Rechenzentren und Cloud Computing – Wachsende Datenflut bringt neue Risiken

Im Zeitalter der Digitalisierung, wie z.B. E-Business, Cloud Computing oder internetbasierte Kundenverwaltungen haben Unternehmen eine immer größere Datenflut zu bewältigen.

Die Nachfrage nach hoch qualifizierten Rechenzentren wächst; parallel spezialisieren sich immer mehr IT-Dienstleister im Bereich Cloud Computing. Dienstleister in diesem stark wachsenden Marktsegment sollten wissen, dass sie bei Datenverlust, Systemausfall, Schadsoftware, Urheberrechtsverstößen oder anderen Fehlern ihren Kunden gegenüber haften müssen. Überlebenswichtig sind deshalb

  • eine umfangreiche Schadenprävention, wie etwa laufende Back-up-Systeme, leistungsfähige Firewalls
  • ein solides Qualitäts-Management
  • risikogerechter Versicherungsschutz

 

Schadenbeispiel 1:

Der Betreiber eines Rechenzentrums verwaltet Kunden- und Produktdaten für ein Maschinenbauunternehmen. Weil er mit einem automatischen Backup-System arbeitet, nimmt er keine weiteren Maßnahmen zur Datensicherung vor. Als durch einen Brandschaden mehrere Server zerstört werden und auch das Backup-System nicht funktioniert, gehen Daten verloren bzw. das Maschinenbauunternehmen kann für mehrere Stunden nicht arbeiten. All alle Wiederherstellungsversuche erfolglos bleiben, muss der Maschinenbauer ein externes Data-Recovery-Unternehmen hinzuziehen. Für die Kosten der Datenwiederherstellung sowie den entgangenen Gewinn macht das Unternehmen den Betreiber des Rechenzentrums haftbar und fordert insgesamt 380.000 €.

Schadenbeispiel 2:

Ein Cloud-Anbieter stellt für einen weltweit agierenden Personaldienstleister eine Software as a Service (SaaS)-Leistung zur Verfügung, bei der sämtliche Datensätze, insbesondere Personal- und Vertragsdaten, verwaltet und bearbeitet werden. Aufgrund einer Sicherheitslücke beim Cloud-Anbieter gelangte ein Teil vertraulicher Datensätze des SaaS-Kunden an die Öffentlichkeit. Daraufhin kündigte ein Großteil der Kunden die Geschäftsbeziehung. Der Konzern stellte dem Software-Anbieter sowohl den Umsatzausfall in Rechnung als auch die Marketingkosten, die nötig waren, um das verlorene Kundenvertrauen nach Bekanntwerden dieser Sicherheitslücke wiederherzustellen. Insgesamt ein zweistelliger Millionenbetrag.

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