Am 7. November fand die erste Eu-Startups Konferenz statt. Neben interssanten Insights von Venture Capitalists, equity crowdfunding CEOs, communities and marketplaces founders, haben 9 Startups für Ihre Idee gepitcht und das Event zum Netzwerk Ausbau genutzt.

Thomas, was hat Dich dazu bewogen EU-Startups.com und die EU-Startups Conference ins Leben zu rufen?

Die persönlichen Gründe für den Start von EU-Startups.com und der EU-Startups Conference rühren daher, dass ich mich seit vielen Jahren zum einen für neue Geschäftsmodelle im digitalen Bereich interessiere und mir zum anderen die Zukunftsperspektiven Europas am Herzen liegen.
Die Web- und App-Economy ermöglicht es Gründern quasi von Tag eins an ihre Produkte und Dienstleistungen Kunden und Nutzern auf der ganzen Welt anzubieten. Viele Startups, gerade aus größeren EU-Ländern wie Deutschland und Frankreich, beschränken sich jedoch zunächst oder dauerhaft auf ihren Heimatmarkt. Dieser und andere Gründe sorgen dafür, dass wir in Europa Märkten wie den USA im Internetbereich klar hinterherhinken und auch die nächsten Facebooks, Googles und Amazons dieser Welt wohl nicht in Europa beheimatet sein werden.

Die EU-Startups Conference am 7. November war als Treffpunkt und Bühne für junge Gründer aus Europa gedacht, die abgesehen von ihrem Heimatland auch in weiteren internationalen Märkten präsent und erfolgreich sein möchten. Mit hochkarätigen Speakern und einer Pitch Competition haben wir aufgezeigt, dass auch Europa tolle Erfolgsgeschichten im digitalen Gefilde hervorbringen kann.

Was war die Idee hinter der Pitch Competition?

Eines der Highlights unserer EU-Startups Conference 2014 war die Pitch Competition. Hierbei bekamen 9 Startups die Gelegenheit ihre Geschäftsideen für 5 Minuten vor Publikum und einer fachkundigen Jury zu präsentieren. Insgesamt hatten sich rund 30 Startups aus ganz Europa beworben. Die teilnehmenden Startups kamen aus Deutschland, Belgien, Tschechien, Finnland und Großbritannien. Gewonnen hat schließlich das in Prag beheimatet Startup Liftago.

Was war der entscheidende Grund für Liftago?

Zum einen war der Pitch, also die Art und Weise wie das Startup Liftago präsentiert wurde, technisch gesehen einfach am besten umgesetzt. Die Präsentation des Liftago-Mitgründers Ondrej Kratky war unterhaltsam und überzeugend. Zum anderen bewegt sich Liftago in einem großen Markt (Stichwort: Urban Transportation), welcher vor einigen Veränderungen steht. Anders als das amerikanische Uber, welches versucht mit einer Armee von privaten PKW-Fahrer den Taximarkt zu verdrängen, schafft Liftago einen offenen Marktplatz für urbane Personenbeförderung und arbeitet eng mit den Taxiunternehmen zusammen. Trotz des versöhnlicheren Ansatzes ist es Liftago gelungen in den ersten 6 Monaten des Unternehmens die gleiche Aufmerksamkeit in Prag zu erreichen wie Uber innerhalb seiner ersten 6 Monate in San Francisco erreichte (20.000-30.000 Fahrten in 6 Monaten). Das hat uns überzeugt!

Wie geht es weiter mit EU-Startups?

Es wird weiterhin täglich frische Startup-News und Interviews auf EU-Startups.com geben. Wir werden das Portal 2015 unter anderem dank der Sponsoring-Kooperation mit Hiscox etwas ausbauen und optimieren können.

Außerdem wird es 2015 ein zweites Startup-Event geben, welches hoffentlich noch größer und schöner wird als das erste. Wir haben bereits eine lange Liste an Dingen, die wir bei der nächsten Veranstaltung besser machen möchten und freuen uns bereits auf Fortsetzung.

Vielen Dank für das Gespräch.