus – Der Blaue Reiter im Lenbachhaus

Franz Marc, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und der Blaue Reiter sind Ihnen längst ein Begriff? Umso spannender ist diese Ausstellung im Lenbachhaus. Denn sie präsentiert nicht nur bekannte Schlüsselwerke, sondern auch bedeutende Neuzugänge der Sammlung, die erstmals zu sehen sind. Mit über 240 Arbeiten entsteht so ein vielschichtiges Bild des Blauen Reiters, das vertraute Positionen neu einordnet und bislang weniger beachtete Aspekte sichtbar macht.

Über die Welt hinaus – Der Blaue Reiter

  • Lenbachhaus, München (Luisenstraße 33, 80333 München) • Bis 5. September 2027
Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff (1909) von Alexej von Jawlensky, expressionistisches Porträt

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in München

Die Ausstellung widmet sich einer der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt den Blauen Reiter als internationales Netzwerk des Austauschs. Künstler aus verschiedenen Ländern entwickelten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt und stellten bestehende gesellschaftliche Normen bewusst infrage.

 

Alexej von Jawlensky, Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff, 1909, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich

Zentrale Werke und neue Perspektiven auf den Blauen Reiter

Mit über 240 Arbeiten bietet die Ausstellung einen umfassenden Überblick über die Vielfalt der Bewegung. Zu sehen sind Werke bedeutender Künstler wie Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, August Macke und Paul Klee. Besonderes Augenmerk liegt auf den Künstlerinnen des Blauen Reiters, die für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar waren und die Bewegung maßgeblich prägten.

Für wen sich diese Ausstellung besonders lohnt

Die Kuratoren dieser Ausstellung zeigen den Blauen Reiter als genau das, was er sein wollte: als radikalen Gegenentwurf zur etablierten Kunst seiner Zeit. In intensiven Debatten rangen die beteiligten Künstler darum, Altes hinter sich zu lassen und Kunst neu zu denken: von Fragen der Farbtheorie bis hin zu neuen Formen des Ausdrucks und der Wahrnehmung. Diese Ausstellung lohnt sich für alle, die neugierig darauf sind, wie aus künstlerischem Aufbruch eine Bewegung wurde, die die Moderne bis heute prägt.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

  • Nur wenige Schritte vom Lenbachhaus entfernt befindet sich die Glyptothek. Dort können Sie eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Skulpturen Europas entdecken und Ihren Museumsbesuch in München perfekt abrunden.

Kunstausstellung in Hamburg: Maria Lassnig und Edvard Munch – Malfluss = Lebensfluss

Zwei Künstler, zwei Epochen. Und doch eine erstaunliche Nähe: Die Ausstellung „Maria Lassnig und Edvard Munch“ in der Hamburger Kunsthalle bringt erstmals Werke dieser beiden außergewöhnlichen Künstler zusammen. Im Zentrum stehen Emotion, Körperwahrnehmung und die Frage, wie Kunst innere Zustände sichtbar machen kann. Eine intensive und berührende Kunstausstellung erwartet Sie ab Ende März in Hamburg.

Maria Lassnig und Edvard Munch – Malfluss = Lebensfluss

  • Hamburger Kunsthalle (Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg) • Bis 30. August 2026
Ehepaar (2001) von Maria Lassnig, expressionistische Darstellung, eine Frau und ein Mann lehnen an der Stirn aneinander

Einblick in die Ausstellung

Die groß angelegte Doppelschau vereint rund 200 Werke von Maria Lassnig und Edvard Munch und spannt einen großen kunsthistorischen Bogen. Beide Künstler trennen über ein halbes Jahrhundert und dennoch zeigen sich überraschende Parallelen: im Umgang mit Farbe, in der expressiven Pinselführung und in der Darstellung innerer Empfindungen.

Während Munch existenzielle Emotionen wie Angst, Trauer oder Verzweiflung ins Zentrum stellt, richtet Lassnig den Blick nach innen, auf körperliche Empfindungen, Wahrnehmung und das eigene Selbst. So entsteht ein intensiver Dialog zwischen zwei künstlerischen Positionen, der neue Perspektiven auf das jeweilige künstlerische Werk eröffnet.

