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Hiscox Online Art Trade Report 2021: Kunstkäufer erzeugen Online-Boom

Teil 1 des Reports zeigt: Der Online-Kunstmarkt könnte sich bis Ende 2021 im Vergleich zu 2019 verdreifachen / Große Nachfrage nach NFTs könnte Hochkonjunktur für digitale Sammlerstücke einläuten 

London / München (12. Oktober 2021) – Das Jahr 2021 war der größte Indikator dafür, dass der boomende Online-Kunsthandelsmarkt auf Dauer Bestand hat. Der heute erschienene Hiscox Online Art Trade Report 2021 (Teil 1) stellt fest, dass die Online-Kunstverkäufe in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Rekordwert von 7,9 Milliarden US-Dollar (USD) erreicht haben (72 % mehr als in der ersten Jahreshälfte 2020) und bis zum Jahresende einen Rekordwert von 15,7 Milliarden USD erreichen könnten, wenn die Verkäufe im selben Tempo weitergehen. Die Ergebnisse basieren auf der Hiscox Art Buying Survey, die zwischen Juli und August 2021 durchgeführt wurde.

Robert Read, Head of Fine Art bei Hiscox, kommentiert den Report: „Auf dem Markt für Online-Kunstverkäufe hat sich ein systemischer Wandel vollzogen. Jene Käufer und Verkäufer, die sich in den letzten 18 Monaten auf die Technologie eingestellt haben, ernten jetzt die Früchte. Der traditionelle, physische Kunstmarkt wird nie ersetzt werden, aber wir können davon ausgehen, dass der Online-Markt weiter wachsen wird, bis wir ein – wie ich hoffe – gutes Gleichgewicht zwischen beiden erreichen. Beeindruckend ist die enorme Zunahme der Verwendung von Non-Fungible Tokens (NFTs) für den Verkauf von Kryptokunst und Sammlerstücken, die auch eine neue Art von Sammlern und Händlern anzieht.“

Robert Read, Hiscox
Robert Read, Hiscox

 

Wichtige Ergebnisse sind außerdem:

  • Das Vertrauen der Käufer war der Hauptgrund für den Aufschwung der Online-Verkäufe, wobei viele einen höheren Preis für Kunstwerke als zuvor zahlen. Der Durchschnittspreis, der bei reinen Online-Auktionen von Sotheby’s, Christie’s und Phillips in der ersten Jahreshälfte 2021 gezahlt wurde, lag bei 24.291 USD – etwa dreimal so hoch wie 2019 (8.529 USD).
  • Die Verlagerung auf das Internet wird wahrscheinlich die Pandemie überdauern; 56 % der im Bericht für 2020 befragten Kunstkäufer und 65 % der Online-Kunstplattformen gaben an, dass sie davon ausgehen, dass der Wechsel zu digitalen Verkäufen dauerhaft sein wird.
  • Schätzungsweise 3,125 Milliarden. USD oder 46 % der Online-Kunstverkäufe im ersten Halbjahr 2021 wurden über mobile Geräte wie Smartphones und Tablets getätigt. Dies war ein deutlicher Anstieg gegenüber den geschätzten 1,92 Milliarden USD im Jahr 2019, dem Jahr vor der Pandemie, was damals 40 % der gesamten Online-Kunstverkäufe ausmachte.
  • Der größte Anteil der Online-Verkäufe auf den Plattformen entfiel wieder auf die bildende Kunst (27 %, gegenüber 32 % im Jahr 2020), während der Anteil der anderen Kategorien etwa gleich blieb, der Verkauf von Möbeln und Kunstgewerbe jedoch zunahm. Dies steht im Gegensatz zu den Zahlen der Auktionshäuser, bei denen der Anteil der bildenden Kunst an den reinen Online-Verkäufen in der ersten Jahreshälfte bei 66 % lag.
  • Obwohl die traditionellen Kunstanbieter nur langsam in Gang kommen, werden sie wahrscheinlich ihre führende Rolle auf dem Online-Kunstmarkt zurückgewinnen. Die meisten der befragten Online-Plattformen (69 %) glauben, dass viele der bestehenden Kunstmarktteilnehmer zu den großen Online-Playern aufsteigen könnten – wenn sie sich das Potenzial der Technologie endlich zu eigen machen.
  • Mehr Online-Plattformen wollen Zahlungen in Kryptowährungen akzeptieren, wobei fast vier von zehn (38 %) planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate Krypto-Zahlungen zu akzeptieren, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem letzten Jahr (15 %).
  • Die Zahl der Online-Kunstplattformen, die beabsichtigen, die Blockchain-Technologie in ihr Geschäft einzubinden, ist deutlich gestiegen. Vier von zehn (41 %) planen den Einsatz von Blockchain, gegenüber 30 % im Jahr 2020. Das Wachstum des NFT-Marktes ist ein wahrscheinlicher Grund für diesen Anstieg – 14 % haben NFTs bereits in ihr Angebot aufgenommen, während weitere 38 % dies in naher Zukunft in Betracht ziehen.
  • Januar bis Ende September 2021 wurden Krypto-Kunst und -Sammlerstücke im Wert von schätzungsweise 3,5 Milliarden USD verkauft, wobei NFTs neue Möglichkeiten für das Sammeln von digitaler und physischer Kunst eröffnen.

 

Alina Sucker, Underwriting Manager Art & Private Clients bei Hiscox Deutschland, ergänzt: „Als Versicherer der digitalen Welt begrüßen wir diese spannenden digitalen Entwicklungen sehr, da sie Erleichterungen für die Kunstliebhaber, Kunsthändler und nicht zuletzt die Kunstschaffenden selbst bringen. Aber mit neuen Möglichkeiten entstehen auch immer neue Risiken – neben den bekannten Gefahren beim Online-Bezahlen auch die Möglichkeit von Datendiebstahl. Diese Risiken gewinnen insbesondere angesichts des Bezahlens per Kryptowährungen und ganz besonders wegen der wachsenden Beliebtheit von Kunstwerken im ‚NFT-Format‘ aktuell an Brisanz. Entsprechend sagten 48 % der Befragten, dass sie besorgt wegen der Cyber-Kriminalität sind – eine deutliche Zunahme zum Vorjahr, wo das nur 37 % angaben. Nur wenn diese Cyber-Risiken erkannt und abgesichert werden können, werden sich Kunden sicher fühlen und den Digital-Boom in dieser Dynamik weiter unterstützen“.

Alina Sucker, Hiscox
Alina Sucker, Hiscox

 

Den kompletten Hiscox Online Art Trade Report 2021 (Teil 1) mit vielen weiteren Fakten und Erkenntnissen, einschließlich eines detaillierten Blicks auf die Online Customer Journey, finden Sie hier (auf Englisch): https://www.hiscox.co.uk/online-art-trade-report

 

 

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Die aktuelle Meldung: PI_Hiscox Online Art Trade Report_2021 (PDF)

Das druckfähige Bild von Robert Read: Robert [email protected] (JPG, 2,54 MB)

Das druckfähige Bild von Alina Sucker-Kastl: Alina [email protected] (JPG, 5,97 MB)

Der Online Art Trade Report 2021: Hiscox Online Art Trade Report 2021_Teil 1 (PDF)

Die Grafik: Online-Kunstverkä[email protected] (JPG, 0,8 MB)