Neben Fashiontech, Innovation und Bewegtbild ging es auf der re:publica 2015 verstärkt um das Thema Misstrauen; nicht zuletzt wegen einer wahren Flut an gefälschten Inhalten im Web.

Mit 6000 Besuchern und 500 Speakern war die re:publica 2015 – Finding Europe das Highlight aller Digital-Interessierten in Deutschland. Auch dieses Jahr traf sich die “Digital Bohème” in Berlin, um Themen und Trends aus der Onlinewelt zu debattieren.

Der schnell wachsende und beliebte Fashiontech-Bereich war mit mehr als 30 Veranstaltungen vertreten, und auch viele Vorträge zur Startup Szene und Innovation zeugten von regem Interesse. Den wohl größten Zulauf fand ESA Astronaut Alexander “Astro Alex” Gerst, der in einer intergalaktischen Präsentation eindrucksvoll und unterhaltsam von seinem Einsatz auf der ISS berichtete.

Streaming is King

Ein weiteres Topthema war Video, beziehungsweise Bewegtbild – von YouTube-Größen wie Christoph Krachten von Clixoom über Dr. Christoph Schneider von Amazon Prime Instant Video bis hin zu Netflix CEO Reed Hastings war jedes Unternehmen vertreten, das in der Bewegtbildindustrie Rang und Namen hat. Vor allem YouTube hatte allerdings mit harscher Kritik zu kämpfen: sinkende Gewinne für YouTube Creators und mangelnder Forschritt der Plattform bringen den Videoriesen ins Kreuzfeuer. Im Gegensatz dazu gelten alternative Formate wie Twitch, Vine, Meerkat, und Periscope als “the next big thing”.

re:publica 2015 im Zeichen des Misstrauens

Passend zur Keynote von Ethan Zuckerman (MIT) mit dem Titel “The system is broken – and that’s the good news” lag bei der re:publica 2015 aber auch ein Schwerpunkt auf dem Thema Misstrauen: Misstrauen gegenüber der Regierung, der Medien, und der Gesellschaft. Überwachung, Netzneutralität und Vorratsdatenspeicherung wurden genauso oft kritisch diskutiert wie die Verfälschung der Wahrheit durch User (gefälschte Bilder, News usw.), Medien (die die gefälschten Inhalte aufgreifen) und Unternehmen, die die Grenze zwischen echtem Inhalt und Werbung immer mehr verfließen lassen (Stichwort: Native Advertising).

Doch was bedeutet diese Entwicklung für Freelancer? Gerade wenn Sie im Kommunikationsbereich tätig sind, steht das Erstellen und Teilen von Neuigkeiten an der Tagesordnung. Darum ist es für Sie von größter Wichtigkeit,

  1. Ihre Quellen sehr genau auf Richtigkeit und Zuverlässigkeit zu überprüfen, und
  2. beim Verwenden von Bildern und anderen Inhalten unbedingt Datenschutz- und Lizenzbestimmungen einzuhalten.

 

Wenn Sie aus Versehen Lizenz- oder Persönlichkeitsrechte verletzen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Sollten Sie sich noch nicht finanziell gegen Schadenersatzforderungen abgesichert haben, informieren Sie sich näher zur Hiscox Marketing Haftpflichtversicherung, oder zu unserer Berufshaftpflichtversicherung für die Medienbranche (Verlage, Redaktionen, TV und Radio).