Die ersten beiden Tage der Mille Miglia 2017 sind warm, sonnig und pannenfrei: Wir begleiten unseren Hiscox Kollegen und Oldtimer-Fahrer Rainer Peukert auf die berühmte 1000-Meilen-Rallye und sind froh, dass alles bisher reibungslos verlaufen ist. (Mehr über die vorigen Etappen lesen Sie in unserem Mille Miglia Bericht Part I). Doch in Part II gibt es Probleme, die es zu lösen gilt.

Rainer und seine Beifahrerin Jacqueline kommen am zweiten Tag wie geplant abends in Rom an. Bei der Zieleinfahrt in der Via Veneto ist die Stimmung bei ihnen und den Zuschauern bestens. Es ist inzwischen dunkel und die Fahrzeuge erstrahlen im Licht der Straßenlaternen. Nach der Fahrt über die Zielrampe geht es zur Unterkunft für diese Nacht – und der erste Blitz zuckt am Himmel über Rom. Nur mit Glück erreicht das Hiscox Team mit dem OM Superba 665 mit Baujahr 1930 das Hotel – kurz bevor das Gewitter losbricht und der Starkregen beginnt. Binnen 30 Minuten staut sich das Wasser kniehoch.

Mille Miglia 2017, Etappe 3: Roma – Radivofani – Siena – Passo Abetone – Modena – Parma

Am dritten Tag der Mille Miglia blicken wir immer wieder sorgenvoll in den Himmel. Das Wetter ändert sich rasant – mal scheint Sonne ungetrübt, mal türmen sich Gewitterwolken auf. In Siena zum Beispiel ist das Wetter strahlend schön. Auf dem Piazza del Campo, dem für Pferderennen berühmten Platz in Siena, wartet ein jubelndes Publikum.

Doch geraten die Teilnehmer, auch Rainer und Jacqueline, insgesamt zweimal in heftigen Regen. Das ist nicht nur unangenehm, weil die beiden meistens ohne Verdeck fahren – bis sie anhalten und das Dach anbringen, sind sie längst komplett durchnässt.

Jetzt ist besondere Vorsicht beim Fahren geboten: Der Oldtimer kann schnell auf der nassen, teilweise öligen Fahrbahn ausbrechen. Doch Rainer kann den Wagen gut unter Kontrolle behalten und das Hiscox Team meistert den Passo Abetone trotz Regen. In Parma haben sie wieder Glück und kommen an, bevor der dritte Schauer sie erwischt.

Mille Miglia 2017, Etappe 4: Parma – Cremona – Mantova – Rovato – Brescia

Nach den langen Etappen der beiden letzten Tage wirkt die letzte kurz und schmerzlos. Dennoch wird sie zur großen Herausforderung: Nach 70 Kilometern bleibt der OM liegen – und das ausgerechnet in einer Sonderprüfung. Hier fahren die Teilnehmer im 30-Sekunden-Takt. Für den Straßenverkehr und auch die Fahrzeuge für den technischen Support ist die Strecke in einem größeren Radius gesperrt. Es vergehen 20 Minuten, bis unser Support-Team vor Ort ist und Rainer Unterstützung und Werkzeug bekommt.

Es braucht etwas Zeit, bis die Ursache gefunden und behoben ist: ein kleines Plastikstück hat die Benzinpumpe lahmgelegt. Mit Fingerspitzengefühl bauen Rainer und sein Support-Team die Benzinpumpe aus und entnehmen den Störenfried. Nach zwei Stunden kann es endlich weitergehen. Aber: die Mille Miglia ist längst weitergefahren – das Teilnehmerfeld ist uneinholbar!

Trotz Zeit- und Punkteverlust ins Ziel!

Leider verpassen sie so den Zwischenstopp in Mantua – eine wunderschöne Stadt, die bekannt ist als Ort, an den Romeo aus Shakespeares Tragödie Romeo und Julia verbannt wurde. Auch hier findet eine Sonderprüfung statt, die sie nicht antreten können – die Konsequenz ist Punktabzug.

Doch dabei sein und die Etappe erfolgreich beenden, ist das Wichtigste! Jetzt ruft das Ziel.

Das Hiscox Team erreicht Brescia. Rainer und Jacqueline erreichen pünktlich das Teilnehmerfeld und können sich mit ihrer Startnummer 16 einreihen. Sie bekommen Medaillen und den Applaus der Zuschauer und freuen sich über die geglückte 1000-Meilen-Fahrt per Oldtimer.

Mittlerweile ist die Liste der Endergebnisse der Mille Miglia veröffentlicht: Rainer und Jacqueline sind von Platz 150 am dritten Tag zwar durch die Panne und somit fehlenden Wertungsprüfungen auf Platz 340 abgerutscht. Doch überwiegt, dass sie gut angekommen sind – anders als 78 Teilnehmer, die gestartet sind, aber aufgeben mussten.

Wir hoffen, dass keine großen Schäden oder schlimme Verletzungen passiert sind. Gut zu wissen: Ein spezieller Oldtimer-Schutz wie von Classic Cars by Hiscox deckt alle typischen Rallye-Risiken – von Steinschlag, Unfall bis Vandalismus – ab.

Autorin Barbara SchweigertAutorin von diesem Mille Miglia Bericht:

Barbara Schweigert erlebt die Mille Miglia 2017 live: Sie begleitet Rainer Peukert zum 1000-Meilen-Rennen und ist unter anderem vor Ort, wenn die Fahrer in Brescia starten und zwei Tage später in Rom ankommen. Sie berichtet darüber für den Hiscox Classic Cars Blog sowie auf Facebook und freut sich über viele Leser!