 

Maria Lassnig (1919–2014), Ehepaar, 2001. Öl auf Leinwand, 100 x 125 cm. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Sammlung KiCo © Maria Lassnig Stiftung / VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Highlights der Ausstellung Maria Lassnig und Edvard Munch – Malfluss = Lebensfluss

Die Ausstellung ist in mehrere Kapitel gegliedert und führt durch zentrale Themen wie Selbstporträt, Beziehungen, Körperbilder, Natur und existenzielle Erfahrungen. Bekannte Werke wie Munchs „Madonna“ treffen auf Schlüsselwerke von Maria Lassnig („Ehepaar“ von 2001) und eröffnen neue Perspektiven auf beide Œuvres. 

Für wen diese Ausstellung besonders spannend ist

Diese Kunstausstellung in Hamburg wird alle begeistern, die sich für moderne und zeitgenössische Kunst, für emotionale Bildwelten und für die Verbindung von Kunst und innerer Wahrnehmung interessieren.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Kunstausstellung in Düsseldorf: Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection

Monet, Cézanne, Matisse: Schon der Titel dieser Ausstellung verspricht große Namen der Malerei. Im Kunstpalast in Düsseldorf ist 2026 erstmals eine bedeutende deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus in großem Umfang zu sehen. Eine hochkarätige Kunstausstellung in Düsseldorf, die Meisterwerke und Neuentdeckungen miteinander verbindet.

Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection

  • Kunstpalast (Ehrenhof 4–5, 40479 Düsseldorf) • Bis 9. August 2026
Waterloo Bridge (1903) von Claude Monet, impressionistische Flusslandschaft mit Brücke und nebliger Stadtkulisse

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Düsseldorf

Mit rund 180 Exponaten gibt die Ausstellung erstmals einen umfassenden Einblick in die Scharf Collection. Gezeigt werden Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus drei Jahrhunderten. Im Mittelpunkt stehen Meisterwerke des französischen Impressionismus (unter anderem Werke von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne, Pierre Bonnard, Henri de Toulouse-Lautrec und Henri Matisse) und Post-Impressionismus, ergänzt um weitere Positionen bis in die Gegenwart.

 

Claude Monet (1840-1926), Waterloo Bridge, 1903, Öl auf Leinwand, 65 x 100 cm © The Scharf Collection, Foto: Ruland Photodesign

Was diese Ausstellung besonders macht

Die Scharf Collection war bislang nur durch einzelne Leihgaben bekannt. Nun wird sie erstmals in dieser Breite öffentlich präsentiert. Für Düsseldorf wurde die Schau zudem um mehr als 60 Werke erweitert, darunter Arbeiten von Edgar Degas, Henri Matisse und japanische Farbholzschnitte des 19. Jahrhunderts.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Spannend ist der Blick auf die Sammlungsgeschichte selbst: Von Otto Gerstenberg über mehrere Generationen bis zu René und Christiane Scharf zeigt die Ausstellung, wie Sammeln zwischen Tradition und Innovation funktionieren kann. Damit zeigt die Ausstellung auch die Entwicklung einer Sammlung, die über vier Generationen mit großer Leidenschaft aufgebaut wurde. Impressionismus, klassische Moderne und die Geschichte einer großen Sammlung verbinden sich im Kunstpalast zu einem außergewöhnlichen Ausstellungserlebnis.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

  • Im Online-Ticketshop können Sie Ihre Eintrittskarte vorab kaufen. Mittwochs von 14-18 Uhr (außer feiertags) kostet der Eintritt in Sammlung und Ausstellungen im Kunstpalast nur 8 Euro (statt regulär 16 Euro).
Eine Frau mit braunen Haaren in einem Business-Outfit lächelt, Alina Sucker, Product Head Art & Private Clients.
Privatsammlungen wie die Scharf Collection zeigen besonders eindrucksvoll, wie sich künstlerische Qualität, individueller Geschmack und Marktgespür über einen längeren Zeitraum entwickeln. Besonders beeindruckend ist, wenn eine solche Leidenschaft für Kunst in einer Familie über mehrere Generationen weitergegeben und zugleich mit Offenheit für neue Positionen in die Gegenwart geführt wird.
Alina SuckerProduct Head Art & Private Clients, Property & Events

