Während wohl die meisten letztes Wochenende am See, im Freibad oder bei sonstigen Sommeraktivitäten verbracht haben, haben wir uns anders vergnügt – nämlich auf dem PM Camp München.

Warum wir Barcamps so sehr mögen und gerne unterstützen? Weil uns das interaktive Miteinander viel besser gefällt als die einseitige „Beschallung“ auf klassischen Konferenzen und Tagungen. Als „Unkonferenzen“ laden Barcamps alle Teilnehmer dazu ein, sich aktiv einzubringen, Themen vorzuschlagen und in sogenannten „Sessions“ mit anderen zu diskutieren. Nach dem „Gesetz der zwei Füße“ dürfen Sessions auch mittendrin ohne schlechtes Gewissen verlassen werden, falls das Thema nicht zusagt.

Jedes mal stellen wir auf’s Neue fest, dass sich Leute aus den verschiedensten Branchen mit den selben Problemen und Herausforderungen konfrontiert sehen. Gemeinsam über diese Herausforderungen zu sprechen, sowie branchenübergreifendes Wissen und Erfahrungen auszutauschen, machen Barcamps zu einer Plattform, die unserer Meinung nach in Deutschland einzigartig ist – und unbedingt gefördert werden sollte.

„Das PM Camp bringt Menschen auf Augenhöhe zusammen, um von- und miteinander zu lernen und gemeinsam die Zukunft im Projektmanagement zu gestalten“, heißt es auf der Website des PM Camps Dornbirn. Unter dem Motto „Wissen teilen. Wissen vermehren.” stand auch das PM Camp München, das dieses Mal in den Räumen der LMU statt fand. Neben interessanten Impulsvorträgen von Unternehmensberaterin Kornelia Hietmann und Unternehmerin Franziska Köppe, sowie spannenden Sessions kam auch die Interaktivität nicht zu kurz. Eines unserer Highlights war die “Domino Rallye”, bei der Projekte nachgespielt und im Anschluss diskutiert wurden.

Zustand als KPI

Mittendrin statt nur dabei war auch unser Kollege Andreas Sperber, der ganz offensichtlich nicht nur ein Händchen für Marketing, sondern auch eine besondere Leidenschaft für Projektmanagement hat. Inspiriert von einer Session beim PM Camp Stuttgart mit Robert Weißgräber (Chief Product Officer bei aexea), in der Zustand und Ergebnis kritisch beäugt wurden, stellte Andreas diesmal ein weiterführendes Thema zur Diskussion, die Messbarkeit dieser Zustände.

In seiner Session „Zustand als KPI“ ging es darum, nicht auf bestimmte Ziele hinzuarbeiten, sondern über den gesamten Zeitraum hinweg einen möglichst optimalen Zustand zu erreichen, oder diesen stetig zu verbessern. Dabei kann sich der Begriff „Zustand“ auf unterschiedliche Komponenten beziehen, wie Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenzufriedenheit, Transparenz, Wissensaustausch, niedriger Krankenstand, Wartbarkeit eines Systems, Profitabilität, und vieles mehr. Ziel dieses Ansatzes ist es, eine verbesserte Kontinuität zu schaffen, da beim Fokus auf kurzfristige Zielerreichung in der Zukunft liegenden Aspekte leicht außer Acht gelassen werden.

Generell muss ein Zustand auch messbar sein, damit festgestellt werden kann, ob und wann die KPIs (Key Performance Indicators) erreicht werden. Dies ist möglich, indem man zum Beispiel Umfragen durchführt oder Abhängigkeiten zwischen dem Aufwand für Kommunikation und dem operativen Erfolg misst. Dies kann auch einfach ein grüner, gelber oder roter Smiley sein, den jeder Mitarbeiter am Ende des Tages oder der Woche auf eine Tafel klebt.

Unser Fazit zum PM Camp München: Schön war’s, wir freuen uns auf’s nächste Mal!