Der Vorteil eines Geschäftswagens ist, dass Sie alle anfallenden Kosten wie Anschaffungswert, Finanzierungskosten, KFZ-Steuer, Benzin, Reparaturen etc. als Betriebsausgaben absetzen können. Damit sich ein Geschäftswagen aber rentiert, muss gewährleistet werden, dass mind. 50% der Fahrten geschäftlicher Natur sind. Dazu zählt die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte – allerdings nicht voll angerechnet. Zudem muss ein gewisser Umsatz vorhanden sein, damit die Kosten des Fahrzeuges überhaupt abgesetzt werden können. Daher spielt auch der Preis des Fahrzeuges eine entscheidende Rolle.

Ein Fahrtenbuch weist die zurückgelegten Kilometer nach. Wenn man sich für die „1% Regelung“ entscheidet reicht es in der Regel, wenn das Fahrtenbuch die ersten 3 Monate geführt wird. Werden sehr wenige private Fahrten unternommen, rentiert es sich das Fahrtenbuch langfristig zu führen und auf die 1% Regelung zu verzichten. Dann werden auch nur die tatsächlich gefahrenen privaten Fahrten berechnet.

Was ist die 1% Regelung?

Bei dieser Regelung werden 1% vom Neuanschaffungswert lt. Bruttolistenpreis monatlich versteuert – unabhägig vom Alter des Wagens. Das heißt, das zu versteuernde Einkommen steigt um diesen Wert. Damit wird pauschal die private Nutzung des PKW angerechnet.

Wann sollte das Auto besser nicht in das Betriebsvermögen aufgenommen werden?

Wenn das Auto z.B. schon einige Jahre alt ist, denn die abschreibungsfähigen Ausgaben fallen hier sehr gering aus, da bei der 1% Regelung weiterhin der Neuwert versteuert wird. Hier empfiehlt es sich, die geschäftlichen Fahrten zu notieren und bei der Steuer mit 0,30 Euro je Kilometer abzusetzen. Dies sollte auch dann angewendet werden, wenn das Fahrzeug nur bis zu 10% betrieblich genutzt wird.

Dieser Artikel dient lediglich der Orientierung und ersetzt keine fachmännische Beratung durch einen Steuerberater.