Kunstausstellung in Basel: Cezanne in der Fondation Beyeler

Paul Cezanne gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei. Die Ausstellung in der Fondation Beyeler zeigt ihn in seiner wohl stärksten Schaffens-Phase und zeigt, warum Künstler wie Picasso ihn später den „Vater von uns allen“ nannten. Eine Reise nach Basel lohnt sich allein wegen dieser selten gezeigten Bilder und eindrucksvoll kuratierten Schau.

Cezanne

  • Fondation Beyeler (Baselstrasse 101, 4125 Riehen/Basel) • Bis 25. Mai 2026
Der Knabe mit der roten Weste (1888–1890) von Paul Cézanne, Porträt eines jungen Mannes

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Basel

Die Ausstellung konzentriert sich auf das Spätwerk Cezannes und zeigt rund 80 Arbeiten. Darunter Ölgemälde und Aquarelle aus internationalen Top-Sammlungen. Im Mittelpunkt stehen seine zentralen Motive: Porträts, Stillleben, Landschaften der Provence und die berühmte Montagne Sainte-Victoire, die er immer wieder neu interpretierte. Cezanne ging es nicht darum, die Natur einfach abzubilden. Vielmehr untersuchte er, wie sich Form, Raum und Tiefe allein durch Farbe und Wahrnehmung erzeugen lassen. Damit legte er den Grundstein für die moderne Malerei und beeinflusste ganze Künstlergenerationen.

 

Paul Cezanne, Le garçon au gilet rouge, 1888–1890 Der Knabe mit der roten Weste Öl auf Leinwand, 79,5 x 64 cm Sammlung Emil Bührle, Dauerleihgabe im Kunsthaus Zürich

Was diese Ausstellung besonders macht

Ein besonderes Highlight ist die Zusammenführung mehrerer Ansichten der Montagne Sainte-Victoire, eines der zentralen Motive im Werk Cezannes. Ebenso eindrucksvoll ist die gemeinsame Präsentation der berühmten „Kartenspieler“ aus verschiedenen internationalen Sammlungen. Zahlreiche Werke stammen aus Privatsammlungen und sind nur selten öffentlich zu sehen. Einige Arbeiten wurden seit Jahrzehnten nicht mehr ausgestellt. So viele Schlüsselwerke Cezannes, vereint in einer einzigen Ausstellung, ist so nur selten zu erleben.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Diese Kunstausstellung in Basel lohnt sich für alle, die Cezanne nicht nur als großen Namen der Kunstgeschichte kennen, sondern seinem Blick auf die Welt näherkommen möchten. Wer nachvollziehen will, warum sein Werk bis heute Künstlerinnen, Künstler und Publikum fasziniert, findet hier Gelegenheit.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

Kunstausstellung in Frankfurt: Elmgreen & Dragset – Stillleben mit Gemüse im Städel Museum

Vertraute Räume wirken plötzlich fremd, neue Begegnungen eröffnen unerwartete Perspektiven: Im Frühjahr 2026 verwandelt das Künstlerduo Elmgreen & Dragset das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel aus Realität und Illusion. Eine ungewöhnliche Kunstausstellung in Frankfurt, die den Museumsbesuch selbst zum Erlebnis macht.

Elmgreen & Dragset – Stillleben mit Gemüse

  • Städel Museum (Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt am Main) • 20 Mai bis 17. Januar 2027
Installation The Visitor with Stillleben mit Gemüse (2025) von Elmgreen & Dragset, weiße skulpturale Figur betrachtet ein Stillleben

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Frankfurt

Das Museum wird selbst zum Teil der Inszenierung. In der Sammlung Gegenwartskunst sind zwei eindrucksvolle Installationen zu erleben, die sich mit Skulpturen und Interventionen über das gesamte Städel Museum bis hin zur benachbarten Liebieghaus Skulpturensammlung erstrecken. Die Ausstellung zeigt Werke von Elmgreen & Dragset im Zusammenspiel mit Kunst aus über 700 Jahren und macht dabei überraschende Verbindungen sichtbar: Es entstehen neue Konstellationen, die den Blick umlenken und den Besucher in den Mittelpunkt des Erlebens rücken (wie in der Installation „The Visitor“ aus dem Jahr 2025).

