In der zehnten Ausgabe findet die Executive Rallye in 2017 statt und wir sind nun zum zweiten Mal dabei. Wir verbringen ein tolles Wochenende auf Achse von Bayern nach Tirol und zurück. Mit auf dem Programm stehen spannende Aufgaben, die wir mit Glück und Verstand so gut lösen, dass wir sogar den vierten Platz belegen!

Start der Executive Rallye 2017 an der Motorworld

Die insgesamt 40 Teilnehmerfahrzeuge finden sich alle zum Start auf dem Gelände der Motorworld in München am 6. Oktober ein.

Für das Wochenende der Executive Rallye 2017 ist die Wetterprognose leider nicht die Beste. Sicherheit geht vor! Wir erinnern uns gut an den Schock bei der Executive Rallye 2016, den wir mit dem Porsche erlebt haben, und tauschen besser unser Gefährt. So bleibt der ursprünglich angemeldete Porsche 911 SC in der Garage.

Stattdessen nehmen wir mit einem Mercedes Baby Benz 190 E, Baujahr 1989, teil – ein Fahrzeug, das uns mit Winterreifen auch auf nassglatter Straße zuverlässig ans Ziel bringt.

Mit dem Mercedes Baby Benz 190 E sind wir Exoten unter den insgesamt 40 Teilnehmerfahrzeugen – eine Reihe moderner Sports Cars und sportlicher Classic Cars.

Per Oldtimer von München in den Chiemgau bis nach Tirol

Zur Mittagsrast kehren wir in Stein an der Traun ein.

Mit dem Roadbook navigiert Caroline Stamp, wohin es geht, und Rainer Peukert fährt den Mercedes Benz: Von München führt uns die Rallye über die Hallertau bis in den Chiemgau, wo wir eine
Mittagsrast einlegen. Von dort geht es weiter bis nach Kitzbühel zum Hotel zur Tenne.

Auf dieser ersten Tagesetappe bekommen wir spannende Aufgaben – etwa einen kniffligen Fragebogen, Zeitkontrollen und Sonderprüfungen. Zum Beispiel verlangen es unsere Rallye-Aufgaben, dass wir Ausschau nach Maibäumen, einem Dinosaurierkopf und Kühen auf einem Hausdach halten.

Besonders witzig ist der Wettbewerb „craziest picture“: Auf der Strecke postiert sich ein Fotograf und wir schmücken uns mit Mützen auf dem Kopf und schiefer Brille auf der Nase und schneiden Grimassen. Doch leider verpasst uns der Fotograf um Haaresbreite und kann kein Foto von uns im Vorbeifahren machen. Stehenbleiben und Umkehren kommt für Rainer nicht in Frage, er betätigt lieber weiter das Gaspedal 😉

Wieder retour – auf anderen Wegen und über Bayerischzell

alle Bilder: © Rainer Peukert

Am zweiten Rallye-Tag steht die Rückfahrt nach München auf dem Programm. Aber nicht schnurgerade auf dem direkten Weg: Wir fahren am Samstag, den 7. Oktober – teilweise in vielen Kurven – über Kössen, Aschau im Chiemgau, Samerberg und Bayerischzell und passieren viele kleine Alpendörfer. Wieder versuchen wir die Aufgaben bestmöglich zu erfüllen und etwa eine bestimmte Kapelle an der Rallye-Strecke zu entdecken.

Eine der Prüfungen begeistert Rainer sehr: „Best of Sound“. Hier darf jeder Fahrer den Motor seines Oldtimers laut aufheulen lassen. Und auch für eine zweite Aufgabe spielt der Motor-Sound eine wichtige Rolle: Am Motorengeräusch eines Range Rovers muss identifiziert werden, wie viele Zylinder der Motor hat. Für Rainer eine leichte und schöne Aufgabe.

Das Glück ist auf unserer Seite und wir meistern viele Herausforderungen und Prüfungen souverän. Am Ende belegen wir sogar den 4. Platz der Executive Rallye 2017! Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank für die tolle Organisation an das Executive Rallye-Team!


Executive Rallye: Schock auf regennasser Straße

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Dem Regenwetter zum Trotz – wir nehmen an der Executive Rallye 2016 teil und freuen uns auf die Fahrt von München nach Kitzbühel! Doch dann der Schock: wir geraten mit unserem Porsche 911 SC ins Schleudern.

Schock auf regennasser Fahrbahn: Weiterlesen!

Start der Executive Rallye 2016: Eine spannende Fahrt beginnt

Das Programm der Executive Rallye 2016 hat es in sich: München – Kitzbühel – München, durch den Chiemgau, am Achensee vorbei! Im Roadbook finden wir nicht nur die Streckenanleitung, sondern auch die Aufgaben, die die Rallye noch interessanter machen.

Wir, Jacqueline Peukert und Caroline Stamp, freuen uns riesig auf die Rallye, an der wir mit Jacquelines Porsche 911 SC aus dem Jahr 1983 teilnehmen. Mit dabei sind noch circa 40 weitere begeisterte Rallye-Fahrer mit ihren automobilen Klassikern.

Es geht los: Uns stören am 7. Oktober die dunklen Wolken am Himmel nicht – auch nicht das Prasseln des Regens auf dem Autodach. Doch wir merken schnell, dass wir bei diesen Wetterbedingungen besonders vorsichtig fahren müssen.

Am Friedensengel in München ist die Geschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt. Trotzdem wir langsam unterwegs sind, bricht das Heck bei der Fahrt den Berg in der starken Linkskurve leicht aus. Die Situation hat Jacqueline schnell wieder im Griff, unsere Fahrt geht problemlos bis zur Mittagspause weiter.

Schockmoment: Es schleudert uns auf die Gegenfahrbahn

Auch bei der Weiterfahrt am Nachmittag sind wir langsam unterwegs. Denn wir haben die Zitterpartie am Friedensengel noch vor Augen und wissen: Der Heckantrieb des Porsches hat den Nachteil, dass das Fahrzeug in Kurven zum Übersteuern und im Extremfall zum Ausbrechen des Hecks neigt.

In einer Rechtskurve passiert es dann leider doch: Das Heck bricht aus, wir geraten ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn. Das herannahende Fahrzeug im Gegenverkehr macht die Situation noch brenzliger. Jacqueline lenkt dagegen und wir rutschen über das Bankett auf die Wiese.

Wir brauchen jetzt einen Moment und atmen mehrmals tief durch. Das war knapp. Schon kommen Rallye-Teilnehmer auf uns zu, die das Geschehen beobachtet haben und sich sorgen. Doch uns geht es zum Glück gut und der Porsche ist auch unversehrt. Wir wenden auf dem matschigen Grasuntergrund, fahren zurück auf die Straße und blicken noch einmal auf die tiefen Reifenspuren in der Wiese zurück.

Fazit: Wir sind froh über den glücklichen Ausgang

Was wir aus diesem Erlebnis mitgenommen haben: Das war Glück und es hätte bei Weitem schlimmer enden können. Der wertvolle Porsche 911 hätte Schaden nehmen und wir uns schwer verletzen können. Klar – wir verdrängen oft den Gedanken an Unfälle, weil wir uns an unserem Fahrspaß nicht hindern lassen wollen. Erst solche Schrecksekunden machen uns das Risiko bewusst und dass eine umfangreiche Oldtimerversicherung wichtig ist.

Scheinbar verlässt uns das Glück nicht. Denn wir meistern viele Rallye-Aufgaben souverän und belegen am Ende den 17. Platz. Zudem gewinnt Caroline bei der Tombola am Abend vier Wachsbilder von Nanette Schärf, die jetzt im Wohnzimmer hängen und sie an die spannende Executive Rallye 2016 erinnern.

Autorin dieses Beitrags:

Caroline Stamp ist bei vielen Rallyes live dabei: Sie begleitet Rainer Peukert und das Hiscox Team auf der Classic Cars Tour, etwa zur Retro Classics Stuttgart, Nürburgring Classic und Ennstal Classic. Auch bei zwei Ausgaben der Executive Rallye war sie dabei!