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Hiscox Online Art Trade Report – Teil 2: Covid-19-Pandemie ist ein Turboschub für den Online-Kunstmarkt

Online-Verkäufe sind ab März 2020 deutlich angestiegen / Auch die Höhe und der Umfang der Ausgaben am Online-Kunstmarkt sind im Befragungszeitraum gewachsen / Junge Kunstinteressierte und Sammler unterstützen Künstler durch Investitionen während der Covid-19-Krise / Sie recherchieren regelmäßig online und suchen nach interessanten Kunstwerken via Social Media

München (02. Dezember 2020) – Der Online-Kunstmarkt hat sich seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie deutlich belebt. Dies geht aus den jüngsten Ergebnissen des Hiscox Online Art Trade Report 2020 – Teil 2 hervor.

Der Report vergleicht die Marktentwicklung im Zeitraum zwischen März und September 2020 mit dem Vorjahreszeitraum und hebt insbesondere die Zunahme der Online-Aktivitäten, der Ausgaben, der Auktionsverkäufe und der erzielten Preise hervor.

Dies sind einige der wichtigsten Erkenntnisse:

– Über zwei Drittel (67%) der im Auftrag von Hiscox befragten Kunstkäufer haben im Untersuchungszeitraum zwischen März und September online Kunst gekauft, gegenüber 44% im Vorjahreszeitraum.

– Die Online-Auktionsverkäufe stiegen seit Beginn des Jahres sprunghaft an: Mehr als die Hälfte (55%) der Befragten gab an, Werke über Internet-Plattformen erworben zu haben, verglichen mit 37% im Jahr 2019.

– Die Online-Recherche nahm zu: 72% der Kunstinteressierten besuchten seit der Pandemie wöchentlich Online-Verkaufsplattformen, verglichen mit 54% im Jahr 2019.

– „Big Spender“, die mehr als 50.000 Dollar pro Jahr für Kunst ausgaben, waren besonders aktiv: 86% besuchten wöchentlich Online-Kunstverkaufsplattformen, gegenüber 69% im Jahr 2019.

– Auch die durchschnittlichen Ausgaben sind gestiegen: 29% der Käufer zahlten im Schnitt mehr als 10.000 Dollar pro Gemälde, gegenüber 20% im Jahr 2019. Weitere 11% gaben über 50.000 Dollar aus, im Vergleich zu 4% im Jahr 2019.

– Die reinen Online-Kunstverkäufe sind bei Sotheby‘s, Christie‘s und Phillips sprunghaft von 187 Millionen Euro im gesamten letzten Jahr auf rund 497 Millionen Euro in den ersten acht Monaten dieses Jahres angestiegen.

Robert Read, Head of Fine Art bei Hiscox, kommentiert die Ergebnisse: „Covid-19 hat dem Online-Kunstmarkt einen echten Turboschub verpasst. Während Sammler Online-Shopping früher eher zögerlich nutzten, ist ihnen diese Option nun sehr präsent. Wenn die traditionellen Galerie- und Ausstellungsräume wieder vollständig geöffnet sind, werden wir die Kunst immer noch physisch sehen wollen, aber es besteht kein Zweifel daran, dass der Online-Kunstmarkt jetzt glaubwürdiger und beständiger denn je geworden ist.“

Robert Read Hiscox

Neben dem Anstieg der Online-Aktivitäten wurden im zweiten Teil des diesjährigen Berichts vier weitere Themen hervorgehoben, die den Online-Markt in den kommenden Monaten prägen dürften:

Neue und jüngere Sammler waren während der Covid-19-Pandemie besonders aktiv

– Die „Neulinge“ unter den Sammlern (die erst seit drei oder weniger Jahren in Kunst investieren) führten die Online-Kunsteinkäufe an, wobei 82% von März bis September Kunstwerke erwarben. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2019 mit 36%.

– Etwa 69% der befragten Millennials (unter 35-Jährige) kauften in diesem Zeitraum Kunst online ein, verglichen mit 40% im Jahr 2019.

– Zahlreiche Käufe: Zwei Drittel (66%) der Millennials gaben an, seit Ausbruch der Pandemie zwischen zwei und fünf Kunstwerke gekauft zu haben, während 7% sogar mehr als sechs Werke kauften.

Hiscox Online Art Trade Report 2020 - Teil 2 - Grafik

„Compassionate Consumption“ gewinnt an Bedeutung

– Die Unterstützung von Künstlern, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, war zwischen März und September dieses Jahres (68%) die zweitwichtigste Motivation für Käufe – nach der Leidenschaft für Kunst (95%).

– Ersteres war besonders bei den Millennials (76%) und den neuen Sammlern (78%) der Fall.

– Mehr als die Hälfte der Kunstsammler (55%) geben an, Werke online gekauft zu haben, um Künstler und Kunstorganisationen direkt zu unterstützen.

– 25% gaben an, dass sie Kunstwerke direkt über die Instagram-Seiten von Fundraising-Kampagnen, wie z.B. das Artist Support Pledge, erworben haben; bei jüngeren Sammlern stieg dieser Anteil auf 36%.

Loyalität zu Online-Plattformen schwindet

– Fast die Hälfte (47%) der neuen Kunstkäufer gaben an, dass sie „nie“ oder „selten“ eine Loyalität gegenüber bestimmten Online-Plattformen empfinden, auf denen sie Kunst erwerben, gegenüber 40% im Jahr 2019.

– Ähnlich hoch ist diesbezüglich der Anteil jüngerer Käufer (45%), im Vergleich zu 35% im Jahr 2019.

Instagram festigt Position als bevorzugter Social-Media-Kanal

– Von 68% der Befragten als bevorzugte Plattform für kunstbezogene Zwecke genannt, hat die Beliebtheit für Instagram seit 2015, als sie nur 34% betrug, jedes Jahr zugenommen.

– Ein Viertel der Online-Kunstkäufer nutzte Instagram in der Zeit von März bis September zum Kunstkauf, wobei die Millennials (35%) und die „Neueinsteiger“ (38%) hier besonders aktiv waren.

– Die meisten (87%) nutzen Instagram, um neue Künstler und neue Kunstwerke zu entdecken (86%).

– Wichtige Kunstmarktakteure wie Christie‘s und Sotheby‘s nutzen bereits die „Swipe-up“-Funktion in ihren Instagram Stories, die potenzielle Käufer direkt zu den Kunstwerken oder Sammlerstücken führt, die sie interessieren.

„Als Versicherer der digitalen Welt freuen wir uns sehr über die zunehmende und nutzenbringende Digitalisierung in allen Bereichen wie z.B. den Online-Verkäufen. Wir denken vermehrt darüber nach, wie wir insbesondere die jungen, digital-affinen Kunden online immer besser ansprechen, unsere Produkte optimieren und weitere Kunden für digitale Angebote begeistern können“, erklärt Janna-Lena Baierle, Underwriter Art & Private Clients bei Hiscox Deutschland. „So haben wir dieses Jahr z.B. die ersten Bewertungen digital durchgeführt, treffen uns mit unseren Kunden und Partnern per Videochat oder haben unseren Kunstpreis online verliehen. Gleichzeitig überprüfen wir bei allen Dingen immer wieder, ob sie für unsere Kunden wirklich relevant sind und einen echten Nutzen stiften. Das ist für uns der wichtigste Gradmesser”, betont Baierle.

Den vollständigen zweiten Teil des Hiscox Online Art Trade Reports 2020 können Sie in englischer Sprache abrufen unter https://www.hiscox.co.uk/online-art-trade-report. Dort ist auch der im Juni erschienene erste Teil des Reports abrufbar, der weitere Aspekte des Online-Kunsthandels behandelt.

Über den Hiscox Online Art Trade Report
Der Hiscox Online Art Trade Report 2020 ist der achte Jahresbericht seiner Art. Die Untersuchung wurde vom spezialisierten Kunstmarktanalyse-Unternehmen ArtTactic im Februar und März 2020 anhand von Interviews mit Führungskräften und CEOs von 44 Online-Kunsthandelsplattformen durchgeführt. Der diesjährige Bericht enthält zusätzliche Untersuchungen, die zwischen März und Mai 2020 mittels Interviews mit 38 Online-Kunsthandelsplattformen mit Fokus auf die Auswirkungen von Covid-19 durchgeführt wurden. Der Untersuchungszeitraum war vom 1. Januar 2020 bis zum 28. Juni 2020. Die Ergebnisse des zweiten Teils basieren zusätzlich auf den Antworten von 552 Kunstkäufern, die im Auftrag von Hiscox durch ArtTactic im September 2020 zum Einfluss der Covid-19-Pandemie auf ihr Online-Kunstkaufverhalten befragt wurden. Die bislang veröffentlichten Ergebnisse bilden den ersten und zweiten Teil des Hiscox Online Art Trade Reports 2020 ab. Der dritte Teil wird sich dem Thema Online-Kunsttechnologiedienste widmen.

 

Download-Bereich:

Die aktuelle Meldung: PI_Hiscox_OnlineArtTradeReport_Part2 (PDF)
Das druckfähige Bild von Robert Read: Robert Read_@Hiscox (JPG, 2,54 MB)
Das druckfähige Bild von Janna-Lena Baierle: Janna-Lena Baierle_@Hiscox (JPG, 1,88 MB)
Die Einzelgrafik: Hiscox Online Art Trade Report_ Grafik (JPG, 0,8 MB)