 

Elmgreen & Dragset, The Visitor, 2025, The Visitor with Stillleben mit Gemüse

Was diese Ausstellung besonders macht

Seit 1995 arbeiten Elmgreen & Dragset an der Schnittstelle von Architektur, Installation und Performance. Im Städel untersuchen sie, wie Räume unser Verhalten prägen und wie sehr auch Museen als Gebäude unsere Wahrnehmung von Kunst lenken. Dabei hinterfragen sie vertraute Präsentationsformen und richten den Blick auf Momente, die im Alltag und im Ausstellungsraum leicht übersehen werden. Das Besondere: Statt eines klassischen Rundgangs erwartet Sie eine Entdeckungsreise durch ein Museum, das plötzlich anders wirkt als sonst.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Wenn Sie erleben möchten, wie ein Künstlerduo ein ganzes Museum in Bewegung versetzt und vertraute Sehweisen herausfordert, sollten Sie sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

  • Ein besonderer Abschluss Ihres Besuchs ist das Städel Dach. Es ist über die Dauerausstellung „Alte Meister“ erreichbar, im Eintrittspreis enthalten und bietet einen beeindruckenden Panoramablick auf die Skyline von Frankfurt.

Kunstausstellung in Stuttgart: Generation 1700 – Zeichnen an der Königlichen Akademie in Paris

Wie lernt man präzise, ausdrucksstark und mit künstlerischer Freiheit den menschlichen Körper zu zeichnen? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung „Generation 1700“ in der Staatsgalerie Stuttgart. Im Mittelpunkt steht eine Epoche des Aufbruchs, in der das Zeichnen weit mehr war als bloße Übung: nämlich Schule des Sehens, der Erkenntnis und der künstlerischen Selbstbehauptung. Wie die Ausstellungsmacher dieses Thema umgesetzt haben, erfahren Sie in dieser außergewöhnlichen und lehrreichen Kunstausstellung in Stuttgart.

Generation 1700. Zeichnen an der Königlichen Akademie in Paris

  • Staatsgalerie Stuttgart (Konrad-Adenauer-Straße 30–32, 70173 Stuttgart) • 17. April bis 30. August 2026
Junger Künstler beim Zeichnen einer weiblichen Büste (um 1765) von Michel-François Dandré-Bardon

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Stuttgart

Die Ausstellung widmet sich dem Zeichenunterricht an der Königlichen Akademie in Paris im 18. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Frage, wie junge Künstler den menschlichen Körper studierten und dabei Anatomie, Disziplin und künstlerischen Ausdruck miteinander verbanden. So eröffnet die Schau einen spannenden Blick auf eine Zeit, in der sich nicht nur die Kunst, sondern auch die Gesellschaft grundlegend veränderte. Anhand von rund 80 Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälden wird der Alltag der Akademie sichtbar. Viele der gezeigten Werke sind erstmals zu sehen.

 

Michel-François Dandré-Bardon, Junger Künstler beim Zeichnen einer weiblichen Büste, um 1765, © Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung

Was diese Ausstellung besonders macht

Im Mittelpunkt steht Michel-François Dandré-Bardon, einer der bedeutendsten Künstler der französischen Aufklärung. Seine Studien (wie „Junger Künstler beim Zeichnen einer weiblichen Büste“ im Bild) zeigen eindrucksvoll, wie präzises anatomisches Wissen und künstlerische Ausdruckskraft zusammenfinden. Gerade diese Verbindung macht die Ausstellung besonders spannend. Ergänzt wird die Schau durch Arbeiten weiterer bedeutender Künstler seiner Zeit, darunter Carle van Loo, Jean François de Troy, Charles Joseph Natoire und Nicolas Guibal.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Die gezeigten Zeichnungen und Studien dienten als Grundlage für große Gemälde. Sie zeigen, wie Künstler den menschlichen Körper zunächst analysierten, um ihn später in komplexen Bildkompositionen überzeugend darstellen zu können. In dieser Kunstausstellung können Sie somit das Fundament der akademischen Malerei erleben. Ein überzeugender Grund für einen Besuch in Stuttgart.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

  • Mit einem Sonderöffnungs-Ticket können Sie die Ausstellung auch außerhalb der regulären Zeiten besuchen: täglich von Dienstag bis Sonntag in den Zeitfenstern 9.15–9.45 Uhr sowie 17.00–19.00 Uhr. Ideal, wenn Sie die Kunst in ruhiger Atmosphäre erleben möchten.

Kunstausstellung in Köln: De/Collecting Memories from Turtle Island im Museum Ludwig

Das Museum Ludwig in Köln wählt 2026 einen ungewöhnlichen und aktuellen Ansatz: Es blickt auf das, was in den gängigen Bildern und Erzählungen über Amerika lange ausgeblendet wurde. Die Ausstellung „De/Collecting Memories from Turtle Island“ bringt zeitgenössische indigene Perspektiven ins Zentrum und macht deutlich, wie sehr Bilder, Erinnerungen und nationale Narrative unseren Blick bis heute prägen. Eine kluge, aktuelle und vielschichtige Kunstausstellung in Köln.

HIER UND JETZT im Museum Ludwig: De/Collecting Memories from Turtle Island

  • Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln) • Bis 8. November 2026
Textile Installation Thirteen Moons (2025) von Marie Watt mit dicht gehängten silbernen und blaugrauen Elementen

Das erwartet Sie in dieser Kunstausstellung in Köln

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zwei zeitgenössische US-amerikanische Künstlerinnen: Marie Watt und Wendy Red Star. Ausgangspunkt ist ein Konvolut historischer Fotochrome der Detroit Publishing Company, die um 1900 Bilder von Landschaften und Städten der USA massenhaft verbreitete. Diese farbintensiven Ansichten prägten das Bild Amerikas für viele Menschen, blendeten jedoch Entscheidendes aus: die Geschichte, Perspektiven und Erinnerungen Indigener Gemeinschaften. Die Ausstellung bringt die historischen Bildwelten mit zeitgenössischer indigener Kunst zusammen und hinterfragt, wie Erzählungen entstehen, was sie sichtbar machen und was sie verschweigen. So entsteht ein neuer Blick auf „Turtle Island“, ein indigener Begriff für „Amerika“.

 

Marie Watt, Thirteen Moons, 2025. Foto: Mario Gallucci. Courtesy: die Künstlerin

Was diese Ausstellung besonders macht

Besonders eindrucksvoll ist die neue raumgreifende Arbeit „Thirteen Moons“ von Marie Watt. Die Installation aus dreizehn hängenden Skulpturen aus Zinnschellen ist nicht nur visuell präsent, sondern auch körperlich und akustisch erfahrbar. Die Arbeiten dürfen berührt werden und entfalten dadurch ein eigenes Klirren und Rauschen im Raum. Ebenso spannend sind die fotografischen Selbstinszenierungen von Wendy Red Star, die mit Humor und Schärfe westliche Vorstellungen von Indigenität hinterfragen.

Für wen sich die Ausstellung besonders lohnt

Zeitgenössische Kunst trifft auf Erinnerungskultur und postkoloniale Perspektiven: Wenn Sie den eigenen Blick erweitern und bekannte Narrative kritisch hinterfragen möchten, sollten Sie sich diese Ausstellung unbedingt vormerken.

Hiscox-Tipp für Ihren Besuch

  • Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm: Von Vorträgen über Kuratorinnen-Führungen bis hin zu Lesungen, Workshops und Tanzformaten eröffnet das Museum Ludwig viele zusätzliche Zugänge zu den Themen von „Turtle Island“.

Sie interessieren sich für weitere Kunstausstellungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Dann schreiben Sie uns, welche Städte, Museen oder Künstler Sie besonders interessieren. Wir nehmen Ihre Wünsche gerne auf.