Für den Schritt in die Selbständigkeit muss einiges an Papierkram erledigt werden. Dazu gehören auch Behördengänge zur Anmeldung Ihrer Tätigkeit. Manche sind Pflicht, manche nur Kür. Aber woher weiß man, welche die Wichtigsten sind? Lesen Sie hier ein paar Tipps, welche Amtswege Sie nicht vergessen sollen.

Unabhängig von der Rechtsform gilt für jeden Gründer die Meldung bei folgenden Institutionen:

<uhttps://www.hiscox.de/wp-admin/edit.php?post_type=sliderl>

  • beim Gewerbeamt. Dieses gibt Ihre Anmeldung auch an das Finanzamt weiter, welches Ihnen dann die nötigen Unterlagen zukommen lässt
  • bei der zuständigen Kammer (z.B. IHK oder HWK)
  • bei der jeweiligen Berufsgenossenschaft
  • bei der Krankenkasse
  • bei der gesetzlichen Unfallversicherung (www.dguv.de)

Zusätzlich gibt es für folgende Rechtsformen spezifische Meldepflichten:

Handelsunternehmen (GmbH, OHG, Kaufmann, AG, eG, UG)

Diese benötigen auch einen Eintrag im Handelsregister, Genossenschaftsregister und genossenschaftlichen Prüfungsverband.

Freiberufler

Für diese Rechtsform ist keine Anmeldung beim Gewerbeamt notwendig. Dafür müssen Sie aber innerhalb von 4 Wochen selbst beim Finanzamt vorstellig werden. Je nach Berufszweig sollten Sie sich auch bei der zuständigen Standeskammer oder der Künstlersozialkasse melden und evtl. einen Eintrag im Partnerschaftsregister einplanen. Für Angestellte wird zudem eine Betriebsnummer benötigt, die Sie beim Arbeitsamt beantragen können.

Rentenversicherungspflicht! Für wen?

Unter Umständen besteht für Sie auch eine Rentenversicherungspflicht. Dazu gehören z.B. Unternehmer in der Land- und Forstwirtschaft, Mitglieder eines Versorgungswerks, Mitglieder der Künstlersozialkassen, bestimmte Gruppen von Lehrern, Erziehern und Pflegepersonen sowie einige Andere. Geregelt wird diese Versicherungspflicht unter anderem über das SGB VI, das Künstlersozialversicherungsgesetz und die berufsständischen Kammern.

Firmennamen eintragen und schützen lassen

Durch einen Eintrag im Handelsregister ist Ihr Firmennamen automatisch für den Amtsgerichtsbezirk und Ihre Branche geschützt. Zusätzlich können Sie den Namen noch beim Patent- und Markenamt als  Marke anmelden.

Freiwillige Versicherungen

Als Selbständiger gilt es aber nicht nur an die Pflichtversicherung zu denken. Sie sollten auch Ihr Kapital und Ihre Arbeitskraft schützen. Daher empfiehlt es sich freiwillige Versicherungen wie z.B. eine Berufshaftpflicht- und Betriebshaftpflichtversicherung, Rechtschutz, Sachversicherungen oder Rentenversicherung einzuplanen.

Detaillierte Informationen zu Meldepflichten bekommen Sie z.B. bei Ihrer Berufskammer wie der IHK und HWK, sowie bei diversen Gründerhilfevereinen. Berufshaftpflichtversicherungen zugeschnitten für die kreative, IT und Beratungsbranche Branchen finden Sie unter folgendem Link.