Datenübertragungen: Sichern Sie die Daten Ihrer KundenNewsletter, Blog, Reklamationsformular – kaum gibt Ihr Kunde seine Daten auf Ihrer Website ein, liegen sie bei Ihnen. Und Ihr Kunde hat keine Ahnung, was damit passiert. Klären Sie ihn deshalb auf. Nicht nur, dass Sie so sein Vertrauen gewinnen – Sie sind dazu sogar gesetzlich verpflichtet. Wie Sie als Unternehmer oder Freelancer auf Ihrer Website für Sicherheit bei Datenübertragungen sorgen, erfahren Sie hier!

 

Datenübertragungen: drei, zwei, eins – MEINS!

Wir kennen es alle und haben es bestimmt auch schon alle getan: Ein Onlineshop bietet interessante Artikel an, also geben wir unsere E-Mail-Adresse auf der betreffenden Website ein und abonnieren seinen Newsletter. Oder wir rezensieren ein Produkt, registrieren uns mit unserer Adresse und teilen unsere Meinung mit. Und schon sind die Daten im World Wide Web. Ganz schön beunruhigend!

Bieten Sie auf Ihrer Website Ihren Kunden auch einen Newsletter oder ein Kontaktformular an, sollten Sie als Unternehmer oder Freelancer für Sicherheit bei Datenübertragungen sorgen. Nehmen Sie Ihren Kunden die Skepsis und teilen Sie ihnen in einer Datenschutzerklärung genau mit, was mit ihren Angaben geschieht. Abgesehen davon, dass Sie so Vertrauen schaffen, sind Sie gesetzlich dazu verpflichtet.

Bis zum Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25.05.2018 fanden sich die Vorgaben für eine Datenschutzerklärung in § 13 Absatz 1 des Telemediengesetzes. Art. 13 Absatz 1-3 der Datenschutz-Grundverordnung detailliert und erweitert diese Pflichtinformationen wesentlich.

Sie sollten für eine Datenschutzerklärung keinen Standardtext nutzen, sondern sie passend zu Ihrem Unternehmen formulieren. Das weckt zusätzlich Vertrauen. Beachten Sie jedoch, dass auch bei Statistiken zu Ihren Website-Besuchern und über Ihre Social Media-Kanäle Daten erhoben werden. Beziehen Sie diese Punkte unbedingt mit ein. So sind Sie beim Thema Datenübertragungen auf Ihrer Website auf der sicheren Seite.

Datenschutzerklärung – wo bist Du?

Ihr Kunde muss jederzeit Ihre Datenschutzerklärung abrufen können. Doch dazu muss er sie erst einmal finden. Ein Patentrezept, wo Sie diese am besten platzieren, gibt es nicht. Aber sie sollte Ihrem Kunden auf jeden Fall auf Anhieb ins Auge springen. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Datenschutzerklärung nicht etwa durch einen aufpoppenden Cookie-Hinweis verdeckt wird. Muss der Kunde diesen erst wegklicken, handeln Sie rechtswidrig.

Prüfen Sie zudem, ob Ihr Text zu Datenübertragungen auch auf Smartphones und Tablets gut ersichtlich ist. Das gilt neben Ihrer Datenschutzerklärung natürlich auch für das Impressum Ihrer Business Website.

Double-Opt-in, SSL Verschlüsselung und Co.: Sorgen Sie für Sicherheit

Bieten Sie z.B. bei Ihrem Newsletter ein sogenanntes Double-Opt-in an. Das bedeutet, dass der Kunde sich auf Ihrer Website mit seiner E-Mail-Adresse registriert (Single-Opt-in). Anschließend bekommt er eine E-Mail zugesandt mit der Bitte, diese zu bestätigen. Stimmt er seiner Newsletter-Anmeldung zu, ist der Double-Opt-in abgeschlossen. Der Vorteil: Dieses Verfahren bietet Ihren Kunden Schutz und verhindert Datenmissbrauch.

Sorgen Sie zudem dafür, dass alle Datenübertragungen auf Ihrer Website durch SSL-Zertifikate verschlüsselt sind. Internetseiten, die mit https:// beginnen, sind vor Hackerangriffen relativ gut geschützt und nur mit großem Aufwand und gewissem technischen Know-how zu knacken. Fehlt Ihnen als Unternehmer das Wissen, wie Sie Ihre Business Website oder Ihren Onlineshop SSL-verschlüsseln, wenden Sie sich an einen IT-Experten.

Keine Chance für Cyberkriminalität

Doch selbst, wenn Sie alle Vorgaben einhalten und Ihre Kunden über die wichtigen Fakten der Datenübertragungen aufklären, kann Ihnen immer ein Fehler passieren. Nobody is perfect! Vielleicht haben Sie sich auch gar nichts zuschulden kommen lassen und trotzdem erhebt ein Kunde wegen einer vermeintlichen Datenschutzverletzung Schadensersatzansprüche gegen Sie. Oder Ihr System wurde gehackt und die Daten Ihrer Kunden geklaut.
Sie können nicht jedes Risiko ausschließen: Sichern Sie sich deshalb als Unternehmer oder Freelancer ab, zum Beispiel mit einer Cyber-Versicherung. Sie springt bei Hackerangriffen ein und leistet Ihnen im Schadenfall finanzielle Sofort-Hilfe. Denn: Sicher ist sicher